Blasensprung?

Der Blasensprung

Allgemein ist eine intakte Fruchtblase als ein Schutz für Mutter und Kind: Die Kontraktionen werden als weniger stark empfunden und das Kind ist durch das Fruchtwasser gut gepolstert. Ein Kind kann in seltenen Fällen auch mit intakter Fruchtblase zur Welt kommen, man nennt dies "Glückshaube".

Meist läuft die Flüssigkeit nur langsam, tröpfelnd aus der Scheide, und Sie haben das Gefühl von unwillkürlichem Urinabgang. Das Fruchtwasser kann aber auch in einem plötzlichen Schwall abgehen.

Bei Verdacht auf Blasensprung oder Fruchtwasserverlust kontaktieren Sie die Hebamme. Legen sie eine Vorlage (Damenbinde oder dickere Slipeinlage) ein, damit kann das Fruchtwasser am besten aufgenommen werden. Dies erleichtert auch die spätere Beurteilung des Fruchtwassers durch die Hebamme.

Bei etwa 20 % aller Frauen bekommt die Fruchtblase schon einen Riss, bevor die Wehen einsetzen - manchmal sogar lange vor dem erwarteten Geburtstermin. Dies kann durch eine vaginale Infektion ausgelöst werden, die zu einer Abnahme der Blasenwandstabilität führt. Auch eine Überdehnung der Fruchtblase durch zu viel Fruchtwasser oder Mehrlinge kann einen vorzeitigen Blasensprung auslösen.

Sollte Ihre Fruchtblase bereits lange vor dem Geburtstermin platzen, müssen Sie, zumindest vorläufig, ins Spital, da die Gefahr vorzeitiger Wehen und Frühgeburt besteht. Solche aufsteigenden Infektionen müssen unbedingt vermieden und mit Antibiotika behandelt werden. Die werdende Mutter und das Ungeborene müssen im Spital überwacht werden. Unter Umständen werden Wehen hemmende Medikamente verabreicht, mit dem Ziel, Frühgeburten zu vermeiden.


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Letzte Aktualisierung : 04.2016, BH / ET / swissmom-Hebammenteam

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