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Zu­erst dach­te ich, die ent­täu­schen­de Ge­burt ma­che mir nichts aus, aber je mehr Zeit ver­geht, je mehr muss ich dar­an den­ken. Ist das nor­mal?

Vie­le Frau­en sind nach ei­nem be­las­ten­den Ge­burts­er­eig­nis ein­fach mal froh, dass es letzt­end­lich "gut­ge­gan­gen" ist. Auch das Neu­ge­bo­re­ne, das Stil­len und alle an­de­ren zu­sätz­li­chen Ver­än­de­run­gen, die ein Baby mit sich bringt, be­wir­ken, dass Frau­en in den ers­ten Wo­chen sehr stark be­schäf­tigt sind. Vie­le ver­drän­gen erst ein­mal alle ne­ga­ti­ven Er­in­ne­run­gen, um den neu­en An­for­de­run­gen ge­wach­sen zu sein.

Es ist je­doch ein sehr ty­pi­sches Zei­chen da­für, dass die Ge­burt wohl doch mehr Spu­ren hin­ter­las­sen hat, wenn nach drei bis vier Wo­chen (wenn der All­tag all­mäh­lich rou­ti­nier­ter läuft), die ne­ga­ti­ven Ge­füh­le rund um die Ge­burt wie­der hoch­kom­men. Ein an­de­rer ty­pi­scher Zeit­punkt, an dem Frau­en Ihre Ge­füh­le nicht mehr ver­drän­gen kön­nen, ist ab ca. sechs Mo­na­ten. Dann ha­ben die meis­ten Müt­ter den All­tag mit ih­rem Baby neu ge­re­gelt, das Stil­len oder Schop­pen­ge­ben läuft - sprich der All­tag und die Rou­ti­ne des­sel­ben brin­gen mehr Ru­he­mo­men­te - und prompt dann be­geg­net die Frau wie­der Ih­ren Ge­füh­len der Ent­täu­schung, die sie vor­erst weg­ge­scho­ben hat­te. Das ist ein gu­ter Zeit­punkt, um die Ge­burt zu ver­ar­bei­ten.

Letzte Aktualisierung: 23.06.2020, BH
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