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Plazenta

Pla­zen­ta­kom­pli­ka­tio­nen


Ei­ni­ge Kom­pli­ka­tio­nen un­ter der Ge­burt wer­den durch die Pla­zen­ta ver­ur­sacht und kön­nen so­wohl für die Mut­ter als auch für das Baby sehr ge­fähr­lich wer­den.

Wenn die Pla­zen­ta im un­te­ren Teil der Ge­bär­mut­ter (Pla­cen­ta pra­e­via) ne­ben (=tief­lie­gend) oder über (=vor­lie­gend) dem Mut­ter­mund liegt und so­mit dem Baby den Aus­gang ver­sperrt, ist ein Kai­ser­schnitt nicht zu um­ge­hen, da an­sons­ten die Kon­trak­tio­nen der Ge­bär­mut­ter und die Er­wei­te­rung des Mut­ter­mun­des zu star­ken Pla­zen­ta­b­lu­tun­gen füh­ren kön­nen. Die­se mas­si­ven Blu­tun­gen kön­nen für die Mut­ter le­bens­be­droh­lich wer­den. Das Ri­si­ko für das Baby ist in solch ei­nem Fall eher ge­ring, aus­ser wenn die Mut­ter ex­trem viel Blut ver­liert oder das Baby vor­zei­tig ge­holt wer­den muss.

Bei ei­ner vor­zei­ti­gen Pla­zen­ta­lö­sung (auch Ab­rup­tio pla­cen­tae oder Ab­la­tio pla­cen­tae) löst sich die Pla­zen­ta noch vor der Ge­burt des Kin­des gross­flä­chig von der Ge­bär­mut­ter­wand ab. Es wird eben­falls ein Kai­ser­schnitt durch­ge­führt, da das Baby sonst in eine Sauer­stoff­man­gel­ver­sor­gung ge­ra­ten könn­te.

Eine wei­te­re Kom­pli­ka­ti­on kann in der Nach­ge­burts­pha­se auf­tre­ten, wenn die Pla­zen­ta sich nur teil­wei­se oder gar nicht von der Ge­bär­mut­ter­wand löst (ein­ge­wach­se­ne Pla­zen­ta, Pla­cen­ta ac­cre­ta). We­gen der gros­sen Blu­tungs­ge­fahr muss um­ge­hend eine ma­nu­el­le Nach­tas­tung oder eine ope­ra­ti­ve Lö­sung durch­ge­führt wer­den.

Letzte Aktualisierung: 11.05.2020, BH
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