Kontaktverbrennungen

Kamin, Backofen, Herdplatten und Bügeleisen – daran können sich Kinder leicht verbrennen. Tipps, wie Sie das vermeiden können.

Die grösste Gefahr für eine sogenannte Kontaktverbrennung – also eine Verbrennung an heissen Oberflächen wie Kaminöfen, Backöfen, Herdplatten oder Bügeleisen – besteht bei Kindern im häuslichen Umfeld. „Schwere Verbrennungen an den Handinnenflächen sind die Folge, wenn kleine Kinder an Kaminofenscheiben oder auf Herdplatten fassen. Diese sind so heiss, dass die Kinder förmlich daran „kleben“ bleiben. Vernarbungen an den Händen sind immer eine besondere Herausforderung. Ziel der Behandlung ist es, Funktionseinschränkungen der Hand zu vermeiden“, erklärt Prof. Dr. Henrik Menke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin.

Viele Unfälle lassen sich durch Prävention verhindern. „Eltern von Kleinkindern sollten sich der grossen Gefahr durch heisse Flächen bewusst sein, denn nur dann können sie ihre Kinder schützen. Besonders gefährlich sind in der Winterzeit die Kaminöfen, die in vielen Wohnungen stehen“, sagt Adelheid Gottwald von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder.

So schützen Sie Ihr Kind vor Verbrennungen durch heisse Oberflächen:

  • Halten Sie Ihre Kinder von Kaminöfen und Backofentüren fern.
  • Sorgen Sie dafür, dass Oberflächen wie an Kaminöfen oder Heizungen gesichert beziehungsweise abgedeckt sind.
  • Kochen Sie auf den hinteren Herdplatten und sichern Sie das Kochfeld mit einem Herdschutzgitter.
  • Wärmen Sie Kirschkernkissen nur an.
  • Benutzen Sie für kleine Kinder keine Heizdecken.
  • Schalten Sie das Bügeleisen immer aus, wenn es nicht unter direkter Aufsicht ist, und stellen Sie es für Kinder unerreichbar ab. Achten Sie auch auf herabhängende Kabel.

Ausführliche Informationen zum Thema Brandunfälle bietet im Internet die "Elterninitiative brandverletzte Kinder" auf der Seite www.paulinchen.de.


Tipp

Die „bfu-Kinderpost“ dient der Unfallverhütung bei Kleinkindern und Kinder im Vorschulalter. Sie besteht aus 16 Broschüren, die, beginnend mit der Geburt des Kindes bis zu seinem 8. Lebensjahr, alle 6 Monate gratis an die Eltern abgegeben werden. In den farbigen Broschüren findet man Tipps und Anregungen zur Erhöhung der Sicherheit für das Kind im Haushalt, beim Spiel und Sport sowie im Strassenverkehr. Die einzelnen Nummern entsprechen dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. Sie können bezogen werden unter: Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu, bfu-Kinderpost, Hodlerstrasse 5a, 3011 Bern, www.kinderpost.bfu.ch, Mailadresse: kipo@bfu.ch.


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Feuer unterm Dach | 10.11.2017

Mit der wachsenden Anzahl technischer Geräte, Akkus und Batterien, Lichtquellen und Plastikteilen wächst das Brandrisiko im Kinderzimmer - nicht selten entstehen Kurzschlüsse durch Überlastung, etwa wenn zu viele und veraltete Geräte an eine Steckdose angeschlossen werden. Ein neuer Eltern-Ratgeber informiert über die häufigsten Ursachen von Zimmerbränden und zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie folgenschwere Brände im Kinderzimmer verhindern können, welche Feuermelder und Feuerlöscher für Privatwohnungen geeignet sind und zu welchen lebensrettenden Sofortmassnahmen die Feuerwehr im Falle eines Wohnungsbrandes rät. Auch wichtig: Wie führt man Kinder zum verantwortungsvollen Umgang mit Feuer? Zum vollständigen Elternratgeber "Brandschutz und Sicherheit im Kinderzimmer"

Letzte Aktualisierung : 01.2018, BH

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