Paar betrachtet erfreut das Ultraschallbild ihres Babys
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Ultraschall fördert die Bindung an das ungeborene Kind

Schon zu Beginn der Schwangerschaft stellt für viele werdende Eltern die Ultraschalluntersuchung eine besondere Gelegenheit dar, mit Ihrem Kind Kontakt aufzunehmen, es als wirklich vorhanden zu begreifen.

Ein Ausdruck des ersten Ultraschallbilds, meist die Fruchtblase mit einem winzigen Embryo, wird gerne mitgenommen und zum Beweis der Elternschaft herumgezeigt.

Später empfinden es die meisten werdenden Eltern als ein wunderbares Erlebnis, ihr Baby auf dem Ultraschall-Monitor live beobachten zu können. Es ist erstaunlich, wie aktiv das Ungeborene schon ist, obwohl Sie die Bewegungen nicht immer spüren können: Es lutscht am Daumen oder an seiner ganzen Hand, schluckt, gähnt, öffnet die Augen, spielt mit der Nabelschnur und strampelt mit den Beinen. Oft - aber nicht immer - ist auch sichtbar, ob es ein Sohn oder eine Tochter wird. Wenn Sie das Geschlecht Ihres Kindes lieber nicht vor der Geburt erfahren wollen, sagen Sie es Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin. Bei der Untersuchung werden dann die relevanten Regionen ausgespart oder Sie werden dabei zum Wegsehen aufgefordert.

Die Bilder aus der Gebärmutter können so die Bindung zum Kind schon vor der Geburt intensivieren und Ängste vor Entwicklungsstörungen oder Fehlbildungen vermindern.

Andererseits kann Ultraschall aber auch im Fall einer Fehlgeburt den Schmerz und die Enttäuschung verstärken, denn es ist schon ein Unterschied, ob man das winzige Herz schon schlagen gesehen hat oder – wie früher – nur einen positiven Schwangerschaftstest vorliegen hatte. Glücklicherweise ist aber die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt nur noch sehr gering, wenn schon eine Herzaktion sichtbar ist.


Häufige Fragen zum Thema

Stimmt es, dass Feten Ultraschall als Lärm empfinden?

Schadet es dem Kind, wenn mein Frauenarzt jedes Mal eine Ultraschalluntersuchung macht?

Ab wann kann man im Ultraschall sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?


Newsticker

Kein Baby-TV | 07.02.2019

In Deutschland ist ab Ende 2020 aufgrund einer neuen Strahlenschutzverordnung der Einsatz von 3D-Ultraschall bei Schwangeren ohne medizinischen Grund – z.B. beim sogenannten „Baby-TV“ – untersagt. Die Frauenärzte wehren sich dagegen, weil Ultraschall in der Schwangerschaftsvorsorge und zu diagnostischen Zwecken mit solchen kommerziellen Angeboten wenig gemeinsam habe. Zudem gebe es trotz jahrzehntelanger intensivster Forschungsarbeit keinerlei Erkenntnisse, die einen ultraschallbedingten, medizinischen Schaden am Fötus nachweisen. Die Temperaturerhöhung im Körper der Schwangeren ist deutlich niedriger als bei Fieber oder starker körperlicher Aktivität. Ausnahme ist der Pulsed-Wave-Dopplerultraschall (PWD), der zur Blutstrommessung bei Verdacht auf Wachstumsverzögerung angewendet wird, üblicherweise jedoch nur für ein paar Sekunden und nicht an fetalen Gefässen.

Letzte Aktualisierung : 02-01-19, BH

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