Ist Nasenbluten häufiger in der Schwangerschaft? Wie kann man vorbeugen?

Nasenbluten ist eine der häufigeren Schwangerschaftsbeschwerden. Die Blutgefässe in der jetzt stärker durchbluteten Nasenschleimhaut werden leichter verletzt, z.B. bei zu kräftigem Naseputzen. Aber auch die grössere Blutmenge im Körper trägt dazu bei. Die Blutung sieht meist dramatischer aus, als sie wirklich ist, denn der Blutverlust ist minimal.

Wenn es aus der Nase blutet, sollte man sich leicht nach vorne beugen und die Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten zusammen drücken. Zusätzlich können kalte Tücher auf der Stirn und im Nacken helfen. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefässe zusammenziehen und die Blutung aufhört. Gelangt Blut in den Rachen, sollten Sie es nicht schlucken, sondern ausspucken, damit Ihnen nicht übel wird. Halten die Blutungen länger als 20 Minuten an, suchen Sie besser einen Arzt auf.

Zur Vorbeugung wird empfohlen, viel zu trinken und die Nasenschleimhaut durch eine pflegende Salbe oder Nasenöl feucht zu halten. Naseputzen ist nur sinnvoll, wenn Sekret produziert wurde, jedoch nicht, wenn die Nasenschleimhaut nur angeschwollen ist. Vor allem einige Stunden nach dem Nasenbluten können sich durch den erhöhten Druck beim Schnäuzen gerade angetrocknete Blutkrusten lösen und eine erneute Blutung auslösen.

Achtung: Häufiges Nasenbluten kann ein Symptom von Bluthochdruck sein. Deshalb sollten Sie es bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung erwähnen.

Letzte Aktualisierung: 08.2016, BH