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                              Mutter mit Nasensauger in Babys Nase
                              ©
                              iStock

                              Schnup­fen, ver­stopf­te Nase


                              Grund­sätz­lich ra­ten Kin­der­ärz­te dazu, Er­käl­tungs­krank­hei­ten mit mög­lichst mil­den und ne­ben­wir­kungs­ar­men Mit­teln zu be­han­deln. Ist das Näs­chen ein­mal ver­stopft, ist es aber wich­tig, so schnell wie mög­lich für gute Na­sen­at­mung zu sor­gen. Oft kön­nen oder wol­len sich klei­ne Kin­der aber nicht rich­tig schnäu­zen.

                              Ist der Schleim dünn ge­nug, kann er auch mit ei­nem spe­zi­el­len Ab­sau­ger (aus der Apo­the­ke) ab­ge­zo­gen wer­den.

                               Es gibt im Han­del ab­schwel­len­de Na­sen­trop­fen in nied­ri­ger Kon­zen­tra­ti­on ex­tra für Säug­lin­ge. Fach­leu­te ra­ten zu de­ren Ge­brauch aber frü­hes­tens nach dem 2. Ge­burts­tag. Zu hohe Do­sie­run­gen (z.B. durch ver­se­hent­li­che Be­nut­zung der Kon­zen­tra­ti­on für Er­wach­se­ne) kön­nen bei Säug­lin­gen fa­ta­le Wir­kun­gen zei­gen. Neu­er­dings gibt ab­schwel­len­de Na­sen­trop­fen ohne Kon­ser­vie­rungs­mit­tel. Die­se soll­te man bei Klein­kin­dern und All­er­gi­kern be­vor­zu­gen, da Kon­ser­vie­rungs­stof­fe be­kann­te All­er­ge­ne sind, dh All­er­gi­en aus­lö­sen kön­nen.

                              Na­tür­li­che Al­ter­na­ti­ven sind phy­sio­lo­gi­sche Koch- oder Meer­salz­lö­sung aus der Apo­the­ke, am bes­ten in Mo­no­dosen kon­fek­tio­niert, die man in das Na­sen­loch (pro Sei­te 1-3 Trop­fen) ein­träu­felt. In der Volks­me­di­zin wird ger­ne frisch ab­ge­pump­te Mut­ter­milch oder Ka­mil­len­tee ver­wen­det, wo­bei Ka­mil­len­tee bei ei­ner fa­mi­liä­ren all­er­gi­schen Dis­po­si­ti­on bes­ser nicht an­ge­wen­det wer­den soll. Auch mit äthe­ri­schen Ölen soll­ten Sie vor­sich­tig sein. Pef­fer­min­ze zum Bei­spiel kann bei Ba­bys im Ex­trem­fall Atem­krämp­fe aus­lö­sen. Eine mil­de Bron­chi­al­sal­be mit En­gel­wurz sanft auf die Na­sen­flü­gel ap­pli­ziert, kann schnell Mil­de­run­gen brin­gen.

                              Ihr Baby braucht jetzt zu­sätz­lich viel Flüs­sig­keit, das hält das Na­sen­se­kret flüs­sig. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Baby be­son­ders viel trinkt. Be­währt hat sich z.B. Ho­lun­der­tee. Wenn Sie noch stil­len, le­gen Sie mög­lichst oft an.

                              Die wun­de Nase und tro­cke­nen Lip­pen ver­tra­gen eine Por­ti­on Va­se­li­ne, Anis­but­ter oder En­gel­wurz­bal­sam.

                              Aus­ser­dem tut es ih­rem Baby gut, wenn das Köpf­chen ein we­nig hö­her liegt. Sie soll­ten ihm aber kein Kopf­kis­sen ge­ben, son­dern ein Kis­sen oder ei­nen Keil un­ter die Ma­trat­ze le­gen. Kopf­kis­sen ha­ben im Ba­by­bett­chen nichts zu su­chen.

                              Ein al­tes Haus­mit­tel: Eine klein ge­schnit­te­ne Zwie­bel wird ne­ben das Bett ge­legt. Re­gel­mäs­si­ges kur­zes Lüf­ten ist wich­tig. Feuch­te Tü­cher (evtl. mit ein paar Trop­fen vom Er­käl­tungs­bad) oder Was­ser­ver­duns­ter ver­bes­sern das Raum­kli­ma und er­leich­tern die At­mung.

                              Aus der Ho­möo­pa­thie hat sich Sam­bu­cus ni­gra D4 be­währt, 3-4 x 5 Glo­bu­li.

                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, AS

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