Die Frauenklinik des Inselspitals Bern bietet eine Vielzahl an Leistungen rund um die Geburt an. Sie und Ihr Kind können so vor und nach der Geburt von verschiedensten Dienstleistungen profitieren, welche die Phasen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wertvoll unterstützen können. In der Serie werden diese Leistungen rund um die Geburt näher vorgestellt.

Was ist Akupunktur?
Die Akupunktur ist ein Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie wird in China seit über 2500 Jahren praktiziert und hat sich im Westen seit dem 17. Jahrhundert etabliert. Dabei werden durch dünne Nadeln, die schmerzfrei in die Haut eingeführt werden, Energieflüsse im Körper reguliert. Akupunktur wird erfolgreich in der Geburtshilfe eingesetzt.

Wie kann Akupunktur bei der Geburt und in der Schwangerschaft helfen?
Das Ziel der individuellen geburtsvorbereitenden Akupunktur ist, den natürlichen Verlauf der Geburt zu unterstützen. Dabei hilft die Therapie vielen Frauen, entspannt und selbstsicher die Geburt zu erleben. Ebenfalls haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass Akupunktur die Geburtsdauer von erstmals schwangeren Frauen im Schnitt von zehn auf acht Stunden verkürzt. Dabei hat die Akupunktur lediglich Einfluss auf die Eröffnungsphase der Geburt. Auch können diverse Schwangerschaftsbeschwerden durch die traditionelle chinesische Medizin gelindert werden. Hierzu gehören: vorzeitige Wehentätigkeit, Verstopfung, Erbrechen, Bluthochdruck, Fehllagen des Kindes sowie Angst, Unruhe und Schlafstörungen.

Wer führt die Sitzungen durch?
In der Frauenklinik Bern bieten unsere Beleghebammen und Partnerhebammen der Hebammenpraxis Breitenrain diese individuell angepasste Behandlung an. Lena Sutter, Pia Bühler, Claudia Röthlisberger und Gabriela König (siehe Foto unten v.r.n.l.) absolvierten alle eine geburtshilflicher Akupunktur- Ausbildung (Zhong Institut) und arbeiteten im Gebärsaal der Frauenklinik vom Inselspital Bern. Bei den Akupunktur-Sitzungen haben sie immer auch ein offenes Ohr für allgemeine Fragen rund um die Geburt und die Schwangerschaft.

Wie läuft eine Akupunktur-Sitzung genau ab?
Sitzungen sind aber der 37. Schwangerschaftswoche einmal wöchentlich bis zur Geburt sinnvoll und dauern in der Regel 60 Minuten. Dabei wird zuerst immer eine chinesische Anamnese erhoben, um einen Gesamteindruck der Gesundheit der Schwangeren Frau zu bekommen. In einem Gespräch fragt die Hebamme nach dem Befinden, der Gefühlslage, dem Wärme-Kälte-Empfinden, der Verdauung und vielem mehr. Anschliessend wird der Puls gefühlt, die Zunge angeschaut und die Kindslage abgetastet. Aus all diesen Informationen können sich die Hebammen quasi ein Gesamtbild machen, allfällige Mängel und Probleme erkennen und sehen, ob der Körper generell im Einklang ist.

Auf Basis der Anamnese wählen die Hebammen individuell für jede Frau die Punkte aus, die akupunktiert werden sollen. Dabei geht es um eine gesamtheitliche Verbesserung des Wohlbefindens und um die Behandlung spezifischer Probleme.

Was passiert während dem Akupunktieren genau?
Bei der Akupunktur werden ganz dünne Nadeln an bestimmten Punkten in die Meridiane gestochen. Durch die Stimulation wird der blockierte Energiefluss des Meridians gelöst und das Ungleichgewicht beseitigt. Das Einstechen der Nadeln ist schmerzfrei, denn sie sind sehr fein und werden nicht tief eingestochen. In der anschliessenden Ruhephase haben die Nadeln 15 – 20 Minuten Zeit zu wirken, bevor sie entfernt und die Sitzung beendet wird.

Möchten Sie mehr wissen?
Die Kontaktdaten der Akupunktur finden Sie hier.
Mehr über die Hebammen der Praxis Breitenrain finden Sie hier.

 

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