Sind auch Abführmittel gefährlich in der Schwangerschaft?

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Einnahme eines pflanzlichen Abführmittels bei hartnäckiger Verstopfung Ihr ungeborenes Kind schädigen könnte. Mittel wie z.B. Senna-Psyllium oder Bisocadyl werden schon sehr lange auch in der Schwangerschaft eingesetzt, und Anzeichen für eine erhöhte Fehlbildungsrate hat es bisher noch nicht gegeben. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie allerdings vorsichtig sein mit Anthrachinon-haltigen Abführmitteln (dazu gehören auch Senna-Präparate) und Rhizinusöl! Sie können Wehen auslösen.

Grundsätzlich ist es jedoch gut, wenn Sie versuchen, den Abführmittelgebrauch immer weiter einzuschränken. Durch natürliche Methoden können Sie Ihre Verdauung sicher wieder ankurbeln. Füll- und Quellstoffe wie Weizenkleie, Agar-Agar, Leinsamen und Methylcellulose – immer mit sehr viel Flüssigkeit - und osmotische Abführmittel wie Lactulose, Mannit oder Sorbit sind gut geeignete Alternativen. Auch Magnesium oder sogar ein Microklist (funktioniert wie ein kleiner Einlauf) ist unbedenklich.

Letzte Aktualisierung: 08.2016, BH