GVK, KITA und was sonst noch alles

Aktuelles Gewicht: ca. 60.2 kg     
Blutdruck: 83/55 (Mist, immer noch zu tief)

Bin in der 21. SSW und offenbar wird es höchste Zeit, sich um das Leben nach der SS zu kümmern. Schon komisch, oder? Da hat man sich eben erst daran gewöhnt, schwanger zu sein, schon beschäftigt man sich damit, es nicht mehr zu sein. Dabei bin doch gerade so schön im Genuss-Modus und dachte, meine momentane Hauptaufgabe bestünde darin, die Kindsbewegungen von Darmaktivitäten zu unterscheiden.Weit gefehlt!

Ein GVK sollte in der 21. SSW unbedingt geplant werden. Zum Glück habe ich im Spital meiner Wahl eine nette Hebamme gefunden, die Thomas und mir ein Privat-Kürsli zum Thema Natürliche Geburt und „wenn’s unbedingt sein muss“ Kaiserschnitt gibt. Natürlich möchte sie dafür ein kleines Entgelt, versteht sich.

Seit heute weiss ich auch, dass mein Arbeitgeber mir die Chance gibt, nach dem Mutterschaftsurlaub in einem 60-70% Pensum weiterzuarbeiten. Das bedeutet: Fremdbetreuung. Und das wiederum bedeutet: Organisation. Ich nehme mir also das Internet vor und gebe einfach mal KITA Basel und Umgebung ein (wir ziehen mal wieder um, die neue Destination ist Sissach).

Ok, da gibt es ja gar nicht sooo viele Angebote. Ich finde zwei, ganz in der Nähe der neuen Adresse und rufe bei der ersten an. „Ja, Sie können gerne das Anmeldeformular ausfüllen und wir setzen Sie dann auf die Warteliste.“ Bitte was? Die haben jetzt schon eine Warteliste? Verdammt, dann wird das also doch nicht so einfach wie die Anmeldung in einem Fitnessstudio… Zweiter Versuch. Das gleiche Spiel: Ich soll das Formular ausfüllen und abwarten. Gut, wenigstens kann diese Dame mir Angaben zu den Kosten machen. Ich hatte ja keine Ahnung! Ein Baby ist auf Grund des höheren Betreuungsbedarfs 1.5 mal so teuer wie ein Kleinkind ab 18 Monaten. Pi mal Daumen mit der Miete für die grössere Wohnung sind das dann… hmmhh, das meinen die also, wenn sie sagen, so ein Kind geht ganz schön ins Geld. Meine Schwiegermutter wird glückerweise einen Tag übernehmen (zu diesem Thema gibt es wohl auch geteilte Meinungen, aber ich kann nur sagen: Hab eine der guten erwischt!).

Ich versuche meine Gedanken ein bisschen zu ordnen und nicht in Panik zu geraten, ob all der Verpflichtungen, die so gar nichts mit meinem perfekten Bild von Thomas, dem Baby und mir zu tun haben, wie wir zufrieden und voller Glückseligkeit einen Spaziergang durch die Stadt machen. Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich in dieser Vorstellung bereits all meine Schwangerschaftspfunde (ausser dem üppigen Busen) wieder los bin und das Kleine im schicken Kinderwagen friedlich schläft.

Ich hänge meinen Gedanken also noch ein bisschen nach und reize die Geschichte aus, bis…was ist das? Ein Tritt? Das war er, diesmal bin ich sicher. Als ob jemand mit einem heissen Zeigefinger von innen gegen meinen Bauch tippt, eine Art Klopfen, nur kurz und ganz sanft. Und gleich nochmal. Hallo mein kleiner Schatz!

Unsere Kolumnistin Stefanie Besmens schreibt jede Woche über die Höhen und Tiefen, Freuden und Leiden ihrer Schwangerschaft. Fortsetzung folgt...

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