Sterilisation bei der Frau
Verhütung | Frau | Sex

Sterilisation

Eine operative Methode der Empfängnisverhütung bei der Frau ist die Sterilisation. Die Unterbindung der Eileiter ist zwar sehr sicher, birgt aber wie jeder operative Engriff ein gewisses gesundheitliches Risiko und ist zudem nur selten rückgängig zu machen. Viele Ärztinnen und Ärzte und Spitäler führen eine Sterilisation erst ab 30 Jahren durch, manche sogar erst ab 35 Jahren.

Vor einer Sterilisation ist es grundsätzlich wichtig, dass sich beide Partner offen darüber unterhalten und ihre Erwartungen aussprechen, wie der Eingriff sich auf sie selbst und die Beziehung – auch im sexuellen Bereich – auswirken könnte.

Alle Frauen sollten bei ihrem Entscheid bedenken, dass sich die Einstellung zum Kinderwunsch in unvorhersehbarer Weise ändern kann. Gründe dafür können die eigene, persönliche Weiterentwicklung oder eine Veränderung der Lebenssituation sein. Falls nach der Sterilisation doch wieder Kinderwunsch besteht, z.B. mit einem neuen Partner, käme als Alternative wahrscheinlich nur eine künstliche Befruchtung in Frage - ebenfalls eine sehr aufwändige und teure Methode.

Der operative Eingriff wird ambulant oder während eines Spitalaufenthaltes von zwei bis drei Tagen durchgeführt. Dabei werden in Narkose - meist als etwa halbstündige Bauchspiegelung (Laparaskopie) - beide Eileiter durch elektrischen Strom verschlossen (koaguliert) und damit unwegsam gemacht. Die winzige Narbe, etwa in der Mitte des Eileiters, wirkt wie eine Barriere, sodass Eizelle und Samenzelle nicht mehr miteinander verschmelzen können. Komplikationen sind selten. Es kann zu Verletzungen der umliegenden Organe kommen und sehr selten zu Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Eine Sterilisation kann gleichzeitig mit einem Kaiserschnitt vorgenommen werden.

Die Nebenwirkungen einer Sterilisation sind vernachlässigbar. Da nur die Eileiter blockiert werden, bleibt die Funktion der Eierstöcke und die Produktion der Sexualhormone erhalten. Es ergeben sich deshalb keine Auswirkungen auf den Ablauf der Monatszyklen, die Regelblutung, das sexuelle Verlangen und die sexuelle Erlebnisfähigkeit. Auch auf das Gewicht oder die Figur sind keine Auswirkungen zu erwarten.

Die Versagerquote bei Sterilisationen liegt bei circa zwei Schwangerschaften pro 1.000 Sterilisationen, damit ist die Sterilisation eine der sichersten Verhütungsmethoden.

Informationen zur Sterilisation beim Mann, der Unterbindung der Samenleiter (Vasektomie)


Häufige Frage zum Thema

Ich möchte mich gleich nach der dritten Geburt sterilisieren lassen. Geht das?


Letzte Aktualisierung : 26-09-18, BH

loading