Gipsabdruck vom Babybauch

Erinnerung an kugelige Zeiten: Der Gipsabdruck

Ein kunstvoll gestalteter Gipsabdruck des Babybauchs ist eine schöne, bleibende Erinnerung an die Schwangerschaft. Ob man den ganzen Torso, vielleicht sogar mit Schultern oder einem Arm, nachbildet, oder nur einen Abdruck des Bauches macht, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wird nur der Bauch abgeformt, kann man daraus eine Schale gestalten, die als Dekostück oder als Obstschale an das erste Zuhause des Babys erinnert. Mit etwas Geschick lässt sich der Abdruck für wenig Geld selber zu Hause herstellen. Wer lieber einen Profi engagiert, bezahlt zwar mehr, hat aber danach ein individuell gestaltetes Stück, das nach allen Regeln der Kunst gefertigt ist. 

Der Gipsabdruck wird am besten 6 bis 4 Wochen vor der Geburt gemacht, wenn der Bauch richtig schön kugelig ist. Wichtig ist ausserdem, dass Sie sich wohl fühlen, denn Sie werden mindestens eine halbe Stunde in der gleichen Position verharren müssen. 

Wollen Sie sich selbst (mit einer Hilfsperson) daran wagen, brauchen Sie aus der Apotheke oder Drogerie Gipsbandagen (ca. 3,5mx15cm) und Vaseline (ca. 30g Salbe). Das ist die günstigste Variante. In vielen Babyfachgeschäften werden aber auch fertige Gipsabdrucksets verkauft, in denen alles enthalten ist, was man benötigt.

Der Abdruck sollte im Stehen gemacht werden, da so der Bauch am schönsten zur Geltung kommt. Wenn Sie nicht so lange stehen mögen, setzen Sie sich auf einen Lehnstuhl und lehnen Sie sich so zurück, dass der Bauch möglichst gut positioniert ist. Damit nach dem Gipsen nicht eine grössere Putzaktion angesagt ist, decken Sie den Fussboden grosszügig mit einer abwaschbaren Unterlage ab. Stellen Sie eine Schüssel mit lauwarmem Wasser bereit und binden Sie um die Hüfte ein Tuch, stülpen Sie dieses in die Unterhosen - damit wird vermieden, dass der Gips an den Schamhaaren kleben bleibt. Tragen Sie nun grosszügig Vaseline auf Ihre Brüste, Bauch und an der Seite unter den Armen auf. Achtung: Überall wo Gips hinkommt, muss eine dicke Schicht Vaseline sein! Der Gips löst sich sonst nicht mehr vom Körper. Verschränken Sie nun Ihre Arme über Ihrem Kopf und versuchen Sie, möglichst still zu stehen.

Jetzt kommt ihr Partner/Gipser zum Zug: Eine ca. 50cm lange 3-fach Bandage wird gewässert und ausgedrückt. Fangen Sie oben an der Brust an und gehen dann Stück für Stück bis unter den Bauch. Streichen Sie jede Bandage sorgfältig am Körper fest. Die Bandagen müssen überlappend und möglichst faltenfrei aufgelegt werden, damit keine Löcher entstehen. Das Ganze dauert etwa eine halbe Stunde. Bei der ersten Lage auf den Brüsten schneiden Sie zwischen den Brüsten einen Keil heraus und füllen diesen dann am Schluss mit einem kleinen Stück Bandagen wieder aus, damit die Brust ihre natürliche Form auf dem Abdruck behält. Machen Sie während dem Gipsen keine Pause, der Gips trocknet sehr schnell. Er soll sich auf keinen Fall oben lösen, bevor Sie unten angekommen sind. Wenn der Gips auch unten trocken ist, können Sie ihn vom Körper "wegatmen". Lassen Sie den Abdruck an einem trockenen Ort noch ca. eine Stunde trocknen.

Der fertige Gipsabdruck lässt sich leicht in die gewünschte Form schneiden. Zu dünn geratene Stellen können mit Gipsbandagen nachgebessert werden, mit Schleifpapier und Modellgips wird die Oberfläche geglättet. Der weiteren Gestaltung mit Farbe, Bändern, Stoffblumen, etc. sind keine Grenzen gesetzt. 

Wir danken Frau Petra Züger-Allenspach für die Bereitstellung der obigen Informationen. Für weitere Ratschläge oder Terminvereinbarungen steht sie den swissmom-Benutzerinnen unter petra.zueger@remove-this.bluewin.ch zur Verfügung.

Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH / TV