3. Lebensjahr

Das dritte Lebensjahr: Eine intensive Zeit!

Ihr Kind rennt wie der Blitz, erklimmt problemlos Treppen und Hindernisse, öffnet Türen, schraubt die Deckel von Dosen, zieht sich Schuhe und Kleider aus, kann sich selber die Hände waschen und abtrocknen und hantiert schon recht gut mit der Zahnbürste. Das Bedürfnis, so Pipi zu machen, wie Mami oder Papi es tun, ist gross – unterstützen Sie Ihr Kind dabei, ohne das Sauberwerden zu stark zu forcieren.

Was Ihr Kind jetzt alles anstellt, braucht Nerven, zumal es gerade jetzt grundsätzlich alles verneint, was Sie von ihm verlangen. Es kennt den Unterschied zwischen gut und böse und es wird jetzt immer wieder Grenzen suchen und den Aufstand proben. Bleiben Sie gelassen, aber greifen Sie ein, wenn das Kind sich in Situationen begibt, wo es sich selber gefährden kann. Solche Situationen sind in diesem Alter häufig!

Wenn Sie etwas Bestimmtes von Ihrem Kind wollen, formulieren Sie es auch so. Ein eigentlicher Befehl, der tönt wie eine nette Frage, wird garantiert nicht ausgeführt.

Da Ihr Kind im Alter von zwei Jahren schon einen grossen Wortschatz hat, redet es sehr viel und benutzt auch schon Possessivpronomen (meins!). Gerade das ist ihm wichtig, denn sein eigenes ICH entwickelt sich jetzt sehr stark. Darum wird es jetzt auch ständig seinen eigenen Namen – oder eine Abwandlung davon – benutzen.

Zum steten Aufstand Ihres Kindes gesellt sich in diesem Alter auch eine gewisse Eifersucht auf seine Geschwister oder „Gspändli“. Möglich, dass es zuweilen sogar recht heftig gegen andere Kinder vorgeht. Diese „Wutausbrüche“ sind manchmal unangenehm, aber sie gehören in einer gewissen Weise zur Entwicklung. Dieser oft beeindruckende Eigensinn ist Garant für eine perfekte Entwicklung seiner Persönlichkeit und des selbständigen Denkens. Akzeptieren Sie das, aber lassen Sie seine Launen nicht durchgehen, versuchen Sie mit viel Geduld, das Kind trotz allem zu lenken. Es braucht Grenzen und Regeln!

Aber Ihr Kind braucht nicht nur Regeln, sondern auch Rituale. Diese liebt es und sie sind ihm eine wichtige Stütze. Es hört nach wie vor gerne Geschichten und ist restlos fasziniert, wenn es etwas gruselig wird. Angst haben gehört zur Persönlichkeitsbildung. Aber Vorsicht: lassen Sie Ihr Kind deswegen nicht unkontrolliert fernsehen! Achten Sie darauf, dass sich Ihr Kind wenig vor dem Fernseher aufhält und nur altersgerechte „Kost“ konsumiert!

Gut informiert

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Zur Persönlichkeitsentwicklung gehört zunehmend ein eigener Bereich, wo sich das Kind „ungestört“ aufhalten kann. Sei es in seinem Zimmer, in einem kleinen Spielhaus oder Zelt – Ihr Kind liebt es, sich irgendwo zu verkriechen und in seinem Reich so zu schalten und zu walten, wie es will. Noch immer aber ist Ihr Kind auch ein grosser Nachahmer. Puppengeschirr und Kinderwerkzeuge sind darum jetzt die richtigen Geschenke. Zudem ist Ihr Kind begeistert, wenn es malen oder basteln darf.


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Letzte Aktualisierung: 05.2016, VZ