Baby auf der Blumenwiese

Der kindersichere Garten

So wichtig es für Ihr Kind ist, Natur zu erfahren, so viele Gefahren lauern auch hier. Ihr Kind begreift seine Welt nicht nur, indem es Dinge anfasst - es will sie auch riechen und schmecken. Im Garten kann dieser Forscherdrang fatale Folgen haben. Krabbelkindern drohen deshalb im Garten Gefahren, die von Eltern oft unterschätzt werden.

Der günstigste Aufenthaltsort für Ihr Kind ist der kurz gemähte Rasen. Er ist weich und birgt kaum Verschluck- oder Vergiftungsgefahren. Allerdings sollte das Kind bekleidet sein und Schuhe tragen, damit es nicht von Insekten im Gras gestochen werden kann.

Auch im Sandkasten können sich Kinder ab sechs Monaten relativ gefahrlos aufhalten. Denken Sie unbedingt auch an einen geeigneten Sonnenschutz!

Höchst gefährlich sind Swimmingpools, Planschbecken und andere Wasserbehälter für Ihr Kind. Lassen Sie es nie aus den Augen! Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache bei Babys und Kleinkindern.

So können Sie Ihr Kind schützen:

  • Entfernen Sie Giftpflanzen aus dem Garten. Eine ausführliche Liste der fraglichen Gewächse finden Sie unter www.gizbonn.de und hier.
  • Untersuchen Sie Bäume auf morsche Äste, um Kletterunfälle zu vermeiden.
  • Rupfen Sie Pilze heraus, sobald sie sichtbar werden.
  • Schliessen Sie den Garten ab, damit Ihr Kind nicht herauslaufen oder -krabbeln kann.
  • Lassen Sie nie Wasser ungesichert stehen - auch nicht im Planschbecken oder einem kleinen Pool. Babys können schon in 10 cm Wasserhöhe ertrinken. Errichten Sie einen Zaun um Ihren Gartenteich oder Ihr Biotop, der mindestens 1 m hoch ist!
  • Verschliessen Sie die Regentonne. Decken Sie sie mit einem stabilen Armierungsgitter oder einer Holzplatte ab. Sie können auch einen Schutzzaun errichten.
  • Gartenschläuche sind Stolperfallen, wenn sie herumliegen. Rollen Sie sie immer auf eine Trommel auf.
  • Versorgen Sie Gartengeräte und giftige Chemikalien wie Unkrautvertilger, Grillanzündflüssigkeiten oder -würfel und Insektenbekämpfungsmittel in einem Schuppen oder einer Garage.
  • Zäunen Sie den Komposthaufen ein.
  • Decken Sie die Sandkiste mit einer Blache ab, wenn sie nicht benutzt wird.
  • Spielgeräte müssen sicher verankert und mit einer weicheren "Fallzone" umgeben sein. Das gilt auch und besonders für das immer beliebtere Trampolin.
  • Velohelme beim Spielen ausziehen - Kinder bleiben sonst leicht irgendwo hängen.
  • Beachten Sie wichtige Vorsichtsmassnahmen beim Grillieren und benutzen Sie keinen Spiritus o.ä. als Brandbeschleuniger, sondern nur feste Grillanzünder.

Weitere Informationen:

Schutz vor Insekten

Die wirksamsten Hausmittel bei Insektenstichen

Ein Garten für Kinder

Sechs Gemüsesorten für das Kinderbeet


Newsticker

Immer barfuss auf's Trampolin: Eltern sollten darauf achten, dass Kinder immer ihre Schuhe ausziehen, bevor sie auf ein Trampolin steigen. Das minimiert die Verletzungsgefahr, vor allem wenn mehrere Kinder gleichzeitig hüpfen. Trampoline sind ein tolles Spielgerät und schon in vielen Gärten zu finden, aber ungefährlich sind sie nicht. Immer wieder ziehen sich Kinder komplizierte Knochenbrüche vor allem an Ellenbogen und Unterschenkeln zu. Eltern sollten auch Bälle auf dem Trampolin verbieten. Die Gefahr ist gross, auf den Ball zu springen, die Folge ist dann häufig eine Verstauchung oder sogar ein Bänderriss. (swissmom Newsticker 3.8.2013.)

Letzte Aktualisierung: 08.2016, BH