Hauttest bei Allergien
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Behandlung von Heuschnupfen

Bei leichten Symptomen von Heuschnupfen können schon antiallergische Nasensprays und Augentropfen hilfreich sein, schwere sind mit Medikamenten in der Regel in den Griff zu bekommen. Durch so genannte Antihistaminika lassen sich die allergischen Reaktionen zuverlässig unterdrücken. Allerdings rufen die Präparate unter Umständen Nebenwirkungen wie etwa Müdigkeit hervor. Auch homoöpathische Mittel können sehr wirkungsvoll sein.

Wenn Eltern wissen, auf welche Pollen ihr Kind allergisch reagiert, empfiehlt sich die Alltagsplanung nach dem Pollenflugkalender bzw. Pollenflugvorhersagen in den Tageszeitungen, Wetterberichten und auf Internetseiten. Am frühen Morgen sind die meisten Pollen unterwegs. Deshalb: Türen und Fenster während dieser Zeit geschlossen haltenn nur stosslüften oder Pollen- bzw. Fliegenschutzgitter verwenden. Auch im Auto können solche Pollenfilter montiert werden. Damit so wenig Pollen wie möglich ins Kinderzimmer gelangen, sollten kleine Allergiker ihre Sachen abends schon davor ausziehen und vor dem Schlafengehen duschen und die Haare waschen. Wäsche sollte nicht im Freien getrocknet werden. Vielen Kindern hilft es, draussen eine Sonnenbrille zu tragen.

Beste Aussichten, den Heuschnupfen wieder loszuwerden, bietet die so genannte Hyposensibilisierung. Bei dieser Art Schutzimpfung werden die Wirkstoffe der Pollen in regelmässigen Abständen und in stetig gesteigerter Dosis unter die Haut gespritzt, bis das Immunsystem gelernt hat, die Pollen nicht mehr als Feinde zu betrachten. Diese Behandlung ist zwar langwierig (sie dauert mindestens drei Jahre), ist aber bei 90 Prozent der Patienten erfolgreich und auf lange Sicht die Mühe wert. Kinder können ab etwa acht Jahren damit beginnen.


Wissen

Multivitamine gegen Allergien?

Hyposensibilisierung bei Kindern


Newsticker

Risiko Frühlingskind: Italienische Forscher haben die Daten von Patienten, die mit schweren allergischen Schocks in Notaufnahmen gelandet sind, genauer untersucht. Das überraschende Ergebnis: Patienten mit einem Geburtsdatum im März, April oder Mai waren um 19 % häufiger aufgrund eines akuten allergischen Problems behandelt worden als im Herbst Geborene. Bei schwersten allergischen Reaktionen war der Anteil bei den im Frühjahr geborenen Patienten sogar um 86 Prozent höher. Auslöser waren v.a.  unbekannte Trigger und Medikamente, dagegen gab es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Geburtstermin und Allergien gegen Insektenstiche, Nahrungsmittel und Chemikalien. Forscher vermuten, dass eine frühe Allergenexposition durch blühende Pflanzen das Allergierisiko erhöht. Mehr über Allergien... (swissmom Newsticker, 23.1.2016) 

Letzte Aktualisierung : 31-05-16, BH

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