„Haben Sie einen Nässeschutz?“

Aktuelles Gewicht: 64,1 kg 
Blutdruck: stabil

31. SSW. Einkaufstag im Babyladen - mit dabei: Gotti Fäb mit Anhang, die beiden werdenden Omas, Papa Thomas und ich. Bewaffnet mit Farbausdrucken aller Produkte, die ich kaufen muss/will, stürmen wir das Geschäft.

Nachdem sich meine Augen an den Anblick hochschwangerer Frauen, schreiender Babys und Kleinkinder sowie verzweifelt aussehender Papis gewöhnt haben, stelle ich fest, dass ich am liebsten zu den Regalen mit den flauschigen Neugeborenenklamöttchen laufen und mich dort eindecken würde. Blöd nur, dass ich bereits Anziehsachen von meiner Schwester bekommen habe und zwar bis zum 4. Lebensjahr von Julian.

Also dann, fangen wir an mit der Liste. Im Vorfeld haben sich meine Schwestern und Mam diejenigen Sachen ausgesucht, die sie mir schenken möchten und daher verteile ich zuerst einmal die Blätter mit Bild und Produktbeschreibung (wohlweislich direkt ab Onlineshop des Babyladens heruntergeladen). Es stellt sich aber heraus, dass diese Art der Planung vielleicht doch etwas zu theoretisch war. „Ste, das Fieberthermometer auf dem Bild gibt es nicht“, „Schätzchen, komm mal her, möchtest du eine helle Wickelauflage oder eine dunkle?“, „Das Bettchen braucht ja noch einen Vorhang, so einen Himmel. In weiss? Durchsichtig oder nicht?“, „Schatz, ist Flaschenwärmer nicht das gleiche wie Flaschenerwärmer?“, "Brauchst du wirklich eine Babybadewanne?“.

Mmmhhh, das hatte ich mir einfacher vorgestellt. Ich versuche, alle Fragen zu beantworten und hoffe, dass es halbwegs so klingt, als wüsste ich, wovon ich rede. In Wahrheit habe ich keinen blassen Schimmer, ob das Schlafsäckchen, welches mir gefällt, nicht zu warm ist (sooo süss mit einem kleinen Hund drauf) und ob das Schoppenset notwendig ist oder nicht. Als ob es nicht schon Herausforderung genug wäre, dass ich als Schwangere inmitten von entzückenden Kleidli, Accessoires und Deckchen nicht die Beherrschung verliere und einfach wahllos hellblaue Babysachen in den Einkaufswagen lade :-)

Nach etwa einer Stunde haben wir dann aber doch das meiste von der Liste abgearbeitet und ich stehe mit meiner Schwiegermami bei einem Verkäufer, um das Maträtzli für den Stubenwagen zu bestellen. „Gut, dann hätten wir das, wird in ca. vier Wochen geliefert. Haben Sie einen Nässeschutz?“ „Nein, ist das nicht dabei?“ frage ich. „Ich meine, ob Sie einen Nässeschutz haben?“ Bitte was? Ich verstehe nicht, was er meint (genau so wenig, wie ich verstehe, woher ein Mann die Nerven nimmt in einem Babyfachhandel zu arbeiten). „Nö, kein Nässeschutz“ sage ich achselzuckend. „Das würde ich Ihnen aber dringend empfehlen, wenn die Fruchtblase nämlich im Bett platzt, können sie die Matratze wegschmeissen. Bei meiner Frau ist’s im Auto passiert.“ „Hatten Sie denn im Auto einen Nässeschutz?“ frage ich. Touché. Immerhin etwas, von dem ich sicher bin, dass ich es nicht brauche. Mit allen anderen Sachen gehen wir zur Kasse…geschafft!

Unsere Kolumnistin Stefanie Besmens schreibt jede Woche über die Höhen und Tiefen, Freuden und Leiden ihrer Schwangerschaft. Fortsetzung folgt...

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