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                              Frühgeborenes auf der Brust des Vaters
                              ©
                              GettyImages

                              Eine sehr frü­he Ge­burt be­ein­flusst die Per­sön­lich­keit


                              Wis­sen­schaft­ler des In­sti­tu­te of Psych­ia­try am Lon­do­ner King’s Col­le­ge un­ter­such­ten Teen­ager im Al­ter von 18 und 19 Jah­ren, die zu früh ge­bo­ren wor­den wa­ren und ver­gli­chen ihre Wer­te mit je­nen von Al­ters­ge­nos­sen mit ei­nem nor­ma­len Ge­burts­ter­min. Das Er­geb­nis: Sehr ver­früht auf die Welt ge­kom­men zu sein, kann die Per­sön­lich­keit ei­nes Kin­des bis ins Er­wach­se­nen­al­ter be­ein­flus­sen. Es zeig­te sich, dass vor al­lem zu früh ge­bo­re­ne Mäd­chen eher dazu neig­ten ängst­lich und zu­rück­ge­zo­gen zu sein. Zu­sätz­lich schie­nen sie un­ter ei­nem hö­he­ren De­pres­si­ons­ri­si­ko zu lei­den. Die Er­geb­nis­se der Stu­die wur­den in dem Fach­ma­ga­zin Pe­diatrics ver­öf­fent­licht.

                              Die Wis­sen­schaf­ter be­ur­teil­ten 108 jun­ge Er­wach­se­ne, die zwi­schen 1979 und 1981 vor der 33. Schwan­ger­schafts­wo­che ge­bo­ren wor­den wa­ren. Sie wur­den an­schlies­send mit 67 Gleich­alt­ri­gen ver­gli­chen, die ter­min­ge­reicht auf die Welt ge­kom­men wa­ren. Alle Teil­neh­mer wur­den er­sucht, ei­nen Fra­ge­bo­gen zur Per­sön­lich­keit aus­zu­fül­len. Es wur­de zum Bei­spiel nach Stim­mungs­schwan­kun­gen ge­fragt oder da­nach, ob die Teil­neh­mer das Zu­sam­men­ar­bei­ten mit an­de­ren ge­nos­sen.

                              Die Er­geb­nis­se leg­ten nahe, dass die zu früh Ge­bo­re­nen über ge­rin­ge­re Wer­te bei der so ge­nann­ten Ex­tra­ver­si­on ver­füg­ten. Da­bei han­delt es sich um ein Per­sön­lich­keits­merk­mal, das sich am ehes­ten mit dem "Sich-ak­tiv-der-Um­welt-Zu­wen­den, Aus-sich-Her­aus­ge­hen" be­schrei­ben lässt. Die­se Er­geb­nis­se le­gen nahe, dass es sich bei die­sen Teil­neh­mern um we­ni­ger selbst­si­che­re und kon­takt­freu­di­ge Per­sön­lich­kei­ten han­del­te. Zu­sätz­lich ver­füg­ten sie bei dem Per­sön­lich­keits­merk­mal Neu­ro­ti­zis­mus über hö­he­re Wer­te. Da­mit kön­nen eine er­höh­te Ängst­lich­keit, eine schlech­te­re Stim­mung und ein ge­rin­ge­res Selbst­wert­ge­fühl ein­her­ge­hen.

                              Mäd­chen wa­ren eher von der ver­früh­ten Ge­burt be­ein­flusst. Der lei­ten­de Wis­sen­schaf­ter Mat­thew Al­lin er­klär­te, dass die­se Er­geb­nis­se nahe leg­ten, dass ein sehr frü­her Ge­burts­ter­min zu ei­ner Prä­dis­po­si­ti­on für eine Per­sön­lich­keit füh­ren kann, die eher de­pres­siv wird oder an ei­ner Angst­stö­rung er­krankt. Die Stu­die un­ter­such­te nicht, war­um eine frü­he Ge­burt die Per­sön­lich­keit be­ein­flus­sen kann. Al­lin nann­te aber ei­ni­ge mög­li­che Er­klä­run­gen. So sei es denk­bar, dass eine ver­früh­te Ge­burt mit ei­ner Schä­di­gung des Ge­hirns in Zu­sam­men­hang, mög­li­cher­wei­se mit ei­ner In­fek­ti­on, in Zu­sam­men­hang, ste­he. Zu­sätz­lich sei es vor­stell­bar, dass der Ein­satz ei­nes Brut­kas­tens zu Schwie­rig­kei­ten in der Bil­dung ei­ner Bin­dung zwi­schen El­tern und Kind füh­ren könn­te. Es sei aber eben­falls mög­lich, dass die Per­sön­lich­keit bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad in den Ge­nen an­ge­legt ist. Die Wis­sen­schaf­ter pla­nen wei­te­re Un­ter­su­chun­gen um zu klä­ren, wel­ches die­ser Er­klä­rungs­mo­del­le kor­rekt ist.

                              Letzte Aktualisierung: 04.05.2021, BH
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