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Unsichere Schwangerschaftszeichen

Wir haben in der folgenden Liste die häufigsten "unsicheren" Schwangerschaftsanzeichen zusammengefasst. Die frühen Schwangerschaftsanzeichen in den ersten Wochen zählen alle dazu. Erst ab Ausbleiben der Periode kommen "wahrscheinliche" Anzeichen hinzu. Als sichere Zeichen werden nur diejenigen gewertet, die mit dem Kind selbst zu tun haben - und die sind natürlich erst nach einiger Zeit feststellbar.

Denken Sie daran: Alle diese subjektiven Symptome können auch andere Ursachen haben als eine Schwangerschaft und können leicht mit normalen Symptomen der zweiten Zyklushälfte (PMS) verwechselt werden. Sie sind zudem sehr individuell und jede Frau erlebt sie anders. Manche stark, manche überhaupt nicht! Denn nicht alle Frauen haben alle Anzeichen. Und die Stärke der Anzeichen sagt auch nichts über den Verlauf der Schwangerschaft aus.

  • Empfindliche Brüste. Die Brust spannt und ist vergrössert und geschwollen, die Brustwarzen sind sehr berührungsempfindlich oder schmerzen sogar. Dieses Symptom findet sich bei 70 bis 80 Prozent aller Schwangeren und kann schon etwa eine Woche nach Ausbleiben der Regelblutung auftreten, seltener aber bei Frauen, die schon gestillt haben. Oft verändern die Brustwarzen ihre Form, werden grösser und – durch verstärkte Pigmentierung – dunkler.
  • Leichte Schmierblutung (Spotting). Bei der Einnistung in die Gebärmutter, etwa fünf bis zehn Tage nach dem Eisprung, kann es zu einer leichten Blutung kommen, der sogenannten Nidationsblutung. Diese Schmierblutung tritt also etwas früher auf als die erwartete Regelblutung bei einem normalen Zyklus. Es sind meist nur Tropfen oder Schlieren, die Färbung ist eher hell- als dunkelrot, die Intensität nimmt nicht zu, sondern bleibt gleich schwach.
  • Weisser, milchiger Ausfluss ist in über der Hälfte aller Fälle von Schwangerschaft ab der zweiten Woche nach der Befruchtung zu bemerken. Er sollte nicht unangenehm riechen. Dies wird durch die stärkere Durchblutung ausgelöst.
  • Bauchkrämpfe. Menstruationsartige Krämpfe oder ein Ziehen im Becken sind auch recht häufig in der Frühschwangerschaft. Die Gebärmutter muss sich richtig im Becken einstellen und wird noch nicht - wie im zweiten Schwangerschaftsdrittel - von den Beckenknochen gestützt. Ausserdem ist die Uterus-Durchblutung stark gesteigert. Die Belastung des Halteapparats (Mutterbänder) verursacht kontraktionsartige ziehende Schmerzen. Sie werden oft stärker beim Orgasmus, körperlicher Anstrengung und Lageveränderung im Liegen.
  • Extreme Müdigkeit. Ein sehr häufiges Symptom in der Frühschwangerschaft, also in den ersten acht bis zehn Wochen, ist ein ständiges Gefühl von Erschöpfung. In der Schwangerschaft macht Ihr Körper viele Stoffwechselveränderungen durch und konzentriert sich darauf, ein Baby wachsen zu lassen. Bei den meisten Frauen lässt die Müdigkeit um die 12. Woche herum nach.
  • Schwindel. Der Körper muss während einer Schwangerschaft Schwerarbeit leisten. Für den Aufbau der Plazenta ist eine erhöhte Blutmenge nötig; das Blutplasma (der flüssige Anteil des Blutes) nimmt um etwa die Hälfte zu, was zu einer Verdünnung des Blutes führt. Dadurch können Sie nicht nur müde und blass sein, Ihr Blutdruck kann auch etwas absinken, wodurch Ihnen leicht schwindlig werden kann.
  • Vermehrte Durchblutung. Krampfadern und erweiterte Gefässe im Gesicht, Nagelbett und Genitalbereich können eine Schwangerschaft signalisieren. Das beruht auf der gesteigerten Durchblutung und einer Abnahme der venösen Gefässspannung. Angenehmer Nebeneffekt: Die Gesichtszüge werden weich und die Haut rosig.
  • Herzklopfen. Als weiteres mögliches Schwangerschaftsanzeichen wird der Puls (die Herzfrequenz) stark und deutlich spürbar bis in die Fingerspitzen. Das Herz muss ja auch eine immer grössere Menge Blut befördern, je grösser Ihr Baby wird. Gleichzeitig haben die meisten Schwangeren einen zu niedrigen Blutdruck.
  • Übelkeit und Erbrechen. Bei manchen Frauen stellt sich die typische Übelkeit schon kurz vor dem Ausbleiben der Regelblutung ein, bei den meisten ist dies aber erst ca. zwei Wochen später der Fall - morgens am häufigsten, aber auch zu jeder anderen Tages- und Nachtzeit.
  • Verstärkter Speichelfluss. Eine relativ normale und harmlose, aber sehr lästige Begleiterscheinung der Schwangerschaft, vor allem in Verbindung mit Übelkeit.
  • Heisshunger auf oder Ekel vor Lebensmitteln. Ein allgemein erhöhter Appetit ist typisch für den Beginn einer Schwangerschaft, denn der Körper hat jetzt einen erhöhten Energiebedarf, der damit gedeckt werden soll. Die plötzliche Hormonflut kann aber den Geschmackssinn verändern, so dass Sie bestimmte Dinge nicht mehr essen mögen, auf andere (v.a. Süssigkeiten) einen grossen Appetit haben - auch in seltsamer Kombination. Vielleicht haben Sie auch einen merkwürdigen metallischen Geschmack im Mund. Viele Schwangere haben schon sehr früh eine Abneigung gegen Zigarettenrauch und Alkohol.
  • Geruchsempfindlichkeit. Wenn Sie plötzlich geruchsempfindlich werden und Dinge, die Sie immer als angenehm (z.B. Ihr geliebtes Parfum) oder zumindest als nicht störend empfunden haben, nicht mehr riechen können, kann auch dies ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Manche Schwangere können etwa den Duft frisch zubereiteten Kaffees nicht mehr ertragen oder das Aroma von Alkohol oder Käse oder den Geruch von rohem Fleisch.
  • Stimmungsschwankungen. Sind Sie in letzter Zeit hoch empfindlich für alles, was um Sie herum vorgeht, für jedes vermeintlich falsche Wort? Sind Sie manchmal niedergeschlagen und traurig, den Tränen nahe, dann aber auch wieder voller Hochgefühle? Solche seelischen Achterbahnfahrten sind bei vielen werdenden Müttern erste Anzeichen für ihre Schwangerschaft. Etwa ab der sechsten Schwangerschaftswoche können Beschwerden und Verstimmungen wie beim prämenstruellen Syndrom (PMS, die "Tage vor den Tagen") auftreten, ebenfalls ausgelöst durch die hormonellen Veränderungen.
  • Vermehrter Harndrang. Etwa eine bis zwei Wochen nach Ausbleiben der Mens müssen die meisten Schwangeren ständig zum WC laufen. Dafür sind eine stärkere Durchblutung des Unterleibs nach der Einnistung der befruchteten Eizelle, aber auch hormonelle Veränderungen verantwortlich: Das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannt die Blasenmuskulatur. Später drückt die wachsende Gebärmutter auf die Blase. 
  • Verstopfung. Schon früh in der Schwangerschaft kann es zu Problemen mit der Verdauung kommen. Das wird durch die erhöhte Progesteron-Produktion verursacht, die eine allgemeine Entspannung der glatten Muskulatur, also auch der Darmmuskulatur, bewirkt. Das ungeborene Kind wird so in der Gebärmutter vor Erschütterung und Kontraktionen geschützt.
  • Blähungen und Magenbrennen sind ebenfalls typisch. Auch hier sind die Schwangerschaftshormone verantwortlich.

Die typischen Beschwerden sowie hilfreiche Tipps, was Sie in der Schwangerschaft dagegen tun können

Letzte Aktualisierung : 04-02-19, BH

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