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                              Mädchen mit Schwimmflügeln im Schwimmbad
                              ©
                              iStock

                              Schwimm­hil­fen


                              Kin­der lie­ben es, mit Schwimm­bret­tern und Schwimm­flü­geln, Schwimm­an­zü­gen und Schaum­stoff­rin­gen, Pool­nu­deln, Ba­de­in­seln und Gum­mi-En­ten über das Was­ser zu glei­ten. Kein Wun­der, dass El­tern gern Was­ser­spiel­zeug und Schwimm­hil­fen kau­fen, die meist für we­ni­ge Fran­ken zu ha­ben sind. Doch Ex­per­ten war­nen: Was­ser­spiel­zeu­ge sind kei­ne Schwimm­hil­fen! Und auch „Schwimm­hil­fen“ soll­te man eher als „Auf­triebs­hil­fe“ be­zeich­nen. Die Schaum­stoff­tei­le oder mit Luft ge­füll­ten Pro­duk­te ver­hin­dern nur das so­for­ti­ge Ab­sin­ken des Kin­des im Was­ser. Nur Ret­tungs­wes­ten schüt­zen vor dem Er­trin­ken und hal­ten ein Kind si­cher über Was­ser, selbst wenn es ohn­mäch­tig ist.

                              In­ter­view

                              Auf kei­nen Fall er­set­zen Schwimm­hil­fen die per­sön­li­che Auf­sicht. Die auf­blas­ba­ren Flü­ge­li sor­gen zwar bei den El­tern für ein si­che­res Ge­fühl, aber sie sind kei­ne Le­bens­ver­si­che­rung ge­gen das Er­trin­ken. Des­halb soll­te auch im Nicht­schwim­mer­be­reich bei klei­nen Kin­der im­mer ein Er­wach­se­ner in Griff­wei­te sein. Selbst in fla­chem Ge­wäs­ser kann ein Kind schnell aus­rut­schen, mit dem Kopf un­ter­tau­chen und kei­ne Luft mehr be­kom­men.

                              Und im tie­fen Was­ser, also dort, wo Kin­der nicht ste­hen kön­nen, ha­ben Schwimm­hil­fen grund­sätz­lich nichts zu su­chen. Kin­der, die noch nicht si­cher schwim­men, dür­fen nie al­lein ins Was­ser ge­hen, auch nicht mit Schwimm­hil­fen. Ein Kind kann in we­ni­ger als 20 Se­kun­den un­ter­ge­hen und er­trin­ken – und das fast im­mer laut­los, weil es in Schock­star­re ge­rät. El­tern soll­ten ihre Kin­der stets be­auf­sich­ti­gen oder am bes­ten ge­mein­sam mit ih­nen ins Was­ser ge­hen.

                              Schwimm­hil­fen müs­sen den Code „EN 13 138“ (eu­ro­päi­sche Si­cher­heits­norm für Schwimm­hil­fen) tra­gen. Zu­sätz­lich ist das GS-Zei­chen, das für „ge­prüf­te Si­cher­heit“ steht, ein wich­ti­ger Hin­weis. Be­ach­ten Sie aus­ser­dem beim Kauf die Al­ters- bzw. Ge­wicht­emp­feh­lun­gen der Her­stel­ler.

                              Schwimm(lern)hil­fen wer­den un­ter­teilt in drei Klas­sen:

                              Was­ser­spiel­zeu­ge wie Was­ser­tie­re, Schwimm­rin­ge, Luft­ma­trat­zen, Ba­de­in­seln, Schwimm­au­tos oder Kin­der­boo­te und Ähn­li­ches sind kei­ne Schwimm­hil­fen und tra­gen kei­nen Code! Mit ih­nen kann Ihr Kind leicht ab­rut­schen oder um­kip­pen. Wenn Ihr Kind mit sol­chen Ge­gen­stän­den ins Was­ser geht, heisst das für Sie im­mer, dass Sie in un­mit­tel­ba­rer Greif­nä­he sein müs­sen.

                              Mehr:


                              Was­ser übt eine na­he­zu ma­gi­sche An­zie­hungs­kraft auf Kin­der aus, kann aber auch le­bens­ge­fähr­lich sein für sie. Er­trin­ken ist in der Schweiz die zweit­häu­figs­te un­fall­be­ding­te To­des­ur­sa­che bei Kin­dern un­ter vier Jah­ren. Schon ab ei­ner Tie­fe von 10 Zen­ti­me­tern stel­len Ge­wäs­ser eine Ge­fahr für klei­ne Kin­der dar. Dar­um ist es wich­tig, dass Sie Ihr Kind stets im Auge be­hal­ten, wenn Was­ser in der Nähe ist.

                              Letzte Aktualisierung: 31.05.2018, BH
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