Für das Baby: Sicherheit im Auto

Sicherheit im Auto

Immer wieder sieht man Bilder von ungesicherten Kindern im Auto. Doch die Statistik beweist: Kinder sind im Auto besonders gefährdet. Es verunglücken weit mehr Kinder im Auto als zu Fuss oder mit dem Velo. Und das Risiko einer schweren oder tödlichen Verletzung ist für nicht angegurtete Kinder siebenmal höher als für angegurtete.

Deshalb besteht seit dem 1.1.2002 die Kindersicherungspflicht im Auto. Kinder bis 12 Jahre sollten in gesicherten Kindersitzen, d.h. in einer ECE-geprüften oder vom TCS und der bfu empfohlenen Kinderrückhaltevorrichtung (orange Etikette nach dem Reglement ECE-R 44.03 resp. 44.04) sitzen, am besten auf dem Rücksitz.  Diese Vorschrift gilt für Sie auch schon dann, wenn Sie mit Ihrem Neugeborenen aus der Klinik nach Hause fahren. Auch für ältere Kinder  bis 12 Jahre oder 150 cm ist diese Vorschrift neu seit dem 1. April 2010 obligatorisch. Nach der neuen Vorschrift (seit 1.1.2002) dürfen Sie auch nur soviele Kinder (bzw. Erwachsene) angegurtet mitfahren lassen, wie dies im Fahrzeugausweis festgehalten ist. 

Mehr Infos

Ergebnisse des TCS-Tests "Auto-Kindersitze"

Das detaillierte Informationsblatt „Auto-Kindersitze“ kann gratis beim Touring Club Schweiz unter der Tel.-Nr. 0844 888 111 oder unter www.tcs.ch sowie im Internet-Shop der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) in Bern (via Bestellnummer 9433 suchen oder direkt auf der Kindersitz-Seite) bestellt werden.

In den ersten Lebensmonaten sind Kinder am besten in sogenannten Babyschalen aufgehoben sind, die entgegen der Fahrtrichtung (Reboard) auf dem Beifahrersitz oder dem Rücksitz eingebaut werden. Im Falle einer Kollision wird das Baby mit dem ganzen Körper in die Sitzschale gedrückt und sicher abgestützt. So wird der verhältnismässig schwere Kopf bei einem Aufprall zurückgehalten und eine Halswirbelverletzung oder sogar Querschnittlähmung vermieden. Dadurch reduziert sich das Risiko für schwere oder tödliche Verletzungen im Vergleich zu vorwärts gerichteten Sitzen um über 80 %. Wenn Ihr Auto über einen Beifahrer-Airbag verfügt, der nicht deaktiviert werden kann, gehört das Baby aber auf jeden Fall auf den Rücksitz. In den ersten Wochen sollte Ihr Baby darin noch liegen und nicht sitzen, weil es sein Köpfchen noch nicht selbst halten kann. Mit einem Nackenhörnchen oder einem gerollten Handtuch können Sie es zusätzlich abstützen.

Der TCS unterstreicht, dass rückwärtsgerichtete Kindersitze, auch als "Reboarder" bezeichnet, einen tendenziell besseren Schutz als vorwärtsgerichtete Kinderautositze - speziell beim Frontalaufprall. Als Negativpunkt wird der erschwerte Zugang zum Kindersitz erwähnt sowie der komplizierte Einbau ins Fahrzeug (mit Stützfuss oder Zusatzgurten) und der hohe Platzbedarf.

Letzlich ist es eine persönliche Entscheidung, welcher Kindersitz verwendet werden soll und wie viel Platz im Auto bei mehreren Kindern vorhanden ist.

Einen wirklich guten Seitenschutz bieten Systeme mit stabiler Rückenschale.

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Todesfalle Kindersitz: Endlich eingeschlafen – dann lieber nicht umbetten. Oder? Für Kinder unter zwei Jahren können Autositze, Babytragen, Babywippen und andere Transportmittel zur Todesfalle werden, wenn die Kleinen über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie in den USA, in der Todesfälle von Kindern näher untersucht wurden. Jedes zweite Kind, das im Autositz ausserhalb des Autos starb, strangulierte sich an einem Gurt. Die anderen erlitten einen lagebedingten Erstickungstod. Nach der Fahrt sollte man die Kleinen lieber ganz herausnehmen und ins Bettchen legen, statt sie mitsamt dem Sitz irgendwo zum Weiterschlafen abzustellen.(swissmom Newsletter, 6.6.15)

Letzte Aktualisierung: 09.2016, AS