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                              Ist es für den Nest­schutz egal, ob die Mut­ter die Krank­heit selbst durch­ge­macht hat oder ob sie "nur" da­ge­gen ge­impft ist?


                              Oft hört man die Aus­sa­ge, dass Frau­en, die eine Er­kran­kung selbst durch­ge­macht ha­ben, ih­ren neu­ge­bo­re­nen Kin­dern mehr Ab­wehr­stof­fe ge­gen In­fek­tio­nen (Nest­schutz) mit­ge­ben als ge­impf­te Müt­ter.

                              Für Ma­sern, Mumps und Rö­teln trifft das nach­ge­wie­se­ner­mas­sen zu. Eine Imp­fung ge­gen die­se Er­kran­kun­gen sti­mu­liert das Im­mun­sys­tem der Mut­ter we­ni­ger stark als eine Wild­vi­rus­in­fek­ti­on, wes­halb sich bei den Säug­lin­gen ge­impf­ter Müt­ter ent­spre­chend we­ni­ger und auch eine kür­ze­re Zeit müt­ter­li­che An­ti­kör­per fin­den. Aus die­sem Grund füh­ren Kin­der­ärz­te heut­zu­ta­ge die ers­te Imp­fung ge­gen Ma­sern, Mumps und Rö­teln et­was frü­her durch als noch vor 20 Jah­ren.

                              Für man­che an­de­ren In­fek­tio­nen gilt die­ser Zu­sam­men­hang al­ler­dings nicht. Da bei­spiels­wei­se bei ei­ner Keuch­hus­ten­in­fek­ti­on (Per­tus­sis) das müt­ter­li­che Im­mun­sys­tem kei­ne über­trag­ba­ren An­ti­kör­per bil­det, ge­niesst das Baby in die­sem Fall auch kei­nen Nest­schutz. Viel­mehr ist be­kannt, dass sich Er­wach­se­ne mehr­mals im Le­ben an Keuch­hus­ten an­ste­cken kön­nen und die Krank­heits­kei­me dann oft un­be­merkt auf ihre Kin­der über­tra­gen. Ei­ner US-Un­ter­su­chung aus dem Jahr 2007 zu­fol­ge sind El­tern und enge Ver­wand­te die weit­aus häu­figs­te In­fek­ti­ons­quel­le, wenn ein Säug­ling an Keuch­hus­ten er­krankt. Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on am Ro­bert Koch-In­sti­tut emp­fiehlt da­her eine Im­mu­ni­sie­rung der Kon­takt­per­so­nen noch vor der Ge­burt des Kin­des.

                              Bei an­de­ren Er­kran­kun­gen wie z.B. Te­ta­nus oder Diph­the­rie be­steht bei Neu­ge­bo­re­nen ge­impf­ter Müt­ter ein Nest­schutz. Die­ser Schutz ist je­doch bei Neu­ge­bo­re­nen von Müt­tern, die eine In­fek­ti­on durch­ge­macht ha­ben, nicht nach­weis­bar.

                              Quel­le: Ro­bert-Koch-In­sti­tut, Ber­lin http://www.rki.de

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                              Letzte Aktualisierung: 09.01.2020, BH
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