Frei-Öl und Co.

Aktuelles Gewicht: 60.2 kg
Blutdruck: 90/57

Ihr habt sicherlich den Newsletter von dieser Woche bereits durchgelesen und musstet auch ein wenig schmunzeln bei der Rubrik „Ammenmärchen“? Mir kann man ja einfach alles erzählen, und auch wenn ich mit einem gelassenen Lächeln reagiere und äusserlich unbeeindruckt mit der Schulter zucke, wenn mir jemand ganz genau sagen kann, dass es „auf jeden Fall ein Junge wird“ oder ich „ja jetzt für zwei essen muss“, bleibt doch das ein oder andere hängen und ich komme nicht umhin, mir Gedanken zu machen. Ist aber gut zu wissen, dass offenbar alle Schwangeren früher oder später mit irgendeiner wunderlichen Weissagung konfrontiert werden.

Am intensivsten beschäftige ich mich gerade mit allen Hausmütterchenrezepten, welche rund um Dehnungsstreifen so im Umlauf sind. Von Olivenöl bis Massagen über „wenn das deine Mutter hatte, dann kannst du dich gleich damit abfinden…“, habe ich schon einiges durch. Seit heute Morgen schmiere ich mich brav mit Frei-Öl für Schwangere ein und versuche dieses mit „zupfenden Bewegungen“ in die Haut zu massieren.

Schwerpunktmässig bearbeite ich Bauch, Busen und Oberschenkel (nein, die Haut wird dadurch nicht straffer – leider), angenehmer Nebeneffekt: Das Dekolleté glänzt den ganzen Tag neckisch. Brauche nach dem Duschen zwar etwas länger als vorher, ist aber ja schliesslich auch eine Langzeitinvestition – vor allem, wenn es nach meinem Mann geht, der mich bereits dezent darauf hingewiesen hat, dass ein „verrissener Bauch“ kein zwingendes Andenken an die Zeit der Schwangerschaft sein müsse.

Ausserdem werde ich schon bald mit Yoga anfangen, natürlich der Schwangerschafts-Version davon, versteht sich. Ich habe mich in den letzten Jahren über so viele mögliche Sportarten, Kurse und sonstige körperlichen Betätigungen informiert, dass mir irgendwie gar nicht richtig bewusst war, dass ich ja gar keine davon wirklich ausübe. Die Dame von diesem Yoga-Kurs hat mir auch schon gesagt, dass es kein rein körperliches Training ist, sondern auch mit Visualisierungen gearbeitet wird. Wer weiss, vielleicht kommt dabei sogar die Antwort auf die ewige Warterei bis zum nächsten Ultraschalltermin…Mal sehen, wie das wird, mit anderen werdenden Mamis und wachsendem Bauch auf einer Isomatte rumzuturnen und tief in sich hinein zu horchen.

So oder so, hoffe ich, meine Fitness noch ein bisschen auf Vordermann bringen zu können. Momentan stehe ich zwei- bis dreimal nachts auf, um auf’s WC zu schlurfen und wieder zurück ins Bett. In manchen Nächten schaffe ich es kaum, die Augen richtig aufzumachen, geschweige denn, die Spülung zu betätigen oder die Hände zu waschen. Da kommt schon mal der verschlafene Gedanke auf, dass ich schon bald des Öfteren nachts raus muss und somit die Frage: „Wie zum Teufel soll ich das bloss schaffen?“.

Unsere Kolumnistin Stefanie Besmens schreibt jede Woche über die Höhen und Tiefen, Freuden und Leiden ihrer Schwangerschaft. Fortsetzung folgt...

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