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                              Hyposensibilisierung
                              ©
                              iStock

                              Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung bei Kin­dern


                              Bei ei­ner All­er­gie re­agiert das Ab­wehr­sys­tem über­schies­send auf be­stimm­te All­er­gie­aus­lö­ser (= All­er­ge­ne). Me­di­ka­men­te zei­gen nicht im­mer die er­wünsch­te Wir­kung. Eine recht­zei­ti­ge Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung – auch fälsch­lich „Heu­schnup­fen­imp­fung“ ge­nannt, rich­tig: spe­zi­fi­sche Im­mun­the­ra­pie (SIT) oder auch All­er­gen-Im­mun­the­ra­pie - kann da­ge­gen die all­er­gi­schen Be­schwer­den lin­dern, den Me­di­ka­men­ten­ver­brauch ein­schrän­ken und auch das Ri­si­ko für Fol­ge­er­kran­kun­gen wie Bron­chi­al­asth­ma re­du­zie­ren. Das ist be­son­ders für Kin­der wich­tig.

                              Mit der De­sen­si­bi­li­sie­rung oder Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung wird dem Kör­per wie­der­holt ein All­er­gie­aus­lö­ser in stei­gen­der Do­sie­rung zu­ge­führt, bis die­se über­schies­sen­de Im­mun­re­ak­ti­on nicht mehr ein­tritt und das Ab­wehr­sys­tem den All­er­gie­aus­lö­ser to­le­riert. Die Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung setzt so bei den Ur­sa­chen der All­er­gie­ent­ste­hung an.

                              Sinn­voll ist sie un­ter fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen:

                              • Es muss sich um eine IgE-ver­mit­tel­te All­er­gie vom So­fort­typ (also z.B. Heu­schnup­fen, all­er­gi­sches Asth­ma bron­chia­le, In­sek­ten­gift­all­er­gie) han­deln.

                              • Der Aus­lö­ser muss durch All­er­gie­tes­tung ein­deu­tig iden­ti­fi­ziert sein.

                              • Eine Mei­dung des All­er­gie­aus­lö­sers ist nicht oder nicht aus­rei­chend mög­lich.

                              • Eine nach­ge­wie­sen wirk­sa­me The­ra­pie steht nicht zur Ver­fü­gung.

                              • Die Be­hand­lung muss über meh­re­re Jah­re kon­se­quent durch­führ­bar sein.

                              • Das Kind soll­te min­des­tens 5-6 Jah­re alt sein (Aus­nah­me: be­droh­li­che In­sek­ten­gift­all­er­gi­en).

                              Die Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rungs­be­hand­lung ist im Kin­des- und Ju­gend­al­ter be­son­ders er­folg­ver­spre­chend. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de, vor al­lem aber ist das Ab­wehr­sys­tem bei Kin­dern noch be­son­ders lern-, also auch ver­än­de­rungs­fä­hig. Auch hat man es meist nur mit ei­nem und nicht be­reits mit ei­ner Viel­zahl von All­er­gie­aus­lö­sern zu tun.

                              Bei Pol­len­all­er­gi­en kann die spe­zi­fi­sche Im­mun­the­ra­pie ent­we­der das gan­ze Jahr hin­durch oder auch nur aus­ser­halb der Pol­len­sai­son durch­ge­führt wer­den. Bei Mil­ben-, Tier­haar- und In­sek­ten­gift­all­er­gi­en wird grund­sätz­lich ganz­jäh­rig be­han­delt. Die Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung bei In­sek­ten­gift­all­er­gie wird meist als Schnell­hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung mit ra­scher Do­sis­stei­ge­rung in­ner­halb we­ni­ger Tage bis zur Er­hal­tungs­do­sis be­gon­nen. Dies muss al­ler­dings un­ter sta­tio­nä­ren Be­din­gun­gen im Kran­ken­haus ge­sche­hen. Die Fort­füh­rung der In­jek­ti­ons­be­hand­lung kann dann am­bu­lant er­fol­gen.

                              Die am häu­figs­ten an­ge­wen­de­te und wirk­sams­te Form der Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung ist die so­ge­nann­te sub­cu­ta­ne Im­mun­the­ra­pie (SCIT). Hier­bei wird das All­er­gen in der Re­gel an­fangs meist wö­chent­lich, spä­ter mo­nat­lich über ei­nen Zeit­raum von drei (zum Teil auch bis zu fünf) Jah­ren am Ober­arm un­ter die Haut ge­spritzt. Ge­rin­ge Schwel­lun­gen an der Ein­stich­stel­le sind eine recht häu­fi­ge Be­gleit­erschei­nung. Bei star­ken ört­li­chen Schwel­lun­gen wird die Nach­be­ob­ach­tungs­zeit von min­des­tens 30 Mi­nu­ten in der Pra­xis ver­län­gert, eine ört­li­che Küh­lung durch­ge­führt und ein An­ti­hist­ami­ni­kum oder evtl. ein Kor­ti­son­prä­pa­rat ver­ab­reicht. In sel­te­nen Fäl­len (bei we­ni­ger als je­der 1000s­ten Sprit­ze) kön­nen All­ge­mein­re­ak­tio­nen wie Juck­reiz, Haut­aus­schlag, Un­wohl­sein oder Hus­ten, manch­mal auch Atem­not, Herz­klop­fen oder Schwin­del auf­tre­ten.

                              Bei der sub­lin­gua­len Im­mun­the­ra­pie (SLIT) wird das All­er­gen täg­lich in Trop­fen­form oder als Ta­blet­te un­ter die Zun­ge ge­bracht. Die ers­te Do­sis muss un­ter Be­ob­ach­tung in der Arzt­pra­xis ver­ab­reicht wer­den. Bis zum Jah­re 2009 konn­te für die sub­lin­gua­le Im­mun­ter­apie (SLIT) im Kin­des­al­ter kei­ne über­zeu­gen­de Wirk­sam­keit ge­zeigt wer­den. In­zwi­schen lie­gen zwei Stu­di­en mit Grä­ser­ta­blet­ten bei Kin­dern mit Heu­schnup­fen vor, wel­che eine deut­li­che Ver­min­de­rung der Sym­pto­me und des Me­di­ka­men­ten­ver­brauchs ge­zeigt ha­ben. Die Da­ten der nächs­ten Jah­re wer­den aber noch zei­gen müs­sen, wie lan­ge die Wir­kung der SLIT an­hält, wie gut sie bei Asth­ma wirkt, ob sie auch die Ent­ste­hung neu­er All­er­gi­en ver­min­dern kann und wie vie­le Kin­der über­haupt über drei Jah­re hin­weg täg­lich die­se The­ra­pie kon­se­quent durch­hal­ten. Die SLIT wid bei Kin­dern da­her nur mit Prä­pa­ra­ten mit nach­ge­wie­se­ner Wirk­sam­keit emp­foh­len, wenn eine sub­cu­ta­ne Im­mun­the­ra­pie nicht in Fra­ge kommt. Als Ne­ben­wir­kung gibt es häu­fig Ju­cken und Schwel­lun­gen im Mund, sel­ten All­ge­mein­re­ak­tio­nen wie bei der SCIT.

                              Grund­sätz­lich soll­ten am Tage der Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung star­ke kör­per­li­che Be­las­tun­gen ver­mie­den wer­den. Ste­hen Schutz­imp­fun­gen an, ge­nügt ein Ab­stand von 1 bis 2 Wo­chen zwi­schen Schutz­imp­fung und Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rungs­sprit­ze.

                              Die Er­folgs­ra­te der Hy­po­sen­si­bi­li­sie­rung ist am höchs­ten (über 90%) bei In­sek­ten­gift­all­er­gi­en mit be­droh­li­chen Sym­pto­men. Bei Pol­len­all­er­gie (z.B. All­er­gie ge­gen Grä­ser- oder Bir­ken­pol­len etc.) ist eine Sym­ptom­bes­se­rung in bis über 80% der Fäl­le zu er­war­ten.

                              Der Lang­zeit­ef­fekt der SCIT ge­gen Pol­len ist bis­her über ei­nen Zeit­raum von 12 Jah­ren be­legt.

                              Quel­le: www.aha.ch

                              www.ki­spi.uzh.ch (Uni­ver­si­täts-Kin­der­spi­tal Zü­rich)

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