Entwicklung der befruchteten Eizelle

Die befruchtete Eizelle

Die Befruchtung der Eizelle ist geglückt, sobald es Spermium gelingt, ins Zellplasma des Eizellkerns vorzudringen. Sofort verhindern bestimmte Stoffe in der Eizelle das Eindringen weiterer Spermien. Die übrig gebliebenen Samenzellen sterben bald darauf ab.

Im Inneren der Eizelle befindet sich – nach der Verschmelzung mit der Samenzelle – nun wieder eine Zelle, die sich nach einiger Zeit alle paar Stunden teilt. Ab 96 Stunden nach der Befruchtung nennt man dieses frühe Stadium eines Zellhaufens  "Morula" (Maulbeerkeim) oder Blastomere, es sieht aus wie eine Brombeere. Im weiteren Verlauf entwickelt sich daraus der Embryo, die Eihäute und die Plazenta. 

Die Morula wird innerhalb von etwas weniger als einer Woche durch den Eileiter in die Gebärmutterhöhle transportiert. Der letzte Abschnitt im Eileiter ist besonders eng und deshalb gefährlich: Es besteht die Gefahr, dass die Eizelle an der Wand des Eileiters hängen bleibt. Dann könnte sich eine sogenannte Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität) entwickeln, d.h. die befruchtete Eizelle nistet sich in der Schleimhaut des Eileiters ein.

Kommt die befruchtete Eizelle unbeschadet in der Gebärmutter an, kann die Einnistung (Implantation) in die dort vorbereitete Schleimhaut beginnen.

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Viele weitere Informationen zu diesen spannenden ersten Tagen der Schwangerschaft gibt es im swissmom-Schwangerschaftskalender "Woche für Woche", z.B. auf den Seiten zur 3. SSW und 4. SSW.

Da wo im Eierstock die Eizelle herangereift ist, formt sich nach dem Eisprung aus den Resten des Follikels der Gelbkörper (Corpus luteum), der mit seinem Gelbkörperhormon (Progesteron) die junge Schwangerschaft in ihrem Wachstum entscheidend unterstützt. Vor allem wird durch das Progesteron die Schleimhaut der Gebärmutter auf die Einnistung der befruchteten Eizelle vorbereitet. Ausserdem steigt durch das Progesteron die Basaltemperatur ein bis zwei Tage nach dem Eisprung um etwa 0,5 Grad an und bleibt in der gesamten zweiten Zyklushälfte und bei erfolgreicher Befruchtung auch noch länger erhöht. 

Von diesem Zeitpunkt an werden weitere Botenstoffe an den mütterlichen Organismus abgegeben, vor allem das Schwangerschaftshormon humanes Choriongonadotropin (hCG), das beim Schwangerschaftstest gemessen wird. Solche Hormone sorgen in den nächsten acht Wochen für den Erhalt des Gelbkörpers im Eierstock und damit eine beständige Progesteron-Produktion. Später übernimmt der Mutterkuchen (Plazenta) diese Aufgabe vom Gelbkörper.

Detaillierte Erklärung der Hormone und ihrer Funktion


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Letzte Aktualisierung: 04.2016, BH