Mutter und Tochter machen Hausaufgaben
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Wie Eltern ihre Kinder bei den "Ufzgi" unterstützen können

Vor allem, wenn ein Kind sich schwertut mit den Hausaufgaben, ist die Versuchung gross, ihm die Lösungen liefern zu wollen oder Fehler zu korrigieren. Damit erweisen Eltern ihrem Kind einen Bärendienst, denn einerseits lernt es nicht, die Aufgaben selbständig zu lösen, andererseits erhält die Lehrperson den Eindruck, das Kind habe alles verstanden und brauche keine weitere Hilfe mehr. Wie aber können Sie Ihr Kind richtig unterstützen? Im Folgenden einige wichtige Grundsätze: 

  • Es sind nicht Ihre Hausaufgaben, sondern die Hausaufgaben Ihres Kindes. Helfen Sie also nur, wenn das Kind ausdrücklich um Hilfe bittet oder gar nicht mehr weiterkommt. Sie sollten auch nicht während der ganzen Zeit neben dem Kind sitzen und es überwachen, sondern dann da sein, wenn es Sie braucht. 
  • Das Kind braucht einen sauberen hellen und ruhigen Arbeitsplatz, an dem Stifte, Papier und andere zur Erledigung der Aufgaben benötigte Dinge bereit liegen. Nicht alle Kinder schätzen es, die Hausaufgaben in ihrem eigenen Zimmer zu erledigen, sondern möchten dies lieber in dem Raum tun, in dem Sie sich aufhalten. Dann ist es erst recht wichtig, dass der Arbeitsplatz nicht mit anderen Dingen überstellt ist und dass im Zimmer kein dauerndes Kommen und Gehen herrscht. 
  • Fragen Sie nach, welche Aufgaben das Kind hat und räumen Sie ihm genügend Zeit ein, diese zu erledigen. Lassen Sie sich vom Kind erklären, was es zu tun hat. So können Sie auch feststellen, ob es die Aufgabenstellung begriffen hat. 
  • Einige Kinder brauchen zuerst eine Pause, ehe sie nach der Schule mit den Hausaufgaben anfangen mögen, andere wollen es gleich hinter sich bringen, wieder andere arbeiten besser, wenn sie die Hausaufgaben in "Portionen" aufteilen können. Es mag eine Weile dauern, bis der richtige Rhythmus gefunden ist, dann aber ist es wichtig, einen bestimmten Ablauf einzuhalten, damit es nicht immer aufs Neue zu Diskussionen kommt.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, seine Zeit richtig einzuteilen. Dies ist besonders wichtig, wenn es zu Beginn der Woche einen Wochenplan bekommt, der bis Ende der Woche zu erledigen ist.
  • Sachbücher, gute Kinderzeitschriften und Apps sind eine wertvolle Unterstützung, die Ihrem Kind helfen, Lerninhalte zu üben und zu festigen sowie sich neues Wissen anzueignen.   
  • Eine grundsätzlich positive Haltung gegenüber der Schule und der Lehrperson ist wichtig, damit das Kind gut arbeiten kann. Suchen Sie Kontakt zur Lehrperson, wenn Sie mit einer Sache nicht einverstanden sind und ziehen Sie Ihr Kind nicht in die Angelegenheit mit hinein. 
  • Wenn Ihr Kind in einem Punkt trotz Erklärungen nicht weiterkommt oder bedeutend länger an den Hausaufgaben sitzt als für sein Alter empfohlen, brechen Sie die Übung ab. Schreiben Sie der Lehrperson eine Mail oder eine Notiz und teilen Sie ihr mit, weshalb das Kind die Hausaufgaben nicht (fertig) gelöst hat. So ersparen Sie Ihrem Kind Ärger wegen nicht gelöster Hausaufgaben und die Lehrperson weiss Bescheid, dass weitere Erläuterungen zum Thema nötig sind. 
  • Wenn es Ihnen zum Beispiel wegen Ihrer Arbeitszeiten nicht möglich ist, Ihr Kind beim Erledigen der Hausaufgaben zu unterstützen, erkundigen Sie sich, ob in Ihrer Wohngemeinde eine Hausaufgabenhilfe angeboten wird. Auch wenn es in der Familie regelmässig zu Spannungen wegen der Hausaufgaben kommt, kann es sinnvoll sein, das Kind während einiger Zeit bei der Hausaufgabenhilfe anzumelden. 

Bei elternwissen.com finden Sie zahlreiche weitere Hinweise, wie Sie Ihr Kind in der Schule und beim Erledigen der Hausaufgaben unterstützen können.

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Letzte Aktualisierung : 06-05-16, TV

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