Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Kei­ne Pa­nik vor Af­fen­po­cken

                              Wer ist be­son­ders ge­fähr­det? Was Sie über die In­fek­ti­on mit dem Af­fen­po­cken-Vi­rus wis­sen müs­sen

                              Hand mit Affenpocken
                              ©
                              GettyImages

                              Ste­hen wir am Be­ginn ei­ner neu­en Epi­de­mie?

                              Kin­der­ärzt*in­nen be­ru­hi­gen: Es sei ex­trem un­wahr­schein­lich, dass sich in der mo­men­ta­nen Lage in Eu­ro­pa Kin­der mit Af­fen­po­cken an­ste­cken. Die­ses Vi­rus sei weit we­ni­ger an­ste­ckend als Sars-CoV-2 oder die Wind­po­cken und wer­de fast aus­schliess­lich durch en­gen Kör­per­kon­takt und Kör­per­flüs­sig­kei­ten (v.a. se­xu­el­le Kon­tak­te) oder Bläs­chen­in­halt über­tra­gen. Kin­der ge­hö­ren de­fi­ni­tiv nicht zu den­je­ni­gen mit er­höh­tem An­ste­ckungs­ri­si­ko, schei­nen die Er­kran­kung aber et­was schlech­ter zu ver­kraf­ten. Das gilt auch für Per­so­nen mit ge­schwäch­tem Im­mun­sys­tem, z.B. Neu­ge­bo­re­ne und Schwan­ge­re. Es sind bis­her kei­ne Fäl­le be­kannt, in de­nen sich Af­fen­po­cken in Eu­ro­pa in­ner­halb von Fa­mi­li­en aus­ge­brei­tet ha­ben.

                              Zu den Sym­pto­men von Af­fen­po­cken ge­hö­ren Fie­ber (1 – 4 Tage lang), Kopf- und Mus­kel­schmer­zen und nach 1 - 3 Ta­gen ein cha­rak­te­ris­ti­scher ju­cken­der Haut­aus­schlag, der oft im Ge­sicht be­ginnt und dann auf an­de­re Kör­per­tei­le über­greift. Er ist zu­nächst flach, spä­ter bil­den sich se­kret­ge­füll­te Bläs­chen. Ähn­lich wie bei Wind­po­cken oder Her­pes ver­krus­ten die­se und fal­len schliess­lich ab. Die Lymph­kno­ten­schwel­lung ist ein gu­tes Un­ter­schei­dungs­merk­mal zu Wind­po­cken, Klar­heit gibt ein PCR-Test. Die meis­ten Men­schen er­ho­len sich in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen wie­der, es gibt aber auch To­des­fäl­le. Die In­ku­ba­ti­ons­pha­se dau­ert zwi­schen 7 und 21 Ta­gen. Als Schutz­mass­nah­me bie­ten sich drei­wö­chi­ge Kon­takt­iso­la­ti­on und Mund-Na­sen­schutz an. Da die Er­re­ger eng mit den einst ge­fürch­te­ten, in­zwi­schen aber als aus­ge­rot­tet gel­ten­den mensch­li­chen Po­cken (Va­rio­la) ver­wandt sind, schützt eine auch vor lan­ger Zeit er­folg­te Po­cken­imp­fung noch recht gut. Ein mo­der­ner Po­cken-Impf­stoff (Im­v­anex) soll eine Schutz­wir­kung von 85 Pro­zent ge­gen Af­fen­po­cken ha­ben und Kon­takt­per­so­nen an­ge­bo­ten wer­den.

                              Ist der Artikel hilfreich?
                              Ist der Artikel hilfreich?
                              Letzte Aktualisierung: 27.05.2022, BH
                              Anzeige
                              Anzeige