Schwangere geniesst eine Tasse kaffee

Kaffeegenuss in Schwangerschaft und Stillzeit

Schlaflose Nächte, Schwangerschaftsmüdigkeit oder ein Neugeborenes, welches den ganzen Tag Mamas uneingeschränkte Aufmerksamkeit verlangt – nie sehnt man sich so sehr nach einer Tasse Kaffee wie während der Schwangerschaft und Stillzeit. Dennoch wird gerade in dieser Zeit vor dem Konsum von zu viel Koffein gewarnt. Wie viel Kaffee ist wirklich noch erlaubt und ab der wievielten Tasse besteht ein Risiko für das Baby?

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Während der Schwangerschaft

Da Koffein die Plazentaschranke schnell überwindet, deckt sich Ihr Koffeinspiegel während der Schwangerschaft etwa mit jenem Ihres Kindes. Gegen zwei bis drei Tassen Kaffee über den Tag verteilt ist jedoch gar nichts einzuwenden.

Übertreiben sollte man den Kaffeekonsum aber nicht: Bei mehr als acht Tassen pro Tag ist das Risiko einer Fehlgeburt möglicherweise etwas erhöht, allerdings gibt es hier widersprüchliche Untersuchungen. Eindeutig ist jedoch, dass Kinder von starken Kaffeetrinkerinnen ein etwas niedrigeres Geburtsgewicht haben können. Darüber, wie genau die Substanz auf das ungeborene Kind wirkt, spekulieren Forscher bislang nur. Ein hoher Konsum könnte den sich noch entwickelnden Stoffwechsel des Embryos überfordern. Der Koffeinabbau durch die Mutter ist während der Schwangerschaft verlangsamt und das Ungeborene selbst verfügt über weniger Koffein abbauende Enzyme.

Falsch ist hingegen die inzwischen wissenschaftlich entkräftete Behauptung, dass Kaffee und schwarzer Tee dem mütterlichen Organismus Flüssigkeit entziehen. Kurzzeitig erhöht Koffein zwar die Filterfunktion der Nieren, so dass mehr Urin gebildet wird. Dieser Effekt lässt aber schnell wieder nach.

Wer also spätestens nach der dritten Tasse auf Kaffee ohne Koffein umsteigt, setzt das ungeborene Baby keinem unnötigen Risiko aus. Ein anderer Tipp ist, in der Schwangerschaft auf Milchkaffee umzusteigen: Sie nehmen nur noch halb so viel Kaffee auf und steigern die tägliche Milchmenge!

Während der Stillzeit

Koffein geht auch in die Muttermilch über. Der Körper eines Babys kann Koffein noch nicht ausreichend verarbeiten, so dass sich diese Substanz anhäuft. Ein Baby braucht mehr als drei Tage, um das aufgenommene Koffein wieder abzubauen. Das kann zu Unruhe, Bauchschmerzen und Blähungen beim Säugling führen. Deshalb empfiehlt man stillenden Müttern, koffeinhaltige Getränke nur im Mass und möglichst direkt nach dem Stillen zu sich nehmen. Dann ist der Koffein-Spiegel in der Muttermilch bis zur nächsten Stillmahlzeit zumindest gesunken.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt den Koffein-Konsum während der Stillzeit auf 300 mg pro Tag zu beschränken. Eine Tasse Kaffee enthält circa 100 mg Koffein, ein Espresso circa 50 mg, wobei der Koffeingehalt von selbstgebrühtem Filterkaffee je nach Brühmethode stark variiert. Eine bessere Kontrolle über den täglichen Kaffeekonsum gewährleistet die Verwendung von Kapsel-Maschinen. Die praktischen Kaffeekapseln gibt es sowohl mit als auch ohne Koffein.

Letzte Aktualisierung: 07.2017, BH