Behandlungsmethoden

Behandlungsmethoden bei Unfruchtbarkeit

Die Behandlungsmethoden richten sich natürlich vor allem nach den Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit. Die wenigsten Paare brauchen glücklicherweise eine so weitgehende Sterilitätsbehandlung mit künstlicher extrakorporaler Befruchtung, wie die in-vitro-Fertilisierung oder ICSI.

Grundsätzlich beginnt man mit einer möglichst einfachen Therapie, die das Paar wenig belastet und gezielt die im Rahmen der Abklärungen  festgestellten Probleme angeht. Erst wenn dieses Vorgehen nicht erfolgreich ist, geht man Schritt für Schritt weiter im Therapieplan. Die eigentliche Ursache der Infertilität wird dabei natürlich nicht beseitigt. Es wird lediglich versucht, das Symptom der Erkrankung, die ungewollte Kinderlosigkeit, zu überwinden.

Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Hormonbehandlung mit Regulierung des Hormonhaushaltes und Stimulation der Eibläschenreifung
  • Insemination (Samenübertragung) mit Einbringen von aufbereiteten Spermien in die Gebärmutter oder in den Eileiter
  • IVF (In-vitro-Fertilisation) mit einer künstlichen Befruchtung ausserhalb der Gebärmutter und Übertragung der befruchteten Eizelle
  • ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) als Verfeinerung der IVF-Methode, bei der die Samenzelle direkt in die Eizelle gebracht wird, evtl. mit TESE/MESA (testicular sperm extraction/microsurgical epididymal sperm aspiration)
  • Begleitend kann eine Hypnosetherapie eingesetzt werden

Wissen

Anti-Müller-Hormon als neuer Fruchtbarkeits-Marker


Newsticker

Babyboom | 31.10.2016

In der Schweiz wurden 2015 so viele Babys geboren wie seit 23 Jahren nicht mehr: 86.559! Die Geburtenrate stieg kontinuierlich von 1,38 in 2000 auf 1,54 in 2015. Geholfen haben sicher auch die Fortschritte in der Kinderwunschbehandlung, denn weniger Frauen als früher bleiben kinderlos. Seitdem man als junge Familie nicht mehr in die Agglomeration zieht, holen vor allem die Städte in der Geburtenrate auf. Im Vergleich der Kantone liegen Appenzell und Obwalden vorn, Schaffhausen, Tessin und Basel-Stadt am Schluss. Das grösste Potential für einen weiteren Anstieg sehen Fachleute in einer Verbesserung der Kinderbetreuung nach skandinavischem Vorbild. Schweizer Eltern müssen zur Zeit etwa ein Drittel ihres Einkommens für einen Krippenplatz hinblättern – ein europäischer Spitzenwert!

Letzte Aktualisierung: 04.2016, BH