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Ich bin fünf Tage über dem Ter­min und nichts tut sich. Mein Frau­en­arzt hat jetzt von ei­ner Mut­ter­mund­deh­nung ge­spro­chen. Ist das schmerz­haft?

Die Mut­ter­mund­deh­nung (auch Ei­pol­lö­sung oder Zer­vix-Strip­ping ge­nannt) ge­hört wie die künst­li­che Er­öff­nung der Frucht­bla­se (Am­nio­to­mie) zu den me­cha­ni­schen Me­tho­den der We­hen­an­re­gung. Er­folg­ver­spre­chend ist sie al­ler­dings nur, wenn die Ge­bär­mut­ter we­hen­be­reit ist. Des­halb wird die­se Form der Ge­burts­ein­lei­tung nicht vor der 40. SSW aus­ge­führt, und auch dann nur, wenn der Mut­ter­mund be­reits leicht ge­öff­net ist.

Der Ge­burts­hel­fer oder die Heb­am­me geht da­bei mit ei­nem Fin­ger in den Mut­ter­mund hin­ein. Mit ei­ner dre­hen­den Be­we­gung wird der in­ne­re Mut­ter­mund mas­siert. Da­bei wer­den Hor­mo­ne (Pro­sta­glan­di­ne) aus­ge­schüt­tet, die eine Rei­fung des Mut­ter­mun­des be­wir­ken und so zu We­hen füh­ren kön­nen. Neue­re Stu­di­en ha­ben ge­zeigt, dass Frau­en, die ab dem Ge­burts­ter­min eine oder meh­re­re Ei­pol­lö­sun­gen er­hiel­ten, we­ni­ger oft mit Me­di­ka­men­ten ein­ge­lei­tet wur­den und es we­ni­ger oft zu ei­ner Über­tra­gung kam, als wenn die In­ter­ven­ti­on nicht an­ge­wen­det wur­de. Die Ei­pol­lö­sung kann al­ler­dings schmerz­haft sein und leich­te, aber un­be­denk­li­che Blu­tun­gen aus­lö­sen.

Auf­grund der mög­li­chen po­si­ti­ven Wir­kun­gen und der ver­gleichs­wei­se harm­lo­sen Ne­ben­wir­kun­gen soll­te die Mut­ter­mund­deh­nung be­reits vor ei­ner Ein­lei­tung mit Me­di­ka­men­ten durch­ge­führt wer­den. Spre­chen Sie mit Ih­rer Fach­per­son dar­über.

Le­sen Sie hier, wel­che Al­ter­na­ti­ven zur Ge­burts­ein­lei­tung mit Me­di­ka­men­ten es gibt...

Letzte Aktualisierung: 23.06.2020, BH / Hebammenteam
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