Hautveränderungen

Hautveränderungen

Ihre Haut verändert sich während der Schwangerschaft. Verantwortlich sind die speziellen Schwangerschaftshormone, die stärkere Durchblutung und auch der zunehmende Körperumfang. Das wirkt sich sowohl auf ihre Elastizität aus und verursacht möglicherweise Schwangerschaftsstreifen  (Dehnungsstreifen), aber auch die Hautfarbe (Pigmentierung) verändert sich an einigen Körperstellen. 

Wir haben für Sie viele Tipps zur Hautpflege in der Schwangerschaft und zur Vermeidung von Schwangerschaftsstreifen!

Pigmentstörungen treten normalerweise an Stellen auf, die ohnehin schon dunkler gefärbt sind, z.B.

  • auf Nase, Hals und Wangen („Schwangerschaftsmaske“). Man nennt diese Veränderungen auch Chloasma oder „Mutterflecken“. Zu solchen braunen Flecken neigen vor allem dunkelhäutigere Frauen. Manchmal können sich bei dunkelhäutigen Frauen auch hellere Flecken bilden.
  • als Nachdunklung von Muttermalen, Sommersprossen und Leberflecken unter den Augen, auf den Brustwarzenhöfen, an den Geschlechtsorganen, Oberschenkeln und in den Achselhöhlen.
  • vom Bauchnabel aus senkrecht nach unten.  Diese „Linea nigra“ ist ebenfalls bei dunkelhäutigen Frauen stärker sichtbar.
  • im Gesicht, an den Schultern und Armen. Dort können erweiterte Blutgefässe (Kapillaren) rote Flecken, die sogenannten Spinnen-Naevi (Spider-Naevi), verursachen.

Schwangerschaftsbedingte Pigmentstörungen verblassen bald nach der Geburt oder verschwinden ganz. Brustwarzen können allerdings ihre dunklere Färbung behalten. Wenn Sie die Flecken im Gesicht stören, können Sie auf entsprechende Hautpflegeprodukte und/oder Make-up zurückgreifen, um die Verfärbungen etwas zu überdecken. Verzichten Sie aber bitte auf Bleichcreme.

Benutzen Sie während der Schwangerschaft ausserdem möglichst immer einen Sunblocker oder eine Tagescreme mit hohem Lichtschutzfaktor, denn Ihre Haut bräunt schneller und unregelmässiger, und die vorhandenen Pigmentveränderungen können durch die Sonneneinstrahlung noch verstärkt werden.

Künstliche Sonne im Solarium oder auf der Sonnenbank ist in der Schwangerschaft nach bisherigen Kenntnissen nicht direkt gefährlich für das ungeborene Kind. Die UV-Strahlung wird nahezu 100%ig vom mütterlichen Gewebe aufgenommen, so dass in die Gebärmutter keine Strahlung gelangen kann. Allerdings fanden Forscher heraus, dass bei starkem künstlichem Sonnenlicht die Folsäure-Konzentration im Blut hellhäutiger Menschen absinkt - und dieses Vitamin ist sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes. Und Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Haut anders reagiert, d.h. mit unregelmässigen Pigmentierungen. Denken Sie schliesslich daran, dass selbst bei Benutzung der modernsten Geräte das Risiko für Hautkrebs noch deutlich erhöht ist. Ausserdem kann die Körpertemperatur bei zu langem Liegen auf der Sonnenbank ansteigen und Ihr Blutdruck absinken - beides nicht günstig für Schwangere.

Einige Hauterkrankungen, die sogenannten Schwangerschaftsdermatosen, gehen mit Ausschlag und Juckreiz einher und treten fast nur in der Schwangerschaft auf. Sowohl eine Akne als auch eine Mundrose (periorale Dermatitis) können sich in der Schwangerschaft durch den Hormoneinfluss verbessern oder verschlechtern.

Viele Schwangere leiden unter eingerissenen und entzündeten Mundwinkeln (Mundwinkelrhagaden, Faulecken, Perlèche und Cheilitis angularis), die durch einen Mineralstoffmangel bedingt sein können, so dass ein Zusatz von Vitaminen und Mineralien zur Ernährung sinnvoll erscheint. 

 

 

Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH