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                              Kinderbein in Gips

                              Was tun bei Ver­dacht auf Kno­chen­bruch?


                              Kin­der spie­len, to­ben und klet­tern ger­ne. Ver­let­zun­gen und Stür­ze kann man lei­der nicht im­mer aus­schlie­ßen. Wir emp­feh­len Ih­nen, was Sie be­ach­ten soll­ten, wenn al­les nach ei­nem Bein­bruch aus­sieht. Auf ei­nen Kno­chen­bruch kön­nen hin­wei­sen:

                              • ein Stück des Kno­chens dringt nach au­ßen durch die Haut (of­fe­ner Bruch),

                              • es zei­gen sich un­na­tür­li­che Ver­for­mun­gen,

                              • es be­stehen star­ke Schmer­zen (vor al­lem bei ak­ti­ver oder pas­si­ver Be­we­gung),

                              • ein star­ker Blut­erguss oder eine deut­li­che Schwel­lung.

                              Prel­lun­gen, Zer­run­gen, Ver­ren­kun­gen und Ver­stau­chun­gen kön­nen je­doch auch sehr schmerz­haft sein, oft schmerz­haf­ter als ein Bruch.

                              Ers­te Hil­fe bei Ver­let­zun­gen, die nach ei­nem Kno­chen­bruch aus­se­hen:


                              • Stel­len Sie die ver­letz­te Stel­le ru­hig. Dies ver­mei­det Schmer­zen und wei­te­re Schä­di­gun­gen an Ner­ven­fa­sern oder Blut­ge­fä­ßen. Bei klei­ne­ren Kno­chen, wie z.B. am Un­ter­arm hilft ein Drei­ecks­tuch, um den Arm in eine sta­bi­le Po­si­ti­on zu brin­gen.

                              • Ein of­fe­ner Bruch soll­te un­be­dingt ste­ril ab­ge­deckt und un­ver­züg­lich ärzt­lich ver­sorgt wer­den.

                              • Bei ei­nem Ver­dacht auf Ver­let­zun­gen an Kopf, Schul­ter, Brust­korb, Ober­arm, Wir­bel­säu­le, Be­cken oder Ober­schen­kel soll­ten Sie den Not­arzt an­ru­fen.

                              • Ge­ra­de bei Kopf­ver­let­zun­gen hilft es, den Ober­kör­per hoch zu la­gern, um den Kopf zu ent­las­ten. Platz­wun­den am Kopf wer­den mit ei­nem Ver­band ver­sorgt.

                              • Ver­ren­kun­gen soll­ten wie ein Kno­chen­bruch be­han­delt wer­den. Stel­len Sie den Kör­per­teil ru­hig und las­sen Sie die­sen nur durch ei­nen Arzt wie­der ein­ren­ken.

                              • Eine Küh­lung der be­trof­fe­nen Stel­len tut gut, Blut­ergüs­se wer­den ge­hemmt und Schwel­lun­gen ge­hen schnel­ler wie­der zu­rück.

                              • Auch bei Zer­run­gen oder Stau­chun­gen hilft es, die­se zu küh­len und hoch zu la­gern.

                              Fah­ren Sie im­mer in die Kli­nik, wenn Sie un­si­cher sind, vor al­lem dann wenn Ihr Kind klein ist und sich noch nicht ge­nau aus­drü­cken kann.

                              Meist be­tref­fen Frak­tu­ren im Ju­gend­al­ter die lan­gen Röh­ren­kno­chen – am häu­figs­ten die Kno­chen im Un­ter­arm. Die Lage des Bruchs und die Ver­schie­bung der Frak­tu­ren ent­schei­den dar­über, ob ope­riert wer­den muss. So­ge­nann­te Wulst­brü­che und Grün­holz­brü­che, bei de­nen der Kno­chen nur we­nig oder gar nicht ver­formt ist, kön­nen in der Re­gel kon­ser­va­tiv mit Ru­hig­stel­lung be­han­delt wer­den. Aber auch Brü­che, die mit ei­ner Fehl­stel­lung ein­her­ge­hen, müs­sen nicht im­mer ope­riert wer­den. Dies gilt vor al­lem für den Ober- und Un­ter­arm. Un­fall­chir­ur­gen sa­gen: Je jün­ger der Pa­ti­ent ist und je nä­her die Frak­tur an ei­ner noch ak­ti­ven Wachs­tums­fu­ge liegt, des­to eher wach­sen sich Fehl­stel­lun­gen von selbst wie­der aus. Denn das Län­gen­wachs­tum der Kno­chen beim Kind wirkt be­gra­di­gend, so­dass sich ei­ni­ge Fehl­stel­lun­gen von selbst aus­glei­chen. Vie­len jun­gen Pa­ti­en­ten bleibt so die Be­las­tung ei­ner Ope­ra­ti­on und ei­ner Nar­ko­se er­spart.

                              Letzte Aktualisierung: 16.01.2020, BH
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