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                              Frühchen geborgen  beim Bonding

                              Früh­ge­bo­re­ne


                              Ba­bys, die vor Ende der 37. Schwan­ger­schafts­wo­che (vom ers­ten Tag der letz­ten Pe­ri­ode an ge­rech­net) ge­bo­ren wer­den, sind Früh­ge­bur­ten. 5-10% al­ler Kin­der kom­men so früh auf die Welt.

                              Wel­che Chan­cen hat ein Früh­chen?


                              Die er­mu­ti­gen­den Fort­schrit­te im Be­reich der in­ten­siv­me­di­zi­ni­schen Be­treu­ung von Früh­ge­bo­re­nen dür­fen nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass sehr un­rei­fe Früh­ge­bo­re­ne im­mer noch eine Her­aus­for­de­rung an die Neu­ge­bo­re­nen­me­di­zin (Neo­na­to­lo­gie) dar­stel­len. Je frü­her ein Baby ge­bo­ren wird und je leich­ter es ist, umso schlech­ter sind sei­ne Chan­cen, ohne me­di­zi­ni­sche Hil­fe zu über­le­ben. Da­bei zählt je­der Tag, der noch im Mut­ter­leib ge­won­nen wer­den kann! Ob ein Baby in der 25. oder in der 28. Schwan­ger­schafts­wo­che ge­bo­ren wird, macht ei­nen ge­wal­ti­gen Un­ter­schied aus.

                              Und die Ri­si­ken bei ei­ner Früh­ge­burt?


                              Die meis­ten Or­gan­sys­te­me von Früh­ge­bo­re­nen sind nicht voll aus­ge­reift und da­her noch nicht in vol­lem Um­fang funk­ti­ons­fä­hig. Früh­ge­bo­re­ne kön­nen zum Bei­spiel ihre Kör­per­tem­pe­ra­tur nicht selbst­stän­dig re­gu­lie­ren. Eine Neu­ge­bo­re­nen-Gelb­sucht tritt bei Früh­ge­bo­re­nen häu­fi­ger auf, da ihre Le­ber noch sehr un­aus­ge­reift ist und die nor­ma­len Bi­li­ru­bin­men­gen nicht be­wäl­ti­gen kann. Ihr Im­mun­sys­tem ist zu­dem noch zu schwach, um In­fek­tio­nen er­folg­reich zu be­kämp­fen. Die wert­vol­len An­ti­kör­per, wel­che die Mut­ter über die Pla­zen­ta an das un­ge­bo­re­ne Kind wei­ter­gibt, sind noch nicht aus­rei­chend vor­han­den. Durch hy­gie­ni­sche Mass­nah­men und wenn mög­lich Mut­ter­milch­er­näh­rung, kann man die Ge­fahr von In­fek­tio­nen ein­schrän­ken. Der noch un­rei­fe Ver­dau­ungs­trakt des Früh­ge­bo­re­nen kommt mit die­ser Form der Er­näh­rung (evtl. mit An­rei­che­run­gen) oh­ne­hin meist am bes­ten zu­recht.

                              Das Ge­hirn ist noch sehr un­reif und sei­ne Blut­ge­fäs­se noch so zart, dass durch Ein­blu­tung oder Min­der­durch­blu­tung be­stimm­te Hirn­re­gio­nen leicht ge­schä­digt wer­den kön­nen. Als Fol­ge zeigt sich beim Kind dann häu­fi­ger eine Ce­re­b­ral­pa­re­se, frü­her oft als spas­ti­sche Kin­der­läh­mung (ze­re­b­ra­le Kin­der­läh­mung) be­zeich­net. Die­se schwe­re kör­per­li­che Be­hin­de­rung ist oft erst nach drei Mo­na­ten ein­deu­tig zu dia­gnos­ti­zie­ren. Wäh­rend die Ce­re­b­ral­pa­re­se bei voll­stän­dig aus­ge­tra­ge­nen Neu­ge­bo­re­nen nur ein­mal un­ter 1000 Kin­dern auf­tritt, ist sie bei 1500g schwe­ren Früh­ge­bo­re­nen 50 mal und bei 1000 g schwe­ren Früh­ge­bo­re­nen so­gar 100 mal so häu­fig. Bei Kin­dern, die mit etwa 500 g und nach 25 Wo­chen Schwan­ger­schaft ge­bo­ren wer­den, muss bei ei­nem Vier­tel der Über­le­ben­den mit ei­ner Ce­re­b­ral­pa­re­se ge­rech­net wer­den.

                              Sehr un­rei­fe Früh­ge­bo­re­ne sind be­son­ders durch eine Schä­di­gung der Netz­haut ge­fähr­det, denn in die­sem frü­hen Sta­di­um ist die Ent­wick­lung der Netz­haut noch nicht ab­ge­schlos­sen. Eine ver­än­der­te Kon­zen­tra­ti­on von Sauer­stoff in der Atem­luft kann wäh­rend die­ser Pha­se das Wachs­tum der Blut­ge­fäs­se im Auge an­re­gen. Die Adern be­gin­nen dann, un­kon­trol­liert zu wu­chern. Tritt aus den Ge­fäs­sen Flüs­sig­keit aus, droht den Neu­ge­bo­re­nen eine Netz­haut­ab­lö­sung (Früh­ge­bo­re­nen-Re­ti­no­pa­thie).

                              War­um Früh­ge­bo­re­ne noch nicht gleich nach Hau­se dür­fen


                              At­mung und Herz-Kreis­lauf Funk­ti­on müs­sen bei Früh­ge­bo­re­nen gut über­wacht wer­den, da­mit kei­ne ge­fähr­li­chen Pau­sen ein­tre­ten. Auch kommt es bei Früh­ge­bo­re­nen durch ihre Lun­gen­un­rei­fe und ei­nen Man­gel an Sur­fac­tant-Fak­tor häu­fig zu ei­nem Atem­not­syn­drom.

                              Die in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Be­treu­ung in ei­nem Brut­kas­ten (In­ku­ba­tor) gibt dem Früh­ge­bo­re­nen Schutz und Zeit. Es kann so in Ruhe die Ent­wick­lung, die ei­gent­lich noch im Mut­ter­leib hät­te statt­fin­den sol­len, nach­ho­len. Die El­tern wer­den auf der In­ten­siv­sta­ti­on so viel wie mög­lich in die Pfle­ge des Kin­des mit ein­be­zo­gen. Eine ganz wich­ti­ge Me­tho­de ist da­bei das so­ge­nann­te "Kän­gu­ru­hen".

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Das Baby muss dann nicht mehr in den Brut­kas­ten, wenn es "reif" ge­nug ist, d.h. wenn sei­ne so­ge­nann­ten Vi­tal­funk­tio­nen un­ab­hän­gig funk­tio­nie­ren. Dazu ist schon ein­mal wich­tig, dass es sei­ne Kör­per­tem­pe­ra­tur selbst auf­recht­erhal­ten kann. Ist sei­ne Lun­gen­funk­ti­on aus­rei­chend, braucht es auch nicht …
                              Ja, das ist so­gar un­ter ge­wis­sen Vor­aus­set­zun­gen so­gar sehr wich­tig für die Ent­wick­lung Früh­ge­bo­re­ner. Die El­tern kön­nen nach kur­zer An­lei­tung durch das Pfle­ge­per­so­nal und un­ter Be­rück­sich­ti­gung be­stimm­ter hy­gie­ni­scher Be­din­gun­gen ihr Baby strei­cheln und bald auch ak­tiv ver­sor­gen, d.h. wi­ckeln und …
                              Nor­ma­ler­wei­se be­ginnt der An­spruch auf das Mut­ter­schafts­geld erst mit der Ge­burt des Kin­des. Wenn aber ein Neu­ge­bo­re­nes (z.B. ein Früh­ge­bo­re­nes) wäh­rend min­des­tens 3 Wo­chen im Spi­tal blei­ben muss, wür­de sich die Zeit, wäh­rend der sich die Mut­ter zu Hau­se um das Kind küm­mern könn­te, ver­kür­zen. Dies …
                              Auch wenn Ih­nen Ihr Baby noch klein und schmäch­tig vor­kommt, ist die Imp­fung für sei­nen Schutz be­son­ders wich­tig, denn zu früh ge­bo­re­ne Kin­der ha­ben von der Mut­ter we­ni­ger Ab­wehr­stof­fe mit­be­kom­men (Nest­schutz) und ihr Im­mun­sys­tem ist noch nicht im sel­ben Mas­se aus­ge­prägt wie das zeit­ge­recht …
                              Ein Kai­ser­schnitt ist für ein un­rei­fes Kind der schon­ends­te Weg ins Le­ben. Des­halb wird bei sol­chen Kin­dern häu­fig ein Kai­ser­schnitt durch­ge­führt. Ist das Baby reif ge­nug für die Stra­pa­zen ei­ner va­gi­na­len Ge­burt, kann aber auch ein Früh­ge­bo­re­nes auf na­tür­li­chem Weg ge­bo­ren wer­den. Das kann aber …

                              Und die lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung nach ei­ner Früh­ge­burt?


                              Ba­bys, die zwi­schen der 34. und 37. Schwan­ger­schafts­wo­che ge­bo­ren wer­den, ha­ben in spe­zia­li­sier­ten Zen­tren (so­ge­nann­ten Pe­ri­na­tal­zen­tren) in­zwi­schen kaum noch Pro­ble­me. In­so­fern ist Früh­ge­burt­lich­keit heut­zu­ta­ge nicht mehr gleich­be­deu­tend mit Ent­wick­lungs­stö­rung. Al­ler­dings kom­men auf die El­tern doch meist schwe­re ers­te Jah­re zu, in de­nen ihr Kind oft noch spe­zi­el­le Be­treu­ung braucht.

                              Die meis­ten Früh­ge­bo­re­nen kön­nen nach Hau­se ent­las­sen wer­den, wenn sie ein Ge­wicht von min­des­tens 2000 g er­reicht ha­ben. Das ist in der Re­gel nicht vor dem ur­sprüng­lich er­rech­ne­ten Ge­burts­ter­min der Fall.

                              Vi­deo


                              "Un­se­re Früh­chen wur­den in der 26 SSW mit ei­nem Ge­wicht von 380 g und 880 g und ei­ner Grös­se von 26 cm und 32 cm ge­bo­ren."

                              Wis­sen


                              kurz&bündigkurz&bündig
                              11/13/2021
                              Frederike Haslbeck bei der Musiktherapie

                              Früh­chen lie­ben Mu­sik!

                              Am 17.No­vem­ber ist wie­der der Welt-Früh­ge­bo­re­nen-Tag. Pas­send dazu hat jetzt eine Stu­die am Uni­ver­si­täts­spi­tal Zü­rich …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              8/19/2020
                              Fruehgeborenes auf der Intensivstation

                              Was hö­ren Früh­ge­bo­re­ne?

                              Nach An­ga­ben der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) wer­den je­des Jahr etwa 15 Mio. Ba­bys zu früh ge­bo­ren. Trotz al­ler …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              8/2/2019
                              Fruehchen Inkubator

                              Mu­sik zur Hirn­ent­wick­lung

                              Bei Früh­chen, die in den ers­ten Ta­gen nach der Ge­burt spe­zi­el­le Mu­sik vor­ge­spielt be­kom­men, zeig­te sich in ei­ner …
                              Letzte Aktualisierung: 08.11.2019, BH

                              Mehr zum The­ma

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                              12/7/2021
                              Frau hält sich die Hände vors Gesicht

                              Schmerz eher weib­lich?

                              Frau­en er­le­ben Schmer­zen stär­ker als Män­ner. Ver­mut­lich grei­fen sie des­halb auch häu­fi­ger zu Schmerz­mit­teln, die bei …

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