2 weeks to go

Aktuelles Gewicht: 67,5 kg (da geht noch was :-))
Blutdruck: ausgeglichen

38. SSW oder: noch 11 Tage bis zur Geburt.

Soeben habe ich eine SMS von meiner Freundin Kira erhalten: Louis ist da!!! Er ist zuckersüss und ich kann es kaum erwarten, die beiden zu besuchen. Auf dem MMS Bild ist die frischgebackene Mama mit dem Baby zu sehen. Hellwach mit dunklen Augen und dunklen Haaren, eingewickelt in ein Frottiertuch liegt er neben ihr und es scheint fast, als würde er zufrieden lächeln. Sie sieht müde aus, aber überglücklich. Diese Veränderung, die nur die Geburt des eigenen Kindes in unser Gesicht zaubern kann – einfach herzergreifend.

Für einen Moment kann ich aber nur an eines denken und zwar, dass ich meins jetzt auch im Arm halten will, sofort! Tut mir leid, Juli, will ja keinen Druck machen und liebe es nach wie vor, schwanger zu sein mit dir, aber noch fast zwei Wochen auf dich zu warten, erscheint mir schon als echte Prüfung. Im Übrigen glaube ich auch nicht so recht daran, dass man Schlaf vorholen kann oder die „letzten Stunden“ zu zweit besonders sinnvoll nutzt.

Für Thomas ist es seit einigen Tagen sowieso eher ein Hürdenlauf, meinen Wünschen gerecht zu werden. Ich kann ja selber nicht genau definieren, was ich eigentlich brauche. Wahrscheinlich kommen so viele Emotionen zusammen, dass man manchmal gleichzeitig mehrere Bedürfnisse stillen möchte. So müsste Schatzi also den richtigen Zeitpunkt auswählen, um mir gleichzeitig ein Kompliment für meine Tapferkeit zu machen, meine müden Füsse zu massieren und vollkommen losgelöst von der Schwangerschaft, die Zeit mit mir in vollen Zügen zu geniessen...ich weiss, das ist schlicht unmöglich und deshalb bin ich wahrscheinlich auch schon wütend, bevor er überhaupt die Chance hat, falsch zu reagieren (eine richtige Reaktion ist bei diesen Voraussetzungen ja eh nicht möglich).

Er schlägt dann aber vor, ein Bad zu nehmen, was sich als hervorragende Idee herausstellt. Wir sitzen in der warmen Wanne und müssen beim Anblick von meinem kugelrunden Bauch und den bequem darauf liegenden Schwangerschaftshupen herzhaft lachen. Julian scheint sich auch wohl zu fühlen und macht ein paar gemächliche Bewegungen in seinem Häuschen. Und auf einmal ist mir klar, dass man nichts vor- oder nachholen kann, sondern einfach den Moment geniessen und die Gefühle so annehmen muss, wie sie gerade sind. Nachdem wir fertig gebadet haben, öle ich mich gründlich ein und koche Spaghetti zum Abendessen. Wir sitzen auf dem Sofa, essen und sehen fern, wie üblich an Sonntagen - bis auf die Tatsache, dass ich zwischendurch die Liegeposition ändern muss, weil mein kleiner Mitbewohner sich wehrt :-)

Unsere Kolumnistin Stefanie Besmens schreibt jede Woche über die Höhen und Tiefen, Freuden und Leiden ihrer Schwangerschaft. Fortsetzung folgt...

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