Geburt nach 45: Höheres Risiko für Frühgeburt und Komplikationen
Kinder älterer Mütter haben ein höheres Risiko für Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht, niedrigen Blutzucker, einen tieferen Apgar-Wert und Totgeburt als Babys von Müttern im Alter von 35 bis 39 Jahren. Das höchste Risiko besteht bei Babys von Müttern, die 45 Jahre und älter sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine schwedische Studie, die in der Zeitschrift "Acta Paediatrica" veröffentlicht worden ist.
Das Forschungsteam untersuchte Daten aus dem schwedischen nationalen medizinischen Geburtenregister, das alle Schwangerschaften ab der 22. Woche erfasst, die zur Geburt führen. Insgesamt wurden 312'221 Kinder, die von 2010 bis 2022 von Frauen über 34 Jahren geboren wurden, in die Studie einbezogen. Zwillingsgeburten wurden ausgeschlossen. Die Babys wurden je nach Alter der Mutter in drei Gruppen eingeteilt: 35 bis 39 Jahre, 40 bis 44 Jahre und 45 Jahre oder älter. Die Forschenden interessierten sich insbesondere dafür, wie es sich auf die Gesundheit des Kindes auswirkt, wenn die Mutter älter ist als 39 Jahre. Die Kinder von Müttern, die zwischen 35 und 39 Jahre alt waren, dienten daher in der Studie als Referenzgruppe.
In der Gruppe der 35- bis 39-jährigen Mütter traten Frühgeburten in 4,8 Prozent der Fälle auf. Bei den 40- bis 44-jährigen Frauen lag dieser Anteil bei 6,1 Prozent, bei den Frauen, die 45 Jahre oder älter waren, bei 8,4 Prozent. Totgeburten sind in Schweden insgesamt sehr selten. Es zeigte sich aber, dass diese bei Frauen, die 45 Jahre oder älter waren, bei 0.83 Prozent der Schwangerschaften auftraten. Bei den Frauen im Alter von 35 bis 39 Jahren lag die Rate bei 0,42 Prozent. Frühere Studien konnten bereits aufzeigen, dass ein Zusammenhang besteht zwischen einem fortgeschrittenen mütterlichen Alter und einem niedrigen Geburtsgewicht. Die vorliegende Studie zeigt nun, dass dieses Risiko mit dem Alter der Mütter weiter zunimmt.
Das Forschungsteam weist darauf hin, dass schwerwiegende negative Folgen für Neugeborene insgesamt selten waren. Die Risiken seien aber bei den Müttern im fortgeschrittenen oder sehr fortgeschrittenen Alter höher als in der jüngeren Referenzgruppe. Gesundheitsdienstleister sollten deshalb Frauen dafür sensibilisieren, welche Risiken im Zusammenhang mit einem aufgeschobenen Kinderwunsch bestehen.
Quelle: Acta Paediatrica