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Behandlungsmethoden bei Unfruchtbarkeit auf Seiten des Mannes

Die Behandlungsmethoden richten sich natürlich vor allem nach den Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit. Die wenigsten Paare brauchen glücklicherweise eine so weitgehende Sterilitätsbehandlung mit künstlicher extrakorporaler Befruchtung, wie die in-vitro-Fertilisierung oder ICSI. Grundsätzlich beginnt man mit einer möglichst einfachen Therapie, die das Paar wenig belastet und gezielt die im Rahmen der Abklärungen festgestellten Probleme angeht. Erst wenn dieses Vorgehen nicht erfolgreich ist, geht man Schritt für Schritt weiter im Therapieplan. Die eigentliche Ursache der Infertilität wird dabei natürlich nicht beseitigt. Es wird lediglich versucht, das Symptom der Erkrankung, die ungewollte Kinderlosigkeit, zu überwinden.

Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Insemination (Samenübertragung) mit Einbringen von aufbereiteten Spermien in die Gebärmutter oder in den Eileiter
  • IVF (In-vitro-Fertilisation)  mit einer künstlichen Befruchtung ausserhalb der Gebärmutter und Übertragung der befruchteten Eizelle. Im Bedarfsfalle können auch Spermien eingefroren werden, wenn z.B. der Ehemann während der aktiven Therapie aus beruflichen oder anderen Gründen nicht am Behandlungsort sein kann. Wenn erforderlich, lassen sich dann die Spermien wieder auftauen und zur Befruchtung einsetzen. Sehr wertvoll ist auch der Einsatz der Kryokonservierung vor einer Krebstherapie des Mannes, um später auf funktionsfähige Spermien zurückgreifen zu können.
  • ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) als Verfeinerung der IVF-Methode, bei der die Samenzelle direkt in die Eizelle gebracht wird, evtl. mit TESE/MESA (testicular sperm extraction/microsurgical epididymal sperm aspiration)

Letzte Aktualisierung : 08.2016, BH

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