Herzinsuffizienz

Eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist oft die Folge eines Herzfehlers. Sie resultiert aus dem allmählichen Versagen des kranken Herzens gegenüber der geforderten Leistung.

Das herzschwache Kind ist schnell erschöpft und trinkt schlecht. Es schwitzt stark und kann eine blässlich-gräuliche Hautfarbe haben. Oft gedeiht das kranke Kind nicht gut. Es atmet schneller und angestrengter. Ausserdem lagert es häufig Wasser im Körpergewebe ein, was besonders an den Beinchen und Augenlidern als Schwellung auffällt. Pumpt das Herz nicht kräftig genug, staut sich das Blut vor dem Herzen zurück. Als Folge vergrössert sich die Leber (sogenannte „Stauungsleber“). Alle diese Anzeichen können sich manchmal sehr langsam entwickeln, sollten bei Kindern mit Herzerkrankung jedoch immer ein Warnzeichen sein.

Hat Ihr Kind einen Herzfehler und stellen Sie einige dieser Zeichen fest, sollten Sie sofort Kontakt zu Ihrem betreuenden Kinderarzt, Ihrer Kinderärztin aufnehmen, der Sie dann – falls noch nicht geschehen – an einen Kinderkardiologen (Herzspezialisten) verweisen wird.

Wie stark die Herzinsuffizienz ist, kann durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens und ein EKG (Elektrokardiogramm) eingeschätzt werden. Eine Behandlung wird dann abhängig vom zugrundeliegenden Krankheitsbild eingeleitet: Es kann sein, dass das herzkranke Kind Medikamente braucht, die das Herz entlasten, damit es wieder kräftiger pumpen kann. Es kann auch sein, dass eine Operation des Herzfehlers bald durchgeführt werden muss.

Stand: 04/16, BH