Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Vater gibt seiner kranken Tochter zu trinken
                              ©
                              GettyImages

                              Cola scha­det bei Durch­fall


                              Cola oder Li­mo­na­de scha­det Kin­dern, die an Er­bre­chen und Durch­fall lei­den, mehr als dass es ih­nen hilft. Die po­si­ti­ve Wir­kung zu­cker­hal­ti­ger Ge­trän­ke bei Ma­gen-Darm-Ent­zün­dun­gen sei ein My­thos, be­ton­te das Na­tio­nal In­sti­tu­te for Health and Cli­ni­cal Ex­cel­lence (NICE). In schlim­men Fäl­len müss­ten Kin­der un­ter fünf Jah­ren viel­mehr mit spe­zi­el­len Ge­trän­ken (Elek­tro­lyt­lö­sun­gen) ge­gen eine Aus­trock­nung (De­hy­drie­rung) be­han­delt wer­den. Ra­sches Han­deln sei er­for­der­lich, denn durch Er­bre­chen und Durch­fall ver­lie­ren sie rasch viel Flüs­sig­keit und da­mit wich­ti­ge Mi­ne­ra­li­en. So kön­ne ein Kran­ken­haus­auf­ent­halt ver­mie­den wer­den.

                              In Gross­bri­tan­ni­en lei­det die Hälf­te der Kin­der un­ter fünf Jah­ren laut BBC ein­mal im Jahr an Durch­fall oder Er­bre­chen. Bis zu ei­nem Fünf­tel muss ärzt­lich be­han­delt wer­den, fast 40.000 Kin­der so­gar we­gen der durch Flüs­sig­keits­man­gel ver­ur­sach­ten Sym­pto­me so­gar im Spi­tal. NICE geht da­von aus, dass man­che der schlimms­ten Fäl­le ver­hin­dert wer­den könn­ten, wenn El­tern und prak­ti­sche Ärz­te sich an die vor­ge­schla­ge­nen Richt­li­nen hal­ten wür­den.

                              Ste­phen Mur­phy, ein an der Ge­stal­tung der Richt­li­ni­en mit­wir­ken­der Ex­per­te für Ma­gen-Darm-Er­kran­kun­gen, be­ton­te, dass Cola und Li­mo­na­den oder Frucht­säf­te we­gen ih­res ho­hen Zu­cker­ge­halts den Zu­stand ver­schlim­mern. "Schwe­re Fäl­le von Durch­fall und Er­bre­chen, die zu ei­ner De­hy­dra­ti­on füh­ren, müs­sen so­fort mit ora­len Re­hy­dra­ti­ons­lö­sun­gen be­han­delt wer­den." Ent­schei­dend sei die Kom­bi­na­ti­on von Zu­cker und Salz in die­sen Ge­trän­ken (Re­zept s.u.).

                              NICE hat eine Check­lis­te er­ar­bei­tet, die El­tern da­bei hel­fen soll, ein­zu­schät­zen, ob ihre Kin­der de­hy­driert sind. Ent­schei­den­de Sym­pto­me sind Er­schöp­fung, ver­än­der­te An­sprech­bar­keit, Schwin­del, ein­ge­sun­ke­ne Au­gen, eine fah­le oder fle­cki­ge Haut so­wie kal­te Glied­mas­sen. Aku­te Durch­fäl­le, die län­ger als drei Tage an­dau­ern, ge­hö­ren in ärzt­li­che Be­hand­lung, bei Klein­kin­dern be­reits vor­her!

                              Trotz Übel­keit müs­sen Kin­der zum Trin­ken an­ge­hal­ten wer­den, wenn auch nur schluck­wei­se. Die Re­hy­dra­ti­ons­lö­sung gibt ih­nen die ver­lo­re­ne Flüs­sig­keit so­wie die le­bens­wich­ti­gen Mi­ne­ral­sal­ze zu­rück.

                              Das Re­zept für die­se Elek­tro­lyt­lö­sung:

                              • 0.5 Li­ter ab­ge­koch­tes Was­ser

                              • Ei­nen hal­ben Tee­löf­fel Salz

                              • 4 Tee­löf­fel Trau­ben­zu­cker oder Zu­cker

                              • Et­was Oran­gen­saft zum Ab­schme­cken

                              Emp­feh­lung der Kin­der­ärz­te

                              Kinderärztin untersucht einen kleinen Jungen

                              Bei Kindern mit mittlerem oder grossem Flüssigkeitsverlust (z. Bsp. bei einer Magen-Darm-Grippe mit Erbrechen und/oder Durchfall) sollte die fehlende Flüssigkeit durch den Mund und nicht als Infusion zugeführt werden. MEHR DAZU

                              Letzte Aktualisierung: 06.04.2021, BH
                              Anzeige
                              Anzeige