Kleinkind am Strand cremt die Mutter ein mit Sonnencreme ein
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Die optimale Sonnencreme

Die Sonne hat zahlreiche positive Effekte auf unseren Körper und damit auf unser Wohlbefinden. Damit Sie und Ihr Baby die Sonne mit gutem Gewissen geniessen können, sollten Sie die Haut vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollen Babys nach Meinung der Hautärzte gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Aber auch danach ist besonders bei Kleinkindern Sonnenschutz wichtig: Sonnendichte Kleidung und Sonnencreme an ungeschützten Stellen sind unbedingt zu empfehlen. Für die ganze Familie gilt: UV-Strahlen bergen Gefahren, denn sie können die Haut schädigen. Ob dunkel- oder hellhäutig, alle Menschen sollten sich vor Sonne schützen. Der richtige Sonnenschutz hängt von der Intensität der UV-Strahlen, der Aktivität sowie der Dauer des Aufenthaltes an der Sonne ab.

Sonnenschutz: das Wichtigste in Kürze

Kleinkinder, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit heller Haut sind besonders empfindlich und brauchen deshalb einen ausgesprochen guten Schutz. Auch Personen, die im Freien arbeiten, sollten sich gut schützen, da sie der Sonne über längere Zeit ausgesetzt sind.

Die wichtigsten Tipps:

  • Zwischen 11 und 15 Uhr (16 Uhr für die Kleinsten) im Schatten bleiben
  • Hut, Sonnenbrille und leichte, deckende Kleidung tragen
  • Genügend Sonnencreme auftragen
  • Nicht ins Solarium gehen

Warum brauchen wir Sonnenschutz?

Sonnenschutz ist notwendig, um unsere Haut vor schädlichen Einflüssen der Sonnenstrahlung zu bewahren. Die Haut kann eine bestimmte Zeit der Sonne ausgesetzt sein, ohne sich zu röten. Eine Rötung der Haut deutet immer auf eine Schädigung hin. Eine solche kann allerdings auch OHNE Rötung auftreten.

Sonnenschutzmittel werden nach Hauttyp (bestimmt die Eigenschutzzeit), Alter, Hautempfindlichkeit, UV-Bestrahlung in der Umgebung (UV-Index), Aktivität (Skifahren, Baden, Wandern), geographischem Standort und Zeitdauer, die man an der Sonne verweilt, ausgewählt. Ein genügend hoher Sonnenschutzfaktor (SF) verlängert die Zeit, die man an der Sonne verweilen darf. Im Folgenden werden die einzelnen Faktoren genauer erklärt.

Wie setzt sich die Sonnenstrahlung zusammen?

Die Sonne ist unsere tägliche Begleiterin. Sie spendet Wärme und ist lebenswichtig für uns. Ihre UV-Strahlen bergen aber auch Gefahren. Sonnenstrahlung setzt sich aus Strahlen von unterschiedlicher Wellenlänge zusammen:

  • 50 % aus sichtbarem Licht (400-800 nm); dies ermöglicht uns, Formen und Farben zu sehen.
  • 44 % aus Infrarotstrahlen (ab 800 nm); dies nehmen wir als Wärme wahr.
  • 6 % aus ultravioletten (UV-) Strahlen (100-400 nm)

UV-Strahlung

Ultraviolette Strahlen haben eine kürzere Wellenlänge als sichtbares Licht und Infrarotstrahlen. Sie wirken besonders intensiv und können Haut und Augen schädigen.

UVA, UVB und UVC

UV-Strahlen werden in UVA, UVB und UVC-Strahlen unterteilt. UVC-Strahlen werden in der Atmosphäre absorbiert und dringen nicht bis zur Erdoberfläche vor. Die UV-Strahlen, die bis auf die Erdoberfläche treffen, bestehen aus UVA- und UVB-Strahlen.

Werden UV-Strahlen immer gleich empfunden?

Kälte und Bewölkung täuschen oft über die Strahlungsintensität hinweg. Auch bei bedecktem Himmel dringen aber bis zu 80% der UV-Strahlen durch die Wolkendecke. Helle Flächen wie Schnee, Eis, Sand, Beton oder Wasser reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so deren Wirkung.

Sind die UV-Strahlen überall gleich stark?

In südlichen Ländern und in den Bergen ist die UV-Belastung stärker als im Schweizer Mittelland. In den Bergen ist dies bedingt durch die Höhenlage, kommt Schnee hinzu, werden zudem bis zu 90 Prozent der Strahlen reflektiert, und so wird ihre Wirkung beinahe verdoppelt!

Wie wirken UV-Strahlen und welche Eigenschaften haben sie?

Sonnencremes weisen einen UV-Schutz gegen UVA und UVB auf. Warum dies wichtig ist, entnehmen Sie aus folgender Tabelle.

UV-Strahlen Anteil Eigenschaft Wirkung
UVA 95% Dringen in tiefe Hautschichten und sogar durch Fensterglas Oberflächliche Sofortbräunung, bewirken Hautalterung, verursachen Sonnenallergie, können das Erbgut von Zellen der Haut schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen
UVB 5% Dringen in die Oberhaut ein und nicht durch Fensterglas Verursachen Sonnenbrand, bewirken eine verzögerte Bräunung, können das Erbgut von Zellen der Haut schädigen und das Hautkrebsrisiko erhöhen
UVC werden absorbiert dringen nicht bis zur Erdoberfläche vor  

Was bedeutet der UV-Index?

Der UV-Index ist ein internationales Mass für die Stärke der UV-Strahlen der Sonne. Je höher der UV-Index, desto intensiver und schädlicher ist die UV-Strahlung. Die Intensität der UV-Strahlung hängt stark von der geographischen Lage, der Tages- und Jahreszeit, der Höhe über Meer und dem Wetter ab. Der UV-Index wird mit einer Zahl (1 bis 11+) und einer Zeichnung dargestellt. Die Zahl zeigt die Stärke der UV-Strahlung: je höher, desto stärker die UV-Strahlung.

Die Zeichnung neben der Zahl zeigt die bei diesem Wert geeigneten Schutzmassnahmen.

Vorsicht: Bei einem UV-Index 8 oder höher sollten Kinder und empfindliche Personen im Schatten bleiben oder sich mit Kleidung besonders schützen.

MeteoSchweiz erstellt täglich eine Prognose für den UV-Index für verschiedene Regionen und Höhenlagen:

UV-Index in Zahlen

UV-Index in Zahlen Strahlungsstärke Schutz
1 & 2 schwach Kein Schutz erforderlich
3 & 4 & 5 mittel Sonnenschutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme
6 & 7 hoch Zusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Über Mittag (11-15 Uhr) im Schatten bleiben.
8 & 9 & 10 sehr hoch Zusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien reduzieren.
11 extrem Zusätzlicher Schutz erforderlich: Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme. Schatten generell der Sonne vorziehen. Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.

Was bedeutet die Eigenschutzzeit?

Die Haut kann eine bestimmte Zeit ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein, ohne sich zu röten. Diese Zeitspanne wird als Eigenschutzzeit bezeichnet. Die Dauer der Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Bei hellhäutigen Menschen beträgt die Eigenschutzzeit nur fünf bis zehn Minuten. Spätestens nach Ablauf dieser Zeitspanne braucht die Haut Schutz durch Schatten, geeignete Kleidung und ein passendes Sonnenschutzmittel.

Wie berechnet man die Eigenschutzzeit?
So berechnen Sie den optimalen Sonnenschutzfaktor für Ihren Hauttyp:
Eigenschutzzeit x Sonnenschutzfaktor (SPF) = Anzahl Minuten, die man an der Sonne ausgesetzt sein darf.
Bsp.: Eigenschutzzeit 10 Minuten x Sonnenmilch SPF 30 = 300 Minuten (5 Stunden) erlaubte Zeit an der Sonne pro Tag.


Welcher Hauttyp bin ich?

Der Hauttyp bestimmt die Eigenschutzzeit an der Sonne. In der folgenden Tabelle finden Sie heraus, wie lange Sie ungeschützt an der Sonne bleiben dürfen.

Typ Haarfarbe Hautfarbe Bräunung Sonnenbrand Eigenschutz LSF
1 rötlich-blond sehr helle Haut, häufig Sommersprossen wird nicht braun sehr oft <10 Minuten >25
2 blond helle Hautfarbe langsam, minimal häufig 10-20 Minuten 20-25
             
3 hellbraunes Haar mittlere Hautfarbe langsam,
fortschreitend (hellbraun)
manchmal 20-30 Minuten 15-20
4 dunkelblond bis braun bräunlich, oliv schnell (mittelbraun) selten >30 Minuten 15
5 dunkel hellbraun, dunkel schnell (dunkelbraun) kaum >90 Minuten 6-10
6 schwarz dunkelbraun, schwarz schnell (schwarz) nie >90 Minuten 6

Was genau bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF)?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) auf Sonnenschutzmitteln gibt an, um wie viel die persönliche Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird.

Zur Berechnung des benötigten Lichtschutzfaktors müssen Sie also Ihre Eigenschutzzeit mit dem angegeben LSF multiplizieren. Auf diese Weise erhalten Sie die Angabe der Schutzzeit in Minuten. Diese hängt dabei vom Hauttyp ab. Die Berechnung dazu finden Sie weiter oben zum Thema Eigenschutzzeit.

Damit Sie aber auf der sicheren Seite sind, empfehlen viele Hautärzte, bereits nach zwei Drittel der berechneten Zeit die Creme erneut aufzutragen bzw. in den Schatten zu gehen, da die angegebenen Werte nur auf durchschnittlichen Zahlen beruhen und bei jedem individuell abweichen können.

Was bedeutet das UVA-Label?

Im Rahmen der neuen EU-Empfehlung zum Thema Sonnenschutz wurde im Sinne des Verbrauchers ein Symbol für einen optimierten UVA-Schutz geschaffen. Das UVA-Label signalisiert einfach und anschaulich, dass ein sinnvolles Verhältnis von UVA- und UVB-Schutz gewährleitet ist. Das Verhältnis von UVA- und UVB-Schutz soll bei Produkten, die das Zeichen tragen, mindestens 1 : 3 betragen.

Welche Sonnencreme verwenden?

Für Babys und Kleinkinder gilt: Verwenden Sie keine Produkte mit chemischen Sonnenfiltern, die erst nach ca. einer halben Stunde wirken, sondern Produkte mit physikalischem oder mineralischem Lichtschutzfilter (Mikropigmente, Zink oder Titan). Diese wirken schneller, weil sie das Licht wie ein Spiegel reflektieren. Sie sind ausserdem besser verträglich, weil sie nicht in die dünne Babyhaut eindringen, lassen sich aber oft nicht so gut verreiben. Das muss kein Nachteil sein: An dem weissen Film auf der Haut kann man so gut erkennen, welche Stellen schon eingecremt wurden und welche nicht.

Für grössere Kinder und Erwachsene sind Kombinationen mit chemischen und physikalischen Sonnenfiltern durchaus empfehlenswert.

Achten Sie auch darauf, dass die Sonnencreme hypoallergen und frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen ist. In Wassernähe ist es gut, wenn das Produkt wasserfest ist. Allerdings kann das auch die Poren verstopfen und zu einem Hitzestau oder Hitzschlag führen. 

Wichtig: Nicht zu sparsam sein beim Eincremen! Wissenschaftler haben festgestellt, dass zu dünn aufgetragene Sonnenschutzmittel nicht die vorgesehene Wirkung zeigen. Und benutzen Sie gleich einen hohen Lichtschutzfaktor. Durch mehrmaliges Eincremen kann die berechnete Schutzwirkung nicht verlängert werden. Wiederholtes Eincremen macht trotzdem durchaus Sinn: Durch Abrieb vom Abtrocknen sowie Spielen im Sand oder Wasser geht Sonnencreme verloren. Darum soll danach erneut eingecremt werden.

Übrigens: Babyöl fördert die Lichtempfindlichkeit der Haut. Und Wassertropfen auf nackter Haut wirken wie ein Brennglas.

Welche Hautstellen sollten besonders gegen Sonne geschützt werden?

Gesicht, Hände und Beine, vor allem auch die empfindlichen Fussrücken, sollten Sie mit Sonnencreme oder –lotion mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 25, 40 und höher) eincremen. Nehmen Sie keine Gels, sie wirken austrocknend.

Wer dichtes Haar hat, ist vor UV-Strahlen geschützt. Sobald diese fehlen (Scheitel, Glatze, Rasur) ist die Haut komplett ungeschützt. Menschen mit einer Glatze oder ganz kurzen Haaren sollten sich mit einer geeigneten Kopfbedeckung besonders schützen.

Wie viel Sonnenschutzmittel muss man auftragen?

Geschützt vor der Sonne ist man nur, wenn genügend Sonnencreme oder -lotion aufgetragen wird. Das ist eine rechte Menge und ist nicht zu unterschätzen. Eine 200ml Packung reicht für eine erwachsene Person rund eine Woche - und dies ohne mehrmals täglich nachcremen!

Abrieb durch Abtrocknen mit dem Badetuch, Spielen im Sand, Baden im Wasser und längeres Verweilen in der Sonne erfordert immer ein Nachcremen. Manche Sonnenlotions sind bedingt wasserfest, zu sehr darf man sich aber nicht darauf verlassen.

Folgende Tabelle gibt Ihnen eine Orientierung für die ungefähr benötigten Menge pro Person und Alter:

Alter Aufzutragende Menge für den ganzen Körper entspricht
Bis 1 Jahr 10 ml 2 Teelöffel
Bis 4 Jahre 15 ml 3 Teelöffel
Bis 12 Jahre 25 ml 5 Teelöffel
Erwachsene 35 ml 7 Teelöffel

Fragen und Antworten zum Sonnenschutz

Die Haut bräunt, was bedeutet das?

Unter dem Einfluss der UV-Strahlen verdickt sich einerseits die Oberhaut, andererseits bilden Pigmentzellen der Haut den Farbstoff Melatonin und bewirken damit eine Bräunung. So versucht die Haut, sich vor UV-Strahlen zu schützen.

Die Haut "brennt", ist sie entzündet?

Ein Sonnenbrand ist eine akute Hautentzündung, ausgelöst durch übermässige UVB-Bestrahlung. Bei den ersten Anzeichen einer Rötung ist die maximal verträgliche UV-Dosis bereits überschritten. Falls der Sonnenbrand schmerzt oder wenn sich Blasen bilden, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

"Die Haut vergisst nicht", stimmt das?

In unseren Zellen befindet sich die DNA (Erbsubstanz). In der Erbsubstanz sind die Informationen gespeichert, die für die Entwicklung und den Stoffwechsel der Zellen notwendig sind. UV-Strahlen schädigen die Erbsubstanz. Bis zu einem gewissen Mass kann der Körper DNA-Schäden reparieren, jedoch können einzelne Zellen beschädigt bleiben und sich dann als Krebszellen entwickeln.

Kann die Haut wirklich altern?

Die UVA-Strahlen schädigen das Bindegewebe der Haut, was zu einer Abnahme der Elastizität der Haut und einer frühzeitigen Hautalterung führt.

Wie wirken Sonnenschutzmittel?

Sonnenschutzmittel unterstützen den Eigenschutz der Haut. Sie sollten immer einen umfassenden Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlung enthalten. Die eingesetzten UV-Filter werden in chemische (Umwandlung und Inaktivierung der UV-Strahlung) und in physikalische Filter (mineralische Pigmente, die UV-Strahlung reflektieren) unterteilt.

Bringt wiederholtes Auftragen von Sonnenschutzmittel etwas?

Es ist erwiesen, dass wiederholtes Auftragen von Sonnenschutzmittel keine Verdoppelung des Sonnenschutzfaktors bewirkt (2 x SF 30 entspricht nicht SF 60)! Ein wiederholtes Auftragen hilft aber zur Aufrechterhaltung des ausgewiesenen Sonnenschutzfaktors Ihrer Sonnencreme.

Wie wichtig ist ein wasserresistenter Sonnenschutz?

Durch Wasserkontakt kann bei einigen Präparaten ein Grossteil der Sonnenschutzwirkung verloren gehen. Verwenden Sie darum insbesondere beim Baden und Wassersport eine extra wasserresistente Sonnenschutzcreme.

Wann und wo sollten Sonnenschutzmittel verwendet werden?

Sonnenschutzmittel sollten schon einige Zeit (20 Minuten) vor dem Sonnenbaden reichlich auf die noch trockene Haut aufgetragen werden, so dass die Lotion oder Creme optimal einziehen kann. Vergessen Sie empfindliche Körperstellen wie Augenpartie, Nase und Ohren nicht.

Welche Sonnenprodukte sollten beim Sport oder bei starkem Schwitzen verwendet werden?

Bei sportlicher Aktivität ist es wichtig, dass Schweiss verdampfen und den Körper kühlen kann. Fette Salben und Lotionen behindern das Schwitzen. Daher sind bei starkem Schwitzen Sonnenschutzpräparate vorzuziehen, die wenig Lipide (Fette) enthalten sowie wasserresistent und schweissfest sind.

Was ist nach dem Sonnenbaden wichtig?

Die Sonne trocknet die Haut aus. Daher sollte die verlorene Feuchtigkeit wieder ersetzt werden. Pflegen Sie Ihre Haut mit einem Après-Soleil-Produkt. Diese Produkte enthalten oft Zusätze wie Dexpanthenol, Glycerin und Vitamin E. Ein "After Sun"-Pflegeprodukt in Gelform pflegt die Haut und bringt Wohlfühlpflege für sonnenbeanspruchte Haut und spendet so nachhaltig Feuchtigkeit.

Newsticker

Sonnenschutz von innen? | 01.07.2019

Karotten, Spinat, Feldsalat, Endivien, Grünkohl, Paprika, Tomaten, Aprikosen, Wassermelonen und viele andere Obst- und Gemüsesorten enthalten gelbe und orangefarbene Farbstoffe, sogenannte Carotine. Einige Carotine (das sogenannte Betacarotin oder Pro-Vitamin A) kann der Körper zu Vitamin A umwandeln, v.a. nach Zerkleinern, Erhitzen und Zugabe von Fett. Das ist wichtig für die Augengesundheit, für die Hautneubildung und die Abwehr von Krankheitserregern. Isst oder trinkt man regelmässig grössere Mengen dieser Nahrungsmittel oder nimmt man Betacarotin in Nahrungsergänzungsmitteln zu sich, lagert die Haut den Pflanzenfarbstoff ein und färbt sich orange-bräunlich. Dies kann ähnlich dem hauteigenen Pigment Melanin einen Teil der UV-Strahlung abwehren. Der "innere Sonnenschirm" bietet aber keinen ausreichenden Sonnenschutz, höchstens eine Ergänzung, und ersetzt keinesfalls eine Sonnencreme!

Sonnenschutz neu kaufen | 28.05.2019

Auch wenn der Sommer noch etwas auf sich warten lässt: Ausreichender Sonnenschutz ist bereits jetzt wichtig. Schauen Sie aber vor der Benutzung auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Liegt das Datum in der Vergangenheit, sollten Sie das Produkt nicht mehr verwenden, denn die Sonnencreme verliert ihre Wirkung, der Schutz lässt deutlich nach. Üblicherweise sollte Sonnencreme zwölf Monate lang einen verlässlichen Schutz bieten, wie auf der Verpackung vermerkt. Das gilt vom ersten Öffnen an. Nach Fristende ist die Wirkung der Sonnencreme nicht mehr garantiert, dann sollte man besser ein neues Produkt kaufen. Ausserdem sollte man zu einer frischen Sonnencreme greifen, wenn die Tubenöffnung verschmutzt ist. Dann könnten Keime hineingelangt sein. Dasselbe gilt, wenn die Creme merkwürdig riecht oder eine ungewohnte Konsistenz aufweist.

Schutz vor Sonne und Insekten | 01.07.2018

Viele Eltern sind sich unsicher. Gleichzeitig? Oder was zuerst? Und wie oft? Die Empfehlung: Auf keinen Fall gleichzeitig! Einerseits werden die aktiven und nicht ganz unbedenklichen Insektenabwehrstoffe dann stärker von der Haut aufgenommen, zweitens geht die Wirkung der UV-Filter verloren, wenn sofort danach etwas anderes aufgetragen wird. Wird zuerst die Mückenabwehr (Repellent) aufgetragen, schwächt sich deren Wirkung ab. So geht's: Am besten ist ein textiler Sonnenschutz (optimalerweise UV-Kleidung), imprägniert mit Insektenspray. An den freien Körperpartien wird zuerst Sonnencreme in ausreichender Menge aufgebracht und nach einer gewissen Zeit (ca. 30 Minuten) der Insektenschutz – am besten als Spray, da eine Lotion verrieben werden muss und dadurch der UV-Filter wieder teilweise entfernt wird. Kombinationspräparate sind nicht sinnvoll, da dann die UV-Filter zu dünn aufgetragen werden und der UV-Schutz nicht ausreicht.

Wieviel Sonnencreme? | 10.06.2018

Wie viel Sonnencreme brauche ich, um mich ausreichend zu schützen? Ein guter Anhaltspunkt ist die sogenannte Elf-Hände-voll-Regel. Von der Mittelfinger-Spitze bis zur Handwurzel wird eine Bahn mit Sonnenschutz gezogen; bei Kindern ist die Menge kleiner, weil die Hände kürzer sind. Diese sollte dann elf Mal auf dem Körper verteilt werden: Je eine auf jeden Arm, zwei Bahnen auf Bauch, Rücken und auf jedes Bein, und die elfte Hand ist für Gesicht, Hals und Dekolleté. Gerade diese letzten Stellen sind besonders wichtig. Auf diesen sogenannten Sonnenterrassen, dazu gehören vor allem Nase und Ohren, verbrennt die Haut schnell. Wichtig ist es, regelmässig nachzucremen, denn die Sonnencreme wird auch beim Schwitzen oder durch Kleidung vom Körper entfernt und ist dann nicht mehr wirksam. Das erneute Eincremen verlängert allerdings nicht die Schutzzeit! Um die Haut vor den gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, ist ein Lichtschutzfaktor (LFS) von 30 oder 50 am besten geeignet. Quelle: Apothekerverband Rheinland-Pfalz

Ab Stufe 3 ist Schutz angesagt! | 20.05.2017

Überall liest man, Kinder müssen ab einem UV-Index von 3 (mittlere Strahlungsstärke) vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, durch Sonnencreme, Kleidung, breitrandige Kopfbedeckung und Sonnenbrille mit UV-Filter. Aber wie findet man als besorgte Eltern den UV-Index für den jeweiligen Tag und die Region heraus? Ganz einfach: Jede Wettervorhersage gibt auch den UV-Index an. Das ist also schnell gecheckt, ob mit Smartphone, Tablet oder PC - einfach das örtliche Wetter aufrufen. Der UV-Index bewegt sich zwischen 0 (schwach) und 12 (extrem). Je höher der UV-Index, desto stärker und desto schädlicher ist die Sonnenstrahlung und desto besser muss man sich selbst und vor allem seine Kinder schützen.

Letzte Aktualisierung : 14-07-20, AS

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