Künstliche Befruchtung
Kinderwunsch | Behandlung | Komplikationen

Samengewinnung und Befruchtung im Labor

Die Gewinnung der Samenzellen bzw. des Ejakulats erfolgt unter denselben Bedingungen wie für eine Insemination. Nach Möglichkeit sollte in den letzten zwei Tagen kein Samenerguss mehr erfolgt sein. Bei Terminschwierigkeiten besteht die Möglichkeit, die Samenabgabe vorzuziehen und die Samenzellen bis zum Tag der Eizellentnahme  einzufrieren.

Nach 3-6stündiger Inkubation werden die aufbereiteten Spermien zu den Eizellen hinzugefügt. Bei der reinen In-vitro-Fertilisation werden pro Eizelle etwa 100.000 bewegliche Samenzellen zugegeben. Von diesen müssen wenigstens 30 % eine gute Beweglichkeit aufweisen und normal geformt sein. 

In der Regel verbleiben Ei- und Samenzellen für 18-24 Stunden in einem Wärmeschrank bei 37º C. Nach dieser Zeit wird geprüft, ob Befruchtungsvorgänge sichtbar sind. Man erkennt das am Vorhandensein sogenannter Vorkerne (Pronuklei) im Inneren der Eizelle. Die befruchtete Eizelle befindet sich dann im Pronukleid-Stadium. In diesem Stadium haben sich das weibliche und männliche Erbmaterial noch nicht vereinigt und die Zellteilung ist noch nicht sichtbar.

Sind mehr als zwei Eizellen befruchtet worden, also im Pronukleus-Stadium, werden die überzähligen tiefgefroren ( Kryokonservation ).

Letzte Aktualisierung : 25-04-16, BH

loading
Newsletter
Kinderwunsch
Aktuelles Wissen, Tipps und Updates rund ums Thema „Kinder kriegen“. Jetzt anmelden!