Kaiserschnitt vs. Natürliche Geburt

Aktuelles Gewicht: ca. 62 kg   
Blutdruck: 95/55

Bin in der 19. SSW und habe im swissmom-Schwangerschaftsnewsletter ganz erstaunt gelesen, dass man sich so langsam für einen Geburtsvorbereitungskurs (GVK) anmelden sollte (!). Zum Thema Geburt fällt mir spontan ein, was ein befreundetes Päarchen von Thomas und mir uns einmal geraten hat: „Wenn ihr eine natürliche Geburt wollt, gibt es nur eine einzige Regel und die gilt für den Mann: Bleib beim Kopf!“

Seit wir wissen, dass ich schwanger bin, war die natürliche Geburt aber ohnehin nie mehr ein Thema. Irgendwie ist für uns beide klar, dass unser Kind per Kaiserschnitt zur Welt kommen soll. Und ich muss sagen, ich fühle mich mit diesem Gedanken erstaunlich wohl.

Jetzt schütteln einige von Euch sicher empört den Kopf und können kaum glauben, dass jemand so leichtfertig auf das „Wunder der Geburt“ verzichten will. Ich habe aber ein paar wirklich gute Argumente…wirklich.

Also:
1.) Das Datum steht ein paar Tage vorher fest und ich kann mich innerlich vorbereiten
2.) Mein Mann würde mich nicht in einer so unkontrollierten Situation sehen und müsste später so tun, als hätte er meine bizarren Fratzen längst vergessen.
3.) Wenn etwas so gross ist wie eine Melone und durch etwas hindurch muss, das so gross ist wie eine Zitrone, ist Sex danach für lange Zeit, als würde man ein Würstchen in eine Turnhalle werfen.
4.) Die Geburt selbst dauert ca. 30 Minuten und nicht Stunden oder Tage.
5.) Eine Bekannte lag fast zwei Tage in den Wehen und musste schlussendlich einen Kaiserschnitt machen…
6.) Siehe Punkt 5 ohne zwei Tage Wehen.
7.) Meine Schwester sagt: „Das gibt die schönsten Babys“.
8.) Dammschnitt
9.) Weniger Stress für das Kind.
10.) Thomas und ich waren uns von Anfang an einig (nach 6 Jahren Ehe zählt dieser Punkt doppelt).

Sässe ich jetzt in einer offenen Diskussionsrunde mit anderen Schwangeren, also Euch, bekäme ich wahrscheinlich so einige meiner Spekulationen um die Ohren gehauen und natürlich all die negativen Aspekte wie: Schmerzen nach dem Kaiserschnitt, es ist eine Operation mit allen Risiken, man darf danach kaum sein eigenes Kind hochheben, eine Frau sollte auf keinen Fall auf dieses einmalige Erlebnis verzichten und natürlich, dass all die Schmerzen in dem Moment vergessen sind, in dem man das Baby im Arm hält.

Für letzteres würden ein paar mir bekannte Mamis nicht wirklich die Hand ins Feuer legen, aber trotzdem habt Ihr ja auch recht und vielleicht ändere ich meine Meinung noch - für Punkt 3 hätte ich dann allerdings gern ein paar Tipps.

Falls ich aber bei dieser Entscheidung bleiben sollte, hoffe ich inständig, dass unser Kleiner auch brav mitmacht, wenn der Untermietervertrag bei mir ausläuft.

Mal sehen, ob ich einen „GVK für Kaiserschnitt“ finde mit „Natürliche Geburt als Ausweichmöglichkeit“.

Unsere Kolumnistin Stefanie Besmens schreibt jede Woche über die Höhen und Tiefen, Freuden und Leiden ihrer Schwangerschaft. Fortsetzung folgt...

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