Kinderzimmer mit Tippi und Hochbett
Kind | Shoppingtipps | Spiel und Spass

Das Baby wird grösser -  so richten sie ihm ein Kinderzimmer ein

Ihr Kind ist kein Kleinkind mehr und wird jeden Tag selbständiger? Spielt es häufiger alleine und sucht sich dafür einen ruhigen Platz im Haus oder der Wohnung? Dann ist es wahrscheinlich ungefähr zweieinhalb Jahre alt und Sie können sich Gedanken darüber machen, das Baby- in ein Kinderzimmer umzuwandeln.

Doch was ist in einem Kinderzimmer anders als in jenem eines Babys? Vielleicht haben Sie bereits das eine oder andere angepasst, als Sie die sich verändernden Bedürfnisse Ihres Kindes bemerkt haben. Hier erhalten Sie ein paar Ideen, womit Sie das Zimmer Ihres Kindes einrichten können und was es in punkto Sicherheit zu beachten gibt.

Das passende Kinderbett

Die Frage nach einem neuen Bett stellt sich als eine der ersten, wenn Sie ein Kinderzimmer einrichten. Falls Ihr Kind bis zu diesem Zeitpunkt in seinem Babybett geschlafen hat, haben Sie ihm dieses wahrscheinlich bereits soweit umgebaut, dass es alleine hinein- und heraussteigen kann. Doch wie gross soll das neue Bett sein?

Grundsätzlich spricht nichts gegen ein grosses Standardbett mit den Massen 90x200 Zentimeter. Wenn Sie einen Rausfallschutz anbringen, kann Ihr Kind ab sofort in einem grossen Bett schlafen. Viele Kinder freuen sich und sind stolz darauf, das selbe Bett wie die Grossen zu haben. Falls es sich zu Beginn bei soviel Platz etwas verloren fühlt, können zum Beispiel die Plüschtiere mit ins Bett und sich dem Rand entlang aufreihen. Was ebenfalls für eine heimelige Atmosphäre sorgt, ist ein Baldachin oder ein Moskitonetz. Vielleicht mögen Sie Ihrem Kind sogar eine Lichterkette über das Bett hängen, diese sorgt ebenfalls für Gemütlichkeit.

Wenn Sie im Kinderzimmer nicht sehr viel Platz zur Verfügung haben, sind Hochbetten eine geeignete Lösung. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Liegefläche mehr als 1,5 Meter über dem Boden befindet. Allerdings werden Hochbetten von Experten erst ab einen Alter von 6 Jahren empfohlen, weil auf einem Bett nicht nur geschlafen, sondern auch getobt wird. Kinder unter 6 Jahren können die Höhe und die damit verbundenen Gefahren noch nicht einschätzen.

Eine Alternative zum Hochbett stellt das Halbhochbett dar. Es ist mit einer Liegefläche von etwas mehr als einem Meter über dem Boden deutlich niedriger als ein Hochbett. Halbhochbettten sind häufig mit einer Rutschbahn ausgestattet, die das Bett für Kinder natürlich besonders attraktiv macht. Auch hier raten die Experten zu einem Mindestalter von 6 Jahren. Aber seien wir einmal ehrlich: Kinder über 6 Jahren rutschen bei weitem nicht mehr mit der gleichen Begeisterung eine Rutschbahn hinunter wie es Dreijährige tun. Es bleibt also Ihnen als Eltern überlassen, ob Sie die Sicherheit gewährleisten können, wenn Ihr Kind beispielsweise mit seinen Freunden eine Rutschparty veranstaltet. Der Vorteil von Halbhochbetten ist, dass Sie als Eltern stehend auf der Höhe Ihres Kindes sind. Ausserdem ist es, genau wie das Hochbett, eine platzsparende Variante, weil unter dem Bett Stauraum entsteht.

Hoch- und Halbhochbetten lassen sich zu sogenannten Spielbetten aufmotzen. Im Fachhandel gibt es unzählige Möglichkeiten, wie Sie ein persönliches Spielbett zusammenstellen können. Sie können es in eine Ritterburg oder ein Prinzessinnenschloss umbauen, einen Basketballkorb anbringen, eine Kletterwand montieren oder sogar das Fenster für ein Kasperlitheater dazukaufen.

Wenn das Hoch- oder Halbhochbett eines Tages ausgedient hat, weil Ihr Teenager lieber in einem normalen Bett schlafen möchte, können bei den meisten dieser Betten die hohen Beine abgebaut werden.

Das Beziehen der Bettwäsche gestaltet sich bei Hoch- und Halbhochbetten schwieriger als bei normalen Betten. Es braucht etwas Beweglichkeit, Geduld und mitunter gute Nerven, bis insbesondere das Fixleintuch angebracht ist.

Wenn Sie Ihr Kind noch nicht in ein grosses Bett schlafen legen möchten, empfiehlt sich als Zwischenlösung ein Juniorbett. Diese Betten messen zwischen 70x140 und 90x160 Zentimeter und sind in den meisten Fällen mit einem fest montierten Rausfallschutz versehen. Gerade wenn Sie für später ein Hochbett planen, Ihr Kind aber noch zu jung dafür ist, ist ein Juniorbettt eine gute Lösung.

Eine weitere Möglichkeit ist das Mitwachs-Bett. Für dieses müssten Sie sich allerdings bereits früh entscheiden, denn bei einer Länge von 140 Zentimeter können bereits Babys darin schlafen. Dieses Bett zeichnet sich dadurch aus, dass Sie es stufenweise der Grösse Ihres Kindes anpassen können. Allerdings brauchen Sie bei einem Mitwachs-Bett nach jeder verstellten Grösse eine passende Matratze oder zumindest ein Matratzenteil, mit welchem Sie die Liegefläche vergrössern.

Überlegen Sie sich vor dem Bettenkauf ebenfalls, ob Ihnen ein Bett mit zusätzlichem Stauraum behilflich sein kann. Viele Betten in sind nämlich mit Bettschubladen zu haben. Das sind grosse Schubfächer, die die Lücke zwischen Bett und Boden ausfüllen und viel Stauraum bieten. Es gibt diese sogenannten Stauraumbetten sowohl mit offenen als auch mit verschliessbaren Fächern.

Die richtige Matratze fürs Kinderbett

Die Matratze für ein Kinderbett sollte, genau wie diejenige des Babybettes, nicht zu weich sein. Ideal ist es, wenn der Oberkörper bis zu 2 Zentimeter einsinkt. Gerade im Kindesalter ist das Knochenwachstum so rasant, dass die Muskulatur etwas hinterherhinkt. Die Wirbelsäule ist dadurch noch nicht optimal geschützt und braucht im Schlaf eine gute Stabilität. Im Fachhandel können Sie sich beraten lassen, welcher Härtegrad aufgrund des Gewichts Ihres Kindes zu empfehlen ist.

Wie bei den Babybett-Matratzen gibt es auch für Kinderbetten verschiedene Materialien. Auch hier ist die Kaltschaummatratze sehr beliebt, da sie in der Anschaffung nicht zu teuer, gut luftdurchlässig und für Allergiker geeignet ist. Anders als bei Babymatratzen können diese Kaltschaummatratzen aber bereits mit verschiedenen Liegezonen und Matratzenkonturen ausgestattet oder mit anderen Materialen, wie zum Beispiel Latex, kombiniert sein.

Wenn Sie lieber eine Matratze aus Naturmaterialen möchten, können Sie auch hier aus einem breiten Angebot auswählen. Gerade für Kinder mit Tierhaar-Allergien eignen sich beispielsweise Matratzen aus einer Kombination von Schurwolle, Kokos und Latex sehr gut.

Beliebt sind sogenannte Wendematratzen. Diese verfügen über zwei unterschiedliche Härtegrade für das wachsende Kind und können bei Bedarf gewendet werden.

Grundsätzlich gilt für Kinderbettmatratzen, dass sie einen abnehm- und waschbaren Bezug haben. Ausserdem sollten Sie die Matratze schützen, sobald Ihr Kind nachts keine Windeln mehr trägt. Benutzen Sie dafür einen wasserdichten Matratzenschoner, der jedoch unbedingt luftdurchlässig ist.

Welchen Lattenrost braucht ein Kinderbett?

Beim Lattenrost gilt, dass dieser dem Rücken des Kindes möglichst viel Halt und Stütze gibt, auch wenn das geringe Gewicht des Kindes den Lattenrost kaum beansprucht. Empfohlen wird darum ein Lattenrost mit möglichst starren Querverbindungen. Der Lattenrost ist für Kinderbetten vor allem sinnvoll, um von unten eine gute Durchlüftung der Matratze zu gewährleisten. Der ideale Abstand der einzelnen Latten beträgt zwischen 4 und 5 cm.

Ausserdem sollte der Lattenrost stabil und an der Auflagefläche gut befestigt sein. Kinder nutzen das Bett nicht nur zum Schlafen, irgendwann entdecken sie, dass man darin auch wunderbar herumtollen kann.

Achten Sie beim Kauf eines Lattenrostes darauf, dass er schadstoffarm produziert wurde.

Der ideale Kleiderschrank für Ihr Kind

Konnten Sie die Kleider fürs Baby noch in einer Wickelkommode verstauen, braucht ein Kind nun etwas mehr Platz für die Kleidung. Ausserdem werden Sie den Wickeltisch irgendwann nicht mehr brauchen.

Beim Kauf eines Kleiderschrank empfiehlt es sich, etwas vorauszudenken. Gerade bezüglich der Grösse des Schrankes werden Sie es - wenn Sie über genügend Platz verfügen - nicht bereuen, wenn Sie sich jetzt schon für ein geräumiges Modell entscheiden. Beachten Sie aber auch, dass ein bunter Kinderzimmerschrank in ein paar Jahren vielleicht nicht mehr dem Geschmack des heranwachsenden Jugendlichen entspricht.

Für einen Kleiderschrank im Kinderzimmer gilt vor allem, dass er robust sein sollte. Daher eignet sich Masssivholz sehr gut. Ausserdem ist es praktisch, wenn der Schrank über eine glatte, abwischbare Oberfläche verfügt, Holzmaserungen zum Beispiel sind schwieriger zu reinigen.

Die Inneneinrichtung des Schranks können Sie ganz Ihren Bedürfnissen anpassen. Ob Sie nun Schubladen oder Fächer bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen.

Sehr wichtig ist die Befestigung des Kleiderschranks. Kinder klettern gern und kommen auf die unglaublichsten Ideen. Verankern Sie den Schrank darum sehr gut in der Wand. Meist werden vom Hersteller dafür bereits Schrauben, Dübel und allenfalls Winkelstücke mitgeliefert.

Wohin mit all den Spielsachen?

Stauraum ist wohl etwas vom Wichtigsten im Kinderzimmer. Die vielen Spielsachen müssen verstaut werden und zwar am besten so, dass das Kind diese selber holen und wieder verräumen kann. Für kleinere Spielsachen, wie zum Beispiel Autos, Lego oder Eisenbahnzubehör, eignen sich grosse Kisten sehr gut. Wenn Sie einen geeigneten Boden haben sogar solche mit Rollen, denn so kann Ihr Kind die Kisten selber herumschieben. Möchten Sie die Kisten geordnet versorgen, empfiehlt sich ein Regalsystem mit grossen Einschubfächern. Wenn Sie mögen, können Sie die Kisten auch mit Fotos des Inhalts versehen;­ so ist es für Ihr Kind einfacher, die Spielsachen beim Aufräumen richtig zu versorgen.

Auch eine Truhe eignet sich gut als Aufbewahrung und dient gleichzeitig als Sitzgelegenheit. Achten Sie aber darauf, dass sie einen Absenkmechanismus hat. So klemmt sich das Kind die Finger nicht so schnell ein.

Bücher kann man dekorativ in ein Bücherregal räumen. Diese Regale sind mit einer Querstrebe versehen, so dass man die Bücher mit dem Buchdeckel nach vorne einräumen kann.

Viele Kinder verfügen über ein ganzes Rudel an Kuscheltieren. Wohin mit diesen flauschigen Freunden, wenn nicht ins Kinderbett? Meist bringen die Kinder es nicht übers Herz, ihre Kuscheltiere in eine Kiste oder Schublade zu stecken. Eine alternative Lösung ist der Kuscheltierzoo. Dieser Zoo besteht aus einer Holzbox ohne Wände, dafür mit Sprossen oder gespannten Schnüren. Darin sitzen die Kuscheltiere, sind so für das Kind sichtbar und haben doch ihren Platz. Die Kinder können die Tiere zum Spielen auch ganz einfach durch die Verstrebungen herausziehen.

Für kleinere Spielsachen wie zum Beispiel Lego oder Playmobil hat sich auch die Aufräumdecke bewährt. Die Kinder spielen auf der Decke und wenn es ans Aufräumen geht, wird diese mit einem Tunnelzug zusammengezurrt und verwandelt sich in einen grossen, verschlossenen Sack.

Auch Hängeaufbewahrungen sind beliebt. Diese Stoff-Fächer, welche an einer stabilen Rückseite befestigt sind, sind eher für flache Spielsachen geeignet. Eine solche Hängeaufbewahrung findet zum Beispiel an der Rückseite einer Zimmertüre Platz.

Auch Netzte oder weiche Beutel können hängend befestigt werden und sparen somit Platz am Boden.

Falls Sie gerne basteln, bietet das Internet unzählige Ideen, wie Sie eigens für gewisse Spielsachen gedachte Aufbewahrungssysteme selber bauen können. Da finden Sie zum Beispiel eine Anleitung für eine Auto-Parkgarage aus einer Holzkiste und Kunststoffrohren oder für eine hübsche Garderobe für die Prinzessinnen-Kostüme.

Dekorationsideen für das Kinderzimmer

Bezüglich der Gestaltung der Wände für das Zimmer Ihres heranwachsenden Kindes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Auswahl an Wandstickern ist riesig und wenn Sie gerne kreativ sind, bemalen Sie die Wände doch gleich selber. Achten Sie dabei auf geeignete Farben; Dispersions- und Kalkfarben sind besonders umweltfreundlich. Sie sind sehr alkalisch und bilden daher keinen guten Nährboden für Schimmel. Ausserdem enthalten sie keine Konservierungsstoffe.

Falls Sie das Kinderzimmer neu tapezieren möchten, ist es wichtig, eine Tapete ohne synthetische Inhaltsstoffe zu verwenden. Oft sind die besonders schönen, aufwändig bedruckten Tapeten mit vielen belastenden Inhaltsstoffen produziert, lassen Sie für das Kinderzimmer also lieber die Finger davon. Tapeten aus recyceltem Altpapier, Zellulose, natürlichen Textil- und Pflanzenfasern sind daher in punkto Schadstofffreiheit die bessere Wahl.

Eine schöne Idee ist auch, eine Wand oder Teile davon mit Tafelfarbe zu streichen. So kann Ihr Kind seine Kreativität mit Kreide darauf ausleben. Wenn Sie zusätzlich mit einer Schicht Magnetfarbe darüberstreichen, kann die Wand auch als Pinnwand genutzt werden.

Ihr Kind begeistert sich gerade für ein bestimmtes Thema, das Sie aber nicht gleich an die Wand malen möchten? Dann besorgen Sie doch eines oder mehrere Bilder oder Poster davon und dekorieren damit das Zimmer.

Wimpel- und Lichterketten sorgen im Kinderzimmer für eine gemütliche Atmosphäre, genau wie Traumfänger oder aus grossen Ästen gebastelte Mobiles.

Fluoreszierende Sterne oder ganze Galaxien sind ebenfalls eine schöne Deko-Idee. Diese nachtleuchtenden Teile werden mit dem Tageslicht aufgeladen. Im Laufe der Nacht verliert das Leuchten an Intensität. Dieser Effekt basiert auf dem Mineral Fluorit, welches Strahlung zum Beispiel aus dem UV-Bereich absorbieren kann und dann sichtbares Licht abstrahlt. Diese Strahlung ist also natürlich und nicht schädlich für Ihr Kind.

Viele Kinder bauen in ihren Zimmern gerne Hütten und Verstecke und ziehen sich darin zurück. Eine beliebte Variante eines solchen Rückzugsortes ist das Tipi oder ein Spielhaus aus Stoff. Sie können diese mit Kissen einrichten und zusätzlich eine Lichterkette darin installieren.

Teppiche eignen sich ebenfalls sehr gut, um ein Kinderzimmer hübsch einzurichten. Mit einem Spielteppich erzielen Sie einen zusätzlichen Effekt. Die bekanntesten dieser Teppiche sind diejenigen mit Strassen, es gibt sie aber auch als Bauernhof oder mit einer Bergwelt versehen, auf deren Wege die Kinder beispielsweise mit Playmobilfiguren wandern können. Auch Wende-Spielteppiche mit zwei verschiedenen Motiven sind erhältlich. Denken Sie daran, den Spielteppich mit einer Antirutschmatte zu unterlegen.

Ein Platz zum Basteln und Malen

Wenn Ihr Kind alt genug ist und Sie ihm zutrauen, auch ohne Ihre Hilfe kreativ zu sein, können Sie ihm dafür einen Platz in seinem Zimmer einrichten. Welche Mal- und Bastelutensilien Sie Ihrem Kind zur Verfügung stellen, bleibt Ihnen überlassen, was Sie aber bestimmt brauchen, sind ein Tisch und Sitzgelegenheiten.

Achten Sie beim Kauf vor allem darauf, dass die Oberflächen gut abwaschbar sind. Seien Sie aber auch gnädig: Der Tisch wird zum Kreativsein genutzt und das darf man bis zu einem gewissen Grad auch sehen. Weiter sollten diese Mini-Möbel sehr stabil sein, wahrscheinlich werden sie nicht nur zum Sitzen und Malen benutzt.

Bezüglich des Materials achten Sie weiterhin auf eine möglichst schadstofffreie Produktion.

Die Auswahl an Kindertischen und -stühlen ist riesig. Vom einfachen Kunststoff-Ensemble bis hin zum multifunktionalen Basteltisch ist alles erhältlich. Sie können sich auch bereits für ein mitwachsendes Modell entscheiden. Allerdings sollten Sie bedenken, dass diese Möbel sehr häufig benutzt werden und bald nicht mehr wie neu aussehen.

Das richtige Licht fürs Kinderzimmer

Wenn sich Ihr Kind nun häufiger zum Spielen in seinem Zimmer aufhält, ist eine gute Beleuchtung sehr wichtig. Dabei spielen auch bauliche Gegebenheiten eine Rolle und meist braucht das Kind verschieden Lichtquellen für die verschiedenen Plätze im Zimmer.

Als Grundbeleuchtung sind Deckenstrahler eine gute Lösung. Diese lassen sich individuell ausrichten und leuchten somit alle Bereiche des Zimmers aus. Wenn Sie eine dimmbare Lichtquelle wählen, kann die Helligkeit trotzdem den Bedürfnissen angepasst werden. Eine einzelne klassische Pendelleuchte oder Deckenlampe reicht oft nicht aus, um genügend Licht zu spenden.

Beachten Sie auch, dass nach oben gerichtetes Licht von der Zimmerdecke reflektiert wird und der Raum dadurch größer und weiter erscheint.

Am Schreib-, Mal- und Bastelplatz ist strahlendes, helles Licht ideal, es fördert ein konzentriertes Arbeiten und schont die Augen. Richten Sie einen Spieltisch - oder für das Schulkind den Schreibtisch - darum wenn möglich in der Nähe eines Fensters ein. Damit Ihr Kind aber auch bei Dunkelheit kreativ sein kann, ist eine zusätzliche Lichtquelle wichtig. Für grössere Kinder eignet sich dafür eine Schreibtischlampe, welche sehr standfest oder fix am Tisch montiert sein sollte. Richten Sie die Lampe bei einem Schulkind so ein, dass sie beim Schreiben keinen Schatten wirft, bei Rechtshändern also links und umgekehrt. Da eine Schreibtischlampe Platz auf dem Tisch beansprucht, ist eine Pendelleuchte, welche gleich oberhalb des Arbeitsplatzes montiert ist, eine alternative Lösung.

Am Schlafplatz ist eine Lichtquelle sinnvoll, welche das Kind selber ein- und ausschalten kann. Diese sollte kurz vor dem Schlafen nicht zu grell sein und trotzdem genügend Licht spenden, damit das Kind zum Beispiel noch eine Buch anschauen kann.


Im Kinderzimmer können Lampen auch als Deko-Elemente eingesetzt werden. Ob nun Lichterketten, Figurenlampen oder bunte, leuchtende Kugeln- diese Leuchten spenden zwar nur wenig Licht, setzen aber als Ergänzung zur Grundbeleuchtung schöne Akzente. Ausserdem können sie als Nachtlichter dienen, wenn Ihr Kind nachts häufig erwacht oder beim Einschlafen Angst vor der Dunkelheit hat.

Herkömmliche Steckdosen-Nachtlichter sind so konzipiert, dass sie bei Dunkelheit automatisch ein- und bei Helligkeit ausschalten. Sie spenden in der Regel nicht viel Licht, das Kind kann sich aber anhand des Nachtlichtes orientieren, besonders, wenn Sie das Licht direkt neben der Zimmertüre einstecken. Im Handel sindauch Steckdosen-Nachtlichter erhältlich, die ein Bild an die Wand oder Zimmerdecke projiezieren.

Viele Lampen, die Sie neu kaufen, sind bereits mit dem passenden Leuchtmittel ausgestattet. Für das Kinderzimmer erfüllen vor allem LEDs (Leutdioden) gute Voraussetzungen. Sie sind langlebig und verbrauchen deutlich weniger Energie als herkömmliche Glühlampen. Allerdings sind sie in der Anschaffung teuer. Moderne LEDs sind auch in gemütlichem Warmweiss und dimmbar erhältlich.

Eine Alernative zu den LED-Leuchtmitteln sind Energiesparlampen. Sie verbrauchen wenig Energie und sind sehr langlebig. Achten Sie bei Energiesparlampen aber auf die Qualität. Diese unterscheidet nämlich, wie lange die Aufwärmzeit für das Leuchtmittel beträgt. Unter Umständen warten Sie ein paar Minuten, bis die Energiesparlampe die maximale Helligkeit erreicht hat.

Für alle Leuchtmittel wird auch ein Wert in Lux und Lumen angegeben. Lumen ist die Einheit für den sogenannten Lichtstrom und bezeichnet einfach augedrückt die Helligkeit der Lampe. Je höher der Lumen-Wert ist, desto mehr Licht gibt die Lampe pro Zeiteinheit ab. Lux ist die Einheit für die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle und zeigt auf, wie viel Licht eines Leuchtmittels auf eine Fläche fällt

Elektrosmog im Kinderzimmer

Sobald Strom fliesst, erzeugen elektrische Geräte und Leitungen zwei Arten von Feldern: elektrische und magnetische Felder. Ein elektrisches Feld entsteht, sobald ein Gerät unter Spannung steht, es also zum Beispiel an eine Steckdose angeschlossen wird. Wird ein solches Gerät dann in Betrieb genommen, entsteht zusätzlich ein Magnetfeld. Elektrische Geräte und Leitungen, in denen Strom fliessen, sind also von elektrischen und magnetischen Feldern umgeben. Umgangssprachlich wird dieses Phänomen als Elektrosmog bezeichnet.

Viele Lampen, darunter auch diverse Nachttischlampen, sind mit Transformatoren ausgestattet. Diese senken die Spannung des Stroms der Steckdose, bevor sie das Leuchtmittel einer Lampe versorgen. Transformatoren sind als sogenannte Steckernetzteile häufig im Kabel integriert, und zwar so, dass sie vor dem Lampenschalter liegen. Schaltet man die Lampe aus, bleibt der Transformator unter Spannung. Bei einigen Transformatoren ist dies durch ein Brummen sogar zu hören. Da es aber auch Nachttischlampen gibt, bei denen der Transformator im Lampenfuss „versteckt“ ist, sollten Sie beim Kauf einer Lampe ohne sichtbaren Transformator darauf achten, ob es brummt, sobald die Lampe am Strom angeschlossen ist.

Mit einem Netzfreischalter, der im Verteilkasten installiert wird, können Sie den Stromkreis einzelner Räume vom Netz trennen, sobald dort das letzte Gerät ausgeschaltet oder die letzte Lampe gelöscht wird. Sämtliche Stromanschlüsse im betreffenden Zimmer sind dann spannungs- und somit elektrosmogfrei. Sobald ein Licht oder Gerät eingeschaltet wird, schaltet der Netzverteiler den Strom wieder zu. Der Nachteil eines Netzabkopplers für das Kinderzimmer ist, dass Sie kein an den Stromkreis angeschlossenes Nachtlicht verwenden können.

Abspielgeräte für Musik und Hörgeschichten

Ein Radio belebt das Kinderzimmer, das aktive Zuhören fördert ausserdem die Sprachentwicklung des Kindes. Die allermeisten Kinder lieben Musik, tanzen dazu durchs Zimmer und singen mit. Die etwas Grösseren können sich bereits mit einfachen Hörgeschichten verweilen. Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl einfacher CD-Geräte, welche die Kinder schnell alleine bedienen können. Auch Geräte mit zusätzlichem MP3-Player sind erhältlich. Seit einiger Zeit halten auch sogenannte Audioboxen oder -würfel mit vielen dazu passenden Figuren, auf denen Hörspiele oder Lieder gespeichert sind, Einzug in die Kinderzimmer. Kinder neigen dazu, das Radio sehr laut einzustellen, seien Sie diesbezüglich etwas wachsam oder informieren Sie sich über Geräte mit integrierter Lautstärkenbegrenzung. Ausserdem sollte das Radio nicht als dauerhafte Hintergrundbeschallung dienen, sondern das Kind gezielt zum Zuhören animieren.

Ein Whiteboard ist eine zusätzliche Möglichkeit, Ihr Kind kreativ sein zu lassen. Diese Wände sind einerseits magnetisch, so dass die Fläche mit bunten Magneten oder Magnet-Buchstaben verziert werden kann. Auch Geburtstagskarten oder kleine Kunstwerke finden so einen vorübergehenden Platz. Andererseits können Whiteboards mit speziellen Stiften bemalt werden. Die Farbe ist trocken wieder abwischbar und die Tafel somit schnell bereit für das nächste Kunstwerk. Diese Tafeln gibt es als einfach Variante, welche an der Wand befestigt wird. Wenn Sie etwas mehr Platz zur Verfügung haben, sind sie auch als Teil einer Staffelei, zum Beispiel kombiniert mit einer Kreidetafel, erhältlich.

Kinder sitzen häufig auf dem Boden, sie lassen sich einfach gerade dort nieder, wo sie etwas Interessantes entdeckt oder gehört haben. Als Eltern verstehen Sie vielleicht manchmal nicht, warum sich der Nachwuchs nicht mit dem Buch in die eigens eingerichtete Bücher-Ecke oder zumindest auf das Bett setzt. Wenn Sie für Ihr Kind einen bequemen Ort zum Ausruhen, Bücher anschauen oder CD hören einrichten möchten, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten:

  • Sitzsäcke sind bei Kindern sehr beliebt, sie sind weich und bereits Kleinkinder kommen damit gut zurecht. Es gibt sie in diversen Farben, Formen und mit unterschiedlichen Füllungen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Sitzsack robust ist, denn darauf herumzuhüpfen macht den Kindern genau so viel Spass, wie sich darin zurechtzukuscheln. Der Bezug sollte abnehm- und waschbar und die Füllung schadstofffrei sein. Ausserdem kann bei einigen Sitzsäcken die Füllung bei Bedarf angepasst werden.
  • Auch Hängesessel oder Hängehöhlen eignen sich gut als Rückzugsort für Ihr Kind. Hier ist eine gute Verankerung sehr wichtig! Bringen Sie das Hängemöbel nur so hoch an, dass das Kind alleine hinein- und wieder heraussteigen kann. Wichtig ist auch genügend Platz um den Hängesessel herum, denn was wäre ein solches Hängemöbel ohne Schaukeln? Wenn Sie Bedenken haben, Ihr Kind könnte herausfallen, legen Sie eine Teppichinsel oder eine dünne Matte darunter.
  • Eine Klappmatratze ist ebenfalls ein bequemer Ort, auf dem sich Ihr Kind ausruhen kann. Diese Matratze besteht aus drei miteinander verbundenen Teilen, die als Ganzes eine flache Matratze bilden. Je nach Bedarf kann die Matratze aber auch als Sessel zusammengeklappt oder zum Verstauen platzsparend ganz zusammengefaltet werden. Klappmatratzen sind meist aus Schaumstoff mit einem Bezug aus Stoff. Achten Sie beim Kauf darauf, dass dieser abgenommen und gewaschen werden kann.

So machen Sie das Kinderzimmer sicher

  • Sichern Sie alle Steckdosen mit Adaptern.
  • Verstauen und befestigen Sie Elektrokabel.
  • Bringen Sie Fenstersicherungen an.
  • Decken Sie scharfe Kanten ab.
  • Fixieren Sie Schränke und hohe Regale an der Wand.
  • Verstauen Sie Spielsachen nur so hoch, dass das Kind sie ohne zu Klettern erreichen kann.
  • Stellen Sie sicher, dass Schubladen eine Ausziehsperre haben, damit sie nicht herausfallen können.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Kindern unter drei Jahren keine verschluckbaren Kleinteile (bis Grösse eines Tischtennisballs) im Zimmer befinden. Denken Sie dabei auch an Batterien, die nicht mit Schrauben im Batteriefach gesichert sind.

 

Letzte Aktualisierung : 28-10-19, KM

loading