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Das können Schwangere bei einer Erkältung tun

Wenn die Erkältung Sie trotz aller Vorsichtsmassnahmen doch erwischt hat, heisst das nicht, dass Sie als werdende Mutter nun gar nichts gegen die lästigen Symptome tun dürfen. Beginnen Sie mit harmlosen Hausmitteln, z.B. mit Inhalieren über heissem Wasserdampf, evtl. angereichert mit einem ätherischen Öl. Eine Brustsalbe oder Nasensalbe angereichert mit Engelwurz, Thymian oder Majoran helfen gegen verstopfte Nasen oder hartnäckigem Husten. Hilft das nicht, dürfen Sie auch bestimmte Medikamente, z.B. Paracetamol (z.B. Dafalgan, Ben-u-ron) zur Fiebersenkung, nehmen. Lassen Sie sich aber unbedingt vorher von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten!

Allgemein ist wichtig, dass Sie viel trinken, vorzugsweise heisse Getränke. Das gleicht einerseits den Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen aus, andererseits kann der Schleim dann besser verflüssigt werden. Gerne greifen Schwangere zu Kräuteraufbereitungen: Hier ist aber Vorsicht angesagt, denn bei vielen Teedrogen sind zu wenig Informationen vorhanden, um Risiken und vor allem Toxizitätsgrenzen für Mutter und Kind definieren zu können. Unbedenklich sind Früchtetees wie Hagebuttenfrüchte, Lindenblüten- und Holunderblütentee. Ausserdem können Sie frisch gepressten Zitronensaft, pur oder mit warmem Wasser verdünnt, trinken. Auch die altbewährte warme Honigmilch kann Gutes bewirken.

Eine oft gut wirksame natürliche Methode zur Fiebersenkung sind Wadenwickel und Essigsocken. Angenehm sind auch Erkältungsbäder mit ätherischen Zusätzenz.B.  aus Thymian oder Nadelholzölen. Bei Fieber ist ein heisses Bad jedoch unnütz oder kann den Körper durch die zusätzliche Temperatur sogar gefährlich belasten.

Hier finden Sie unsere detaillierten Tipps 

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Fieber runter! | 18.11.2017

Fieber - oft im Rahmen eines grippalen Infekts - kann sich in der Schwangerschaft auf das Ungeborene auswirken: So wird das Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und angeborene Herzfehler, für Autismus und Schizophrenie erhöht. Jetzt hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, dass daran nicht die Infekterreger schuld sind, sondern die Temperaturerhöhung an sich. Die Zellen der Neuralleiste, die für die Herz- und Gaumen-Entwicklung wichtig sind, sind sehr temperaturempfindlich. Fiebersenkende Medikamente seien demnach auch in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern sogar angebracht. Als Mittel der ersten Wahl für fiebernde Schwangere gilt der Wirkstoff Paracetamol - aber natürlich immer nur kurzzeitig und in erlaubter Dosierung einnehmen!

Letzte Aktualisierung : 31-10-16, BH / AS

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