Darf man sich in der Schwangerschaft ein Tattoo stechen lassen?

Tätowierungen (Tattoos) an Schwangeren oder stillenden Frauen lehnen seriöse Studios grundsätzlich ab. Ärzte raten ja sowieso meist davon ab. Das gleiche gilt für die Entfernung von Tätowierungen.

Der Körper reagiert möglicherweise ganz anders als vorher, so dass das Schmerzempfinden viel stärker sein kann als vor der Schwangerschaft. Der damit verbundene Stress ist ungünstig für Mutter und Kind, zumal es zu allergischen Reaktionen kommen kann, die dann kompliziert zu behandeln sind. Auch kann man nicht vorhersehen, ob der Heilungsprozess gestört sein wird.

Bereits vorhandene Tattoos sind dagegen unproblematisch.

Newsticker

Tattoo-Tinte - Gift unter der Haut: Schätzungsweise 25% der Bevölkerung unter 30 hat ein Tattoo. Die Stiftung Warentest hat jetzt zehn Tätowierfarben untersucht und dabei in sechs Proben zwar keine verbotene, aber gefährliche Stoffe gefunden. Sie können Allergien auslösen (Konservierungsstoffe, Nickel). Die ebenfalls nachgewiesenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe  (PAK) sind sogar krebserregend. Menschen mit Kreislauferkrankungen, Neurodermitis oder einem geschwächten Immunsystem sollten sich darum keinesfalls tätowieren lassen, rät die Stiftung. Auch Bluter, Schwangere oder stillende Frauen sollten auf neue Tätowierungen besser verzichten. (swissmom Newsticker, 9.8.14).

Letzte Aktualisierung : 08.2016, BH