Darf man in der Schwangerschaft vorsorglich Magnesium einnehmen, auch wenn man keine Wadenkrämpfe hat? Oder schadet das?

In der Schwangerschaft ist Magnesium einer der wichtigsten Mineralstoffe. Aber selbst eine ausgewogene Ernährung (Mineralwasser mit Magnesium angereichert, geschälte Mandeln und viel grünes Gemüse) kann oft nicht genügend Magnesium zur Verfügung stellen. Und ein Magnesiummangel macht sich sehr rasch z.B. in Form von Wadenkrämpfen bemerkbar. Ausserdem scheint Magnesiummangel ein Faktor bei der Entstehung von Schwangerschaftsübelkeit, vorzeitigen Wehen, Bluthochdruck und Gestose (Präeklampsie) zu sein.

Von einigen Experten wird daher eine generelle Magnesiumsubstitution (450 mg/Tag) für alle Schwangeren und stillenden Mütter gefordert. Selbst bei einer leichten Überdosierung wären kaum Nebenwirkungen, höchstens Müdigkeit und eine Stuhlverdünnung zu erwarten. Ob die Vorsorgewirkung allerdings tatsächlich eine allgemeine Empfehlung und die Kosten rechtfertigt, muss noch in den nächsten Jahren untersucht werden.

Letzte Aktualisierung : 08.2016, BH