Sicheres Wohnen mit Kind

Sicheres Wohnen mit Kind

Die Hälfte aller Unfälle von 1-bis 6-Jährigen geschehen im häuslichen Umfeld. Besonders in den ersten beiden Lebensjahren lernen Kinder fast jeden Tag etwas Neues dazu.

Die Eltern werden nicht selten vom nächsten Entwicklungsschritt überrascht. Sie rechnen nicht damit, dass das Kind den Wasserkocher erreicht, die Ofentür öffnet oder das heisse Wasser aufdrehen kann. Jedes Lebensalter eines Kindes ist für seine Eltern neu und aufregend, aber jeder Entwicklungsschritt birgt gleichzeitig die Gefahr, sich zu verletzen. Vorausschauendes Denken hilft, Unfälle zu vermeiden. Bei allen Präventionsmassnahmen, die ergriffen werden, sollten bereits die nächsten Entwicklungsschritte bedacht werden.

Vorsicht!

Wichtige Infos:

Zu viele Giftunfälle in der Schweiz

Am besten machen Sie Ihre Wohnung und speziell das Kinderzimmer kindersicher - gleich von Anfang an. Dann ist die Gefahr kleiner, dass Sie später, wenn Ihr Kind krabbeln kann, unliebsame Überraschungen erleben. Hundertprozentige Sicherheit ist leider niemals möglich, aber durch einige einfache Vorkehrungen können Sie das Unfallrisiko erheblich reduzieren.

Ein wichtiger Tipp: Spätestens wenn Ihr Kind mobil wird, sollten Sie sich einmal in gleicher Höhe wie das Kind auf eine Entdeckungsreise durch die Wohnung begeben: Sie werden erstaunt sein, was plötzlich alles in Reichweite des Kindes ist. Die grössten Gefahrenzonen sind Steckdosen, Küche (elektr. Geräte, Backofen, Messer), herumliegende Kabel, offenes Feuer (Streichhölzer, Feuerzeuge), Treppen, Fenster und Balkontüren, Möbelecken und -kanten, nicht befestigte Regale, Putzmittel und Medikamente.

Beachten Sie unsere ausführliche Checkliste


Lesen Sie ausserdem:

Babys vor Unfällen schützen und Unfallverhütung im Kleinkindalter.

Schadstoffe und Elektrosmog im Kinderzimmer sind möglichst zu vermeiden.

Achten Sie aber auch darauf, den Garten kindersicher zu gestalten! Gefahren lauern vor allem bei Giftpflanzen, Planschbecken und Pools, beim Grillieren und in der Sandkiste.

Weitere wichtige Informationen erhalten Sie bei der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, bfu-Kinderpost, Postfach 8236, 3001 Bern (www.bfu.ch).


Newsticker

Feuer unterm Dach | 09.11.2017

Mit der wachsenden Anzahl technischer Geräte, Akkus und Batterien, Lichtquellen und Plastikteilen wächst das Brandrisiko im Kinderzimmer - nicht selten entstehen Kurzschlüsse durch Überlastung, etwa wenn zu viele und veraltete Geräte an eine Steckdose angeschlossen werden. Ein neuer Eltern-Ratgeber informiert über die häufigsten Ursachen von Zimmerbränden und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie folgenschwere Brände im Kinderzimmer verhindern können, welche Feuermelder und Feuerlöscher für Privatwohnungen geeignet sind und zu welchen lebensrettenden Sofortmassnahmen die Feuerwehr im Falle eines Wohnungsbrandes rät. Auch wichtig: Wie führt man Kinder zum verantwortungsvollen Umgang mit Feuer? Zum vollständigen Elternratgeber "Brandschutz und Sicherheit im Kinderzimmer"

Achtung – Vergiftungen im Haushalt:

Das Schweizer Tox-Zentrum führte im letzten Jahr über 35 000 Beratungen durch. Etwa die Hälfte der Giftexpositionen betrafen Kinder, 84 % davon jünger als 5 Jahre. Verantwortlich sind vor allem Medikamente, Pflanzen oder Haushaltschemikalien,  wenn z.B. versehentlich starke Säuren oder Laugen getrunken werden, die in eine Getränkeflasche umgefüllt wurden. Auch mit giftigen Tieren hat das Tox-Zentrum zu tun, wie Schlangen, Spinnen, Skorpione und Bienen bzw. Wespen. (swissmom-Newsticker 18.9.2012)

Riskante Flachbildfernseher:

Eltern mit kleinen Kindern richten ihre Wohnung meist kindersicher ein. Was viele jedoch nicht wissen: Seit einigen Jahren kommt es immer häufiger zu Unfällen durch umstürzende Flachbildfernseher. Die modernen Geräte kippen leichter um, weil sie grösser sind, eine geringe Tiefe haben und der Schwerpunkt nach vorne verlagert ist. Obwohl die neuen Flachbildschirme heute grundsätzlich leichter sind als die alten Röhrenfernseher, wiegen manche bis zu 50 kg und können Kinder bei einem Sturz erheblich verletzen, vor allem an Kopf und Hals sowie im Brustbereich. Ausserdem haben die Gehäuse oft scharfe Kanten. Der Fernseher ist deshalb gut mit einer speziellen Kippsicherung oder Wandhalterung zu sichern (swissmom Newsticker, 6.11.15).

Letzte Aktualisierung : 08.2016, BH / VZ

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