Nägel schneiden

Das Nägelschneiden bei Säuglingen ist eine gefürchtete Prozedur – sowohl für die Mutter als auch fürs Baby! Als Mutter haben Sie Angst, dass die Schere abrutschen könnte und Sie Ihr Kind verletzen, weshalb Sie besonders gut zugreifen. Das wiederum gefällt dem Baby gar nicht.

Sie sollten deshalb in den ersten Tagen die Fingernägel und Fussnägel noch nicht schneiden, auch wenn sie in den ersten Wochen recht schnell wachsen. Wenn Sie merken, dass Ihr Baby sich kratzt, können Sie Ihrem Kind von Hand ganz vorsichtig die ev. kratzenden Häutchen an den Nägelchen entfernen. Eine leichte Massage mit Öl macht die Nägel weicher, so können sie dann abgezupft werden.

Später, wenn die Nägel nicht mehr ganz so zart und weich sind, sollten sie regelmässig abgeschnitten werden, weil sich das Baby sonst leicht das Gesicht zerkratzt. Gefährdet sind besonders Babys mit einem Ekzem oder einem Hämangiom. Die Fussnägel wachsen sehr langsam und müssen lange nicht geschnitten werden.

Drücken Sie die Fingerkuppe ein wenig vom Nagelbett fort. Schneiden Sie ganz gerade, damit die Nägel nicht in das Nagelbett einwachsen. In der Drogerie oder Apotheke gibt es spezielle Baby-Nagelscheren mit abgerundeten Spitzen. Sie können auch einen kleinen Nagelknipser benutzen.

Wählen Sie zum Nägelschneiden einen ruhigen Zeitpunkt, z.B. während Ihr Baby schläft (auf gute Lichtverhältnisse achten!) oder nach einer Mahlzeit. Lenken Sie es durch Singen oder mit Zählreimen ab. Nach dem Bad sind die Nägel aufgeweicht und lassen sich am leichtesten schneiden. Vielleicht machen Sie die Prozedur anfangs auch zu zweit oder Sie lassen es sich von der Mütterberaterin zeigen.

Vom Abbeissen der weichen Babynägel raten Kinderärzte eher ab. Dieses Vorgehen birgt das Risiko einer Nagelbettverletzung und einer bakteriellen Infektion durch Keime im Mund der Mutter.

Letzte Aktualisierung: 02.2018, MR / BH