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Katzenbisse entzünden sich leicht: Katzenbisse sind nach Hundebissen die häufigsten Bissverletzungen. Von Hundebissen entzünden sich 4 %, nach einem Katzenbiss aber 40 %. Ein Katzenbiss kann unter Umständen böse Folgen haben: Katzen haben spitze Zähne, die Keime mit dem Speichel weit ins Gewebe einbringen, selbst wenn die Haut nur wenig verletzt scheint. Anzeichen für eine Infektion sind Rötung oder Schwellung an der Bissstelle. Die Bisswunde soll man nur unter lauwarmem, laufendem Wasser säubern und mit einer sterilen Mullkompresse abdecken, danach ist der Gang zum Arzt erforderlich. Dieser wird die Wunde professionell reinigen. Impfpass (Tetanus-Impfung) nicht vergessen!

Kein Hundeschmützli! Kinder sollten sich nicht von Haustieren ablecken lassen, diese küssen oder sie mit in ihr Bett nehmen. Schleckt ein Tier ein Kind ab, sollten Eltern die Stelle umgehend mit Seife und Wasser gründlich reinigen. Gefährlich wäre die Übertragung von Pasteurella-Bakterien und Capnocytophaga canimorsus, die beim Menschen eine Blutvergiftung, Knochen-, Lungen- oder Hirnhautentzündung auslösen. Biss- und grössere Kratzwunden müssen deshalb immer ärztlich behandelt werden. Haustiere sollten regelmässig beim Tierarzt untersucht, entwurmt und frei von Flöhen gehalten werden. Nach jedem Kontakt die Hände waschen!

Hundebisse können gefährlich sein: Jedes zweite Kind wird bis zu seinem 18. Lebensjahr von einem Hund gebissen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie empfiehlt, als erste Hilfe die Verletzung mit einer sterilen Kompresse oder einem Verband abzudecken. Eltern sollten keine eigenen Versuche unternehmen, die Wunde zu reinigen. Zur Abklärung des Tetanusschutzes ist es sinnvoll, den Impfpass des Kindes gleich zum Arzt mitzubringen. Bei bis zu 20 Prozent der Hundebisse kommt es zu einer Wundinfektion, manchmal mit unnötigen grossen Narben. Babys und Kleinkinder müssen im Umgang mit Hunden immer beaufsichtigt werden.

Auch Familienhund beisst zu: Kleine Kinder werden oft im Kopf- und Halsbereich gebissen, auf Augenhöhe des Tieres. Eine Auswertung der steigenden Zahl von Hundebissverletzungen am Kinderkrankenhaus von Liverpool ergab zudem, dass fast alle Hunde (98%) den Kindern bekannt waren, in 55% der Fälle handelte es sich sogar um den Familienhund. Jeder vierte Hund war jung und hatte noch kein Training erhalten. Die Studienautoren betonen, dass praktisch alle Hunderassen vertreten waren. Kinder sollten deshalb nie unbeaufsichtigt mit Hunden spielen.