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                              Kind sitzt auf dem WC
                              ©
                              GettyImages

                              Ver­stop­fung auch bei Kin­dern häu­fig


                              Kin­der im Grund­schul­al­ter, die nicht ger­ne Obst und Ge­mü­se es­sen, kämp­fen 13-mal häu­fi­ger mit ei­ner funk­tio­nel­len Ver­stop­fung als ihre Al­ters­kol­le­gen. Auch eine nied­ri­ge Trink­men­ge stei­gert das Ri­si­ko, be­rich­ten For­scher um Moon Fai Chan von der Na­tio­nal­uni­ver­si­tät Sin­ga­pur im "Jour­nal of Cli­ni­cal Nur­sing". Sie un­ter­such­ten dazu Er­näh­rung und Ver­dau­ung von 383 Kin­dern zwi­schen acht und zehn Jah­ren in ei­ner Schu­le in Hong­kong.

                              "Ver­stop­fun­gen sind im Kin­der­gar­ten, je­doch auch noch im Schul­al­ter häu­fig", be­tont Sy­bil­le Lunau, Spre­che­rin der deut­schen Ge­sell­schaft für Kin­der- und Ju­gend­me­di­zin DGKJ. Da das The­ma für vie­le Kin­der und El­tern mit Scham ver­bun­den ist, brau­che ein Kin­der­arzt mit­un­ter eine Por­ti­on Ein­füh­lung, um es an­zu­spre­chen. "Ist das Pro­blem chro­nisch, so un­ter­sucht man nach Prü­fung der Er­näh­rung und an­de­rer mög­li­cher Fak­to­ren wie etwa Un­ver­träg­lich­kei­ten die Darm­funk­ti­on. Für letz­te­res sind Gas­tro­en­te­ro­lo­gen zu­stän­dig", so die Ex­per­tin.

                              In der chi­ne­si­schen Stu­die lit­ten sie­ben Pro­zent der Kin­der an Ver­stop­fung, wo­bei sich die Be­trof­fe­nen deut­lich an­ders als der Rest er­nähr­ten. Das Darm­pro­blem be­stand bei Kin­dern mit we­ni­ger als 400 Mil­li­li­ter Flüs­sig­keits­zu­fuhr pro Tag 14-mal häu­fi­ger im Ver­gleich zu je­nen, die mehr als ei­nen Li­ter tran­ken. Zu­dem wa­ren auch Obst- und Ge­mü­se­ver­wei­ge­rer 13-mal öf­ters be­trof­fen. Neun von zehn Kin­dern - egal ob mit oder ohne Ver­stop­fung - mei­den Schul-WCs für den Stuhl­gang, was sie oft mit man­geln­der Hy­gie­ne der Toi­let­ten be­grün­den.

                              Die Stu­di­en­au­torin­nen emp­feh­len den Schu­len, ge­sun­de Er­näh­rung im Un­ter­richt mehr an­zu­spre­chen, bal­last­stoff­rei­che Snacks an Pau­sen­buf­fets an­zu­bie­ten und für aus­rei­chen­de Trink­men­ge der Schü­ler so­wie für sau­be­re Toi­let­ten zu sor­gen. Lunau legt den El­tern ei­ni­ge Tricks nahe, um die Kin­der mit rich­ti­ger Er­näh­rung zu ver­sor­gen. "Op­ti­mal wäre schon vor dem Früh­stück ein Glas Oran­gen- oder Bir­nen­saft, vie­le Voll­korn-Pro­duk­te, je­doch Zu­rück­hal­tung bei Milch. Güns­tig ist auch, beim Ko­chen Oli­ven­öl statt But­ter zu ver­wen­den und auf ge­nug Trin­ken und Be­we­gung zu ach­ten", rät die Kin­der­ärz­tin.

                              Quel­le: Chan, M. F. and Chan, Y. L.: Jour­nal of Cli­ni­cal Nur­sing, 19: 3390–3400(2010). doi: 10.1111/j.1365-2702.2010.03362.x

                              Letzte Aktualisierung: 10.03.2021, BH
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