Stützstrümpfe

Strümpfe und Strumpfhosen

Viele Schwangere fühlen sich wohler, wenn Sie eine leichte Stützstrumpfhose tragen, weil sie den schweren Beinen in der Schwangerschaft besseren Halt geben. Der Nachteil: Vor allem im Sommer staut sich die Hitze und die Haut beginnt zu jucken. Die schwächsten Stützstrumpfhosen kann man in fast jedem Geschäft kaufen. Es gibt sogar spezielle Modelle für Schwangere! Sie helfen bei schweren Beinen, z.B. wenn man viel stehen muss. Man sieht es diesen Strumpfhosen kaum an, aber die Wirkung ist überraschend wohltuend. Stützstrümpfe oder -strumpfhosen der Kompressionsklasse 1 haben schon eine doppelt so starke Wirkung. Stärker wirksame Stützstrumpfhosen (Kompressionsklasse 2) sind noch etwas dicker und stärker und empfehlenswert, wenn Sie schon Krampfadern und/oder abends immer geschwollene Beine haben.

Medizinische Stützstrümpfe (Kompressionsstrümpfe) müssen in einem Sanitätsgeschäft individuell auf Ihre Masse ausgesucht oder angepasst werden. Denn der Druck auf das Bein sollte an verschiedenen Stellen unterschiedlich sein. Fesseln und Unterschenkel sind am weitesten vom Herzen entfernt und brauchen deshalb die meiste Unterstützung beim Transport des venösen Blutes. Das Anziehen von Kompressionsstrümpfen ist schwierig und muss besonders geübt werden. Am besten werden sie morgens noch vor dem Aufstehen im Bett angelegt, vorsichtig mit leichter und gleichmässiger Dehnung. Trotzdem haben auch diese Strümpfe nichts mehr mit den „Gummistrümpfen“ von früher gemeinsam, denn sie werden aus hautfreundlichem Material hergestellt und sind in vielen Farben erhältlich. Zur Not kann man eine blickdichte normale Strumpfhose darüber anziehen, dann ist der Stützeffekt sicher nicht von aussen erkennbar.

Sinnvoll sind Kompressionsstrümpfe auf jeden Fall, wenn Sie starke Krampfadern haben und/oder bei Ihnen durch wenig Bewegung eine Thrombose entstehen kann. Beispiele: Wenn Sie wegen vorzeitiger Wehen viel liegen sollen oder auf einer längeren Flug- oder Autoreise, aber auch während der Geburt und im Wochenbett. In vielen Krankenhäusern wird eine einfachere Form dieser Anti-Thrombosestrümpfe während einer Kaiserschnittgeburt und im Wochenbett routinemässig bei allen Schwangeren eingesetzt. Kompressions-Strümpfe werden Ihnen vom Arzt verschrieben und die Kosten abzüglich Selbstbehalt und Franchise-Anteil von der Krankenversicherung übernommen.

Falls Sie lieber Socken tragen, sind locker sitzende Baumwollsocken zu empfehlen, die bequem und atmungsaktiv sind. Verzichten Sie auf enge Kniestrümpfe, weil sie einschnüren und den Blutrückfluss zum Herzen behindern. So können sich noch leichter Wassereinlagerungen und Krampfadern bilden.

 

 

Letzte Aktualisierung: 08.2016, BH