Kleinkind am Strand cremt die Mutter ein mit Sonnencreme ein
Baby | Kind | Pflege

Die richtige Sonnencreme für Babys

Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollen Babys nach Meinung der Hautärzte gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Aber auch danach ist bei Kleinkindern Sonnenschutz wichtig: Sonnendichte Kleidung und Sonnencreme an ungeschützen Stellen sind unbedingt zu empfehlen.

Beachten Sie!

Gut geschützt

Dr. pharm. Renato Kaiser im swissmom-Experteninterview zum Thema Sonnenschutz bei Kindern

Die richtige Sonnenbrille für Babys und Kleinkinder


Gesicht, Hände und Beine, vor allem auch die empfindlichen Fussrücken sollten mit Sonnencreme oder –lotion mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 25, 40 und höher) eingerieben sein. Nehmen Sie keine Gele, sie wirken austrocknend. Auch Produkte mit chemischem Sonnenfilter, die erst nach ca. einer halben Stunde wirken, sind nicht so günstig. Produkte mit physikalischem oder mineralischem Lichtschutzfilter (Mikropigmente, Zink oder Titan) wirken schneller, weil sie das Licht wie ein Spiegel reflektieren. Sie sind ausserdem besser verträglich, weil sie nicht in die dünne Babyhaut eindringen, lassen sich aber oft nicht so gut verreiben. Das muss kein Nachteil sein: An dem weissen Film auf der Haut kann man so gut erkennen, welche Stellen schon eingecremt wurden und welche nicht.

Achten Sie auch darauf, dass die Sonnencreme hypoallergen und frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen ist. In Wassernähe ist es gut, wenn das Produkt wasserfest ist. Allerdings kann das auch die Poren verstopfen und zu einem Hitzestau oder Hitzschlag führen. 

Nicht zu sparsam sein beim Eincremen! Wissenschaftler haben festgestellt, dass zu dünn aufgetragene Sonnenschutzmittel nicht die vorgesehene Wirkung zeigen. Und benutzen Sie gleich den maximalen Lichtschutzfaktor: Durch mehrmaliges Eincremen kann die Schutzwirkung nicht verlängert werden.

Übrigens: Babyöl fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut. Und Wassertropfen auf nackter Haut wirken wie ein Brennglas.

Newsticker

Sonnenschutz von innen? | 01.07.2019

Karotten, Spinat, Feldsalat, Endivien, Grünkohl, Paprika, Tomaten, Aprikosen, Wassermelonen und viele andere Obst- und Gemüsesorten enthalten gelbe und orangefarbene Farbstoffe, sogenannte Carotine. Einige Carotine (das sogenannte Betacarotin oder Pro-Vitamin A) kann der Körper zu Vitamin A umwandeln, v.a. nach Zerkleinern, Erhitzen und Zugabe von Fett. Das ist wichtig für die Augengesundheit, für die Hautneubildung und die Abwehr von Krankheitserregern. Isst oder trinkt man regelmässig grössere Mengen dieser Nahrungsmittel oder nimmt man Betacarotin in Nahrungsergänzungsmitteln zu sich, lagert die Haut den Pflanzenfarbstoff ein und färbt sich orange-bräunlich. Dies kann ähnlich dem hauteigenen Pigment Melanin einen Teil der UV-Strahlung abwehren. Der "innere Sonnenschirm" bietet aber keinen ausreichenden Sonnenschutz, höchstens eine Ergänzung, und ersetzt keinesfalls eine Sonnencreme!

Sonnenschutz neu kaufen | 28.05.2019

Auch wenn der Sommer noch etwas auf sich warten lässt: Ausreichender Sonnenschutz ist bereits jetzt wichtig. Schauen Sie aber vor der Benutzung auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Liegt das Datum in der Vergangenheit, sollten Sie das Produkt nicht mehr verwenden, denn die Sonnencreme verliert ihre Wirkung, der Schutz lässt deutlich nach. Üblicherweise sollte Sonnencreme zwölf Monate lang einen verlässlichen Schutz bieten, wie auf der Verpackung vermerkt. Das gilt vom ersten Öffnen an. Nach Fristende ist die Wirkung der Sonnencreme nicht mehr garantiert, dann sollte man besser ein neues Produkt kaufen. Ausserdem sollte man zu einer frischen Sonnencreme greifen, wenn die Tubenöffnung verschmutzt ist. Dann könnten Keime hineingelangt sein. Dasselbe gilt, wenn die Creme merkwürdig riecht oder eine ungewohnte Konsistenz aufweist.

Schutz vor Sonne und Insekten | 01.07.2018

Viele Eltern sind sich unsicher. Gleichzeitig? Oder was zuerst? Und wie oft? Die Empfehlung: Auf keinen Fall gleichzeitig! Einerseits werden die aktiven und nicht ganz unbedenklichen Insektenabwehrstoffe dann stärker von der Haut aufgenommen, zweitens geht die Wirkung der UV-Filter verloren, wenn sofort danach etwas anderes aufgetragen wird. Wird zuerst die Mückenabwehr (Repellent) aufgetragen, schwächt sich deren Wirkung ab. So geht's: Am besten ist ein textiler Sonnenschutz (optimalerweise UV-Kleidung), imprägniert mit Insektenspray. An den freien Körperpartien wird zuerst Sonnencreme in ausreichender Menge aufgebracht und nach einer gewissen Zeit (ca. 30 Minuten) der Insektenschutz – am besten als Spray, da eine Lotion verrieben werden muss und dadurch der UV-Filter wieder teilweise entfernt wird. Kombinationspräparate sind nicht sinnvoll, da dann die UV-Filter zu dünn aufgetragen werden und der UV-Schutz nicht ausreicht.

Wieviel Sonnencreme? | 10.06.2018

Wie viel Sonnencreme brauche ich, um mich ausreichend zu schützen? Ein guter Anhaltspunkt ist die sogenannte Elf-Hände-voll-Regel. Von der Mittelfinger-Spitze bis zur Handwurzel wird eine Bahn mit Sonnenschutz gezogen; bei Kindern ist die Menge kleiner, weil die Hände kürzer sind. Diese sollte dann elf Mal auf dem Körper verteilt werden: Je eine auf jeden Arm, zwei Bahnen auf Bauch, Rücken und auf jedes Bein, und die elfte Hand ist für Gesicht, Hals und Dekolleté. Gerade diese letzten Stellen sind besonders wichtig. Auf diesen sogenannten Sonnenterrassen, dazu gehören vor allem Nase und Ohren, verbrennt die Haut schnell. Wichtig ist es, regelmässig nachzucremen, denn die Sonnencreme wird auch beim Schwitzen oder durch Kleidung vom Körper entfernt und ist dann nicht mehr wirksam. Das erneute Eincremen verlängert allerdings nicht die Schutzzeit! Um die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, ist ein Lichtschutzfaktor (LFS) von 30 oder 50 am besten geeignet. Quelle: Apothekerverband Rheinland-Pfalz

Ab Stufe 3 ist Schutz angesagt! | 20.05.2017

Überall liest man, Kinder müssen ab einem UV-Index von 3 (mittlere Strahlungsstärke) vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, durch Sonnencreme, Kleidung, breitrandige Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Filter. Aber wie findet man als besorgte Eltern den UV-Index für den jeweiligen Tag und die Region heraus? Ganz einfach: Jede Wettervorhersage gibt auch den UV-Index an. Das ist also schnell gecheckt, ob mit Smartphone, Tablet oder PC - einfach das örtliche Wetter aufrufen. Der UV-Index bewegt sich zwischen 0 (schwach) und 12 (extrem). Je höher der UV-Index, desto stärker und desto schädlicher ist die Sonnenstrahlung und desto besser muss man sich selbst und vor allem seine Kinder schützen.

Letzte Aktualisierung : 05-05-16, BH

loading