Nacktes Baby in Bauchlage auf dem Wickeltisch
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Tipps zum Schutz vor einer Windelentzündung

So schützen Sie den Po Ihres Babys und beugen Wundsein und Windelentzündung vor:

  • Lassen Sie Ihr Baby nicht längere Zeit in einer vollen Windel liegen. Wechseln Sie die Windeln sobald das Baby sein Geschäft erledigt hat. Besser einmal zu oft nachschauen, als einmal zu wenig wechseln.
  • Lassen Sie, wenn es nicht zu kalt ist, so oft wie möglich die Windel weg und Ihr Baby an der Luft strampeln, damit die Haut wieder atmen kann.
  • Benutzen Sie keine luftdichten Plastikwindeln oder Plastikwindelhosen. Besser sind luftdurchlässige Einmal-Windeln.
  • Zur Reinigung im Windelbereich: Waschen Sie das Baby nach jedem Stuhlgang sorgfältig mit warmem Wasser. Benutzen Sie zum Abwaschen Watte, Wegwerftücher oder einen Waschlappen. Tupfen Sie die Region um den Po gut trocken. Seife (auch spezielle Baby-Seife) trocknet die Haut aus und sollte nicht mehr als einmal täglich benutzt werden.
  • Benutzen Sie keine feuchten Reinigungstücher, wenn Ihr Baby bereits an einer leichten Hautirritation leidet, da die darin enthaltenen Substanzen die Haut zusätzlich reizen.
  • Falls Ihr Kind zum Wundwerden neigt, tragen Sie nach jedem Windelwechsel eine dünne Schicht einer speziell für Babys geeigneten atmungsaktiven Fettsalbe auf. Wichtig: Sie sollte ohne Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sein und eine klinisch bewiesene Schutzwirkung haben. Somit ist der Babypo durch einen Fettfilm vor Nässe, Stuhl und Reibung geschützt und das Auftreten einer Windelentzündung kann reduziert werden.
  • Ist die Haut Ihres Babys rot und gereizt, kann eine Allergie dahinter stecken. Wechseln Sie die Pflegeprodukte, also die Marke Ihrer Feuchttücher oder der Salbe, Crème und Lotion, eventuell auch die Windelmarke.
  • Waschen Sie Stoffwindeln und Kleidung ohne Weichspüler und spülen Sie sehr gründlich.

Bei speziellen Hautproblemen jeglicher Art (Ausschläge etc.) wenden Sie sich immer an den Arzt/ die Ärztin oder die Mütterberaterin.

Newsticker

Dauernd wund am Füdli? | 14.01.2019

Bei einer Windeldermatitis mit dem typischen Ausschlag ist die Hautbarriere gestört, v.a. durch Wärmestau bei gleichzeitiger Nässe, Durchfall, Antibiotika oder zu seltenen Windelwechsel. Hält sich das rote Füdli länger als einen Monat und besteht gleichzeitig Durchfall, könnte die Ursache möglicherweise eine noch unentdeckte Nahrungsmittelallergie sein. Forscher der Health Sciences University in Istanbul haben die Daten von 157 Babys (mittleres Alter: 13 Monate) ausgewertet, die seit mindestens einem Monat an einer Windeldermatitis litten. In 123 Fällen konnte eine Allergie auf Kuhmilch, Eier und Weizen festgestellt werden. Vermeidung des/der entsprechenden Nahrungsmittel führte bei drei Viertel der Babys zu einem vollständigen oder teilweisen Verschwinden des Windelausschlags.

Letzte Aktualisierung : 18-11-19, MR / BF

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